Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 14 (3.4.1908)
- Date
- 1908-04-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1! ן Beilage JUEDISCHE RU NDSCH AU Jg. XIII, No.14;Aus, der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zehtralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Wir teilen hierdurch mit, dass wir schon letzt Vorbestellungen auf das Mitte! April erscheinende Zionistische A-B-C-Bttclt entgcgennchmeu. Das Buch stellt die beste Informationsquelle über den Zionismus und alles, was mit ihm Zusammenhänge dar und dürfte deshalb auch in nichtzionistischen Kreisen grossem 111• teresse begegnen. Da die Auflage aus bestimmten Grün• den eine ziemlich beschränkte seit( muss, bitten wir die verehrlichen Ortsgruppen und Vertrauensmänner dringern!, Bestellungen so bald als möglich an uns gelangen zu lassen. Der Preis des A-B-C-Buches, das ca. 300 Seiten stark sein wird, ist auf 230 Mk. festgesetzt. Gebundene Exemplare kosten 3 Mk. Db Ortsgruppen erhalten bei Bestellungen von 10 Exemplaren an entsprechenden Rabatt. 2. Die Broschüre ״Wirtschaftliche Tätigkeit חי׳ Falästina“ erscheint in den nächsten Tagen in vergrösscrtem Format mit einer Kartenskizze und der neuesten Statistik der jüdischen Kolonien »:n einer Auflage von 10000 Exemplare,־!. Pie Broschüre, die in «einem Anhang Angaben über sämtliche zionistische und der zionistischen Bewegung nahestehende Institut:onen erhält, wird zum Preise von 10 Pf. pro Exemplar abgegeben. Die Ortsgruppen erhalten bei Bestellungen von 100 Exemplaren an entsprechenden Rabatt. Bestellungen bitten wir ebenfalls baldigst au uns zu richten. 3. Db Ortsgruppen und Vertrauensmänner werden dringend gebeten, die am 1. April iälligcn Schekel und Landesbeiträge an unseren Schatzmeister, Herrn Max Wo liste in er, Berlin, Holsteiner Ufer 10, abzusenden. Versammlungskalender Regelmässige Zusammenkünfte finden in folgenden Gruppen statt: Charlottenburg: Jeden Sonnabend abends 9 Uhr im Kaffee Josty, Hardenbergstr., Ecke der Joachimsthalerstrasse (unmittelbar am Bahnhof Zoologischer Ciaraten), 1. Etage. Duisburg: Jeden 2. Montag Zusammenkunft im oberen Saal der R e i c h s k r o n e Kuhtor. Auskunft bei Referendar Paul Loewe, Kuhlenwall 30, Telephon 1327. Elberfeld: Verein ״Ivria", jeden 2. Sonntag im Hotel Zentral, Bahnhofstr. Eilehne: Jeden Sonntag nach dem Ersten itti Hotel Kasse rhof. Uleiwitz. Jeden Donnerstag abend Zusammenkunft in N e u in a r k s Hotel, Nikolnistrasse. Ebendaselbst werden Bücher der Bibliothek ausgegeben. Alle Anfrage^ an Herrn Leo Forder, Tarnowitzerstrasse,. erbeten. Uross-StrehiÜz. Jeden Sonnabend abend Zusammenkunft in S c h ö n w a 1 d s Hotel. Hamburg-Altona: Jeden Sonnabend Abend Stammtisch, Alsterpavillon (Erdgeschoss, reserviertes Zimmer). Versammlung jeden 2. oder 3. Donnerstag im ״Logenheim“, Hartungstr. 9. Hannover. Verein Jung-Juda: Jeden Montag Abend 9 Uhr in Hofmanns Hotel, Schillerstr. Königsberg 1. Pr.: Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Kasino des Vereins Jüdischer Studenten, Kleiner Domplatz 15c. Ebendaselbst befindet sich die Bibliothek der Zionistischen Vereinigung. Bücherausgabe jeden Donnerstag von 9—10 Uhr abends. Nürnberg-Fürth: Jeden Dienstag Abend 8 Uhr: Diskussionsabend im Nebenzimmer des Kaffee Habsbu r g - Nürnberg. Mannheim: Jeden Montag Abend 8L* Uhr Vortragsabend im Fcstsaale der August Lamey Loge, G. 4. 12. München: Im Kaffee Reich shof, Sonnenstr., sind täglich um 2 Uhr Mitglieder der Verbindung ״Jordan! a " zu treffen, die Auskunft über die Ortsgruppe erteilen können. Rybnik: Monatsversammlungeii finden jeden zweiten Montag nach dem 1. im Hotel Hirschf e I d e r statt. Strassburg i. Eis.: Jeden Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant B111 in . Nussbaumgasse 4. —ן Aus den Ortsgruppen [— Berlin. Am Montag, (lern 5. d. Mts., abends 9 Uhr. findet im Jüdischen Handlungsgehllfcn-Verband, Ortsgruppe Berlin, in dessen Vercinslokal Oontardstr. 51. ein Vortrag mit darauffolgender Diskussion statt. . Herr Schriftsteller) Ger- 11 a r d Stein spricht über ״Jüdische Jugendorga- 11 i sa t io n e n“. Herren und Damen als Gäste sind herzlich willkommen. Besonders seien Handlungsgehilfen und -Gehilfinnen auf den Verband hingewiesen. b. Hamburg. Am 26. Mär« hielt die zionistische Ortsgruppe Hamburg-Altona eine gut besuchte Generalversammlung ab. Der den Mitgliedern schon vorher zugegangene gedruckte Jahresbericht gibt an. dass die Zahl der Ortsgruppenmitg’ieder 278. die der Schekelzahlcr 4irt Personen beträgt. An der Ausspräche über den Jahresbericht beteiligten sich Dr. Kalmus, Abraham, Michael und Eisenstein. Der letztere wünscht eine grössere Propaganda unter den hier lebenden aiisiändisciien jüdischen Proletariern. Hieraus wurde ein von Dr. Kalmus begründeter Antrag den Mitgliederbeitrag um 1 Mk. zu erhöhen, angenommen, ebenso ein Antrag ür. Fink, die Zahl der Vorstandsmitglieder von 7 auf 9 zu erhöhen. Der bisherige Vorstand, bestehend aus Dr. Kalmus als 1. Vorsitzender. Dr. Besser, Dr. Huldschincr, Frau HuldscJiiner. Ester mann, Dr. Ha Ipern und Samuel Cohn wurde wiedergewühlt. Moritz S. Wolff und Rechtsanwalt David als neu eintretende Vorstandsmitglieder gewählt. Dem bisherigen Vorstand sprach die Versammlung ihr. Vertrauen aus. Ais zweiter Punkt der Tagesordnung folgte nunmehr ein Vortrag von Dr. Frank. Altona, über den Misraclii• V״-- trag und Diskussion standen trotz grösster sachlicher Gegen- Sätze aui einer seltenen Höhe objektiver und grundsätzlicher Betrachtung und dürften für ein weiteres harmonisches Arbeiten der hiesigen Zionisten von unschätzbarem Wert sein. Dt. Frank führte aus: Die Situation in der zionistischen Bewegung drängt zu einer Aussprache. Die Kraft des Judentnms beruht auf dem historisch-traditionellen. Das verkennt der Zionismus, wenn er an die Zeit des Unterganges des jüdisehen Reiches anzuknüpfen sucht und über das hinweggelit, was aus dem Judentum durch die dazwischenhegende Ent- Wickelung geworden ist. Eine Reform, wie sie eine rein nationale Erfassung das Judentums darstellt, bedeutet eine Unterbrechung historischer Kulturarbeit, das Alte befindet sich in einer Kampfesstellung gegen das Neue. Das traditionelle Gesetz hat das Judentum in der Diaspora chalten: in allen seinen äusseren Handlungen und Symbolen spiegelt sich die ethische Auffassung des Judentums wieder: seine sozialoolitisehen Tendenzen, die auch den Modernen genügen müssen, machen es geeignet, die Grundlage für ein neues jüdisches Staatswesen zu bilden.