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Jüdische Rundschau · 1908-02-28 · Heft 9 (28.2.1908) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 9 (28.2.1908)
Date
1908-02-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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% Bei läge JUEDISCHE RUNDSCHAU*™.N»a Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus ier Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Praktischer Arzt in Gotha sucht einen jüdischen Assistenten. Gehalt 2500 M., evtl, später 3000 Mk., bei freier Wohnung und freiem ersten Frühstück. Nähere Auskunft durch das Zentralbureau. 2. ln einer kleinen Stadt Oberschlesiens mit grosser Umgebung dürfte einem geeigneten Pädagogen durch Gründung einer Privat-Vorbereitungsschule für höhere Gymnasialklassen, oder einer Privat-Präparandieschule zur Vorbereitung für das Seminar und eines Privat- Seminars eine sichere Existenz geboten sein. Nähere Auskunft durch das Zentralbureau. 3. In B e r I i n wird ein Zionist oder eine Zionistin für einige Stunden wöchentlich gesucht, die perfekt Hebräisch und Jargon verstehen; erwünscht sind auch Meldungen von solchen, die Spaniolisch, Rumänisch und U ngarisch lesen. Meldungen an das Zentralbureau. —I Aus den Ortsgruppen ן— Berliner Zioni^ti che Vereinigung־. Die gemeinsame Purimfeier der Berliner und Chatlottenburger zionistischen Ortsgruppen findet am Mittwoch, dem 18. März, in den Sophien, sälen Sophienstrasse 17—18, abends s‘ . Uhr statt. Näheres über die Feier wird noch bekannt gegeben. Eintrittskarten zum Preise von Mk. 1.50, Familienkarten für vier Personen gültig zu!Mk. -I.— tind zu haben in der Expedition der ״JUEDI^CHEN RUNDSCHAU“, Auguststrasse 49a, in der Buchhandlung des Herrn Louis Lamm, Neue Friedrichstr. 61 63 bei Herrn J. H. Wagner, Prenzlauer Allee 9, bei Frau Silberstein, Charlottenburg, Friedbergstr. 40 und im zionistischen Zentralbureau, Bleibtreustr. 49. Berlin. Die Schekel- und Nation alionds- Kommission der Berliner Zionistischen Vere 1 n i g u n g macht hierdurch bekannt, dass Nationalfondsmarken und Telegrammformulare zur Ablösung von Depeschen zu Gunsten des Nationalfonds von fetzt ab zu haben sind bei: Louis Lamm, Buchhandlung, Neue Fricdricltstr. 61/63, S. Jacob, Kleine Andreasstr. 11 (am Andreasplatz) Andrcas-Drogerie, Arthur Hirsch, Dragoncrstr. 24 (Tel. III, 25541, Nationa Jfondsbiic 11 sc n ■dagegen nur bei dem Letztgenannten. Berlin Freie Vereinigung ,Üahlemla" an der Universität Berlin. Am •Montag, dem 17. d M, hielt unser A H. Apo־ theker Main lock einen Vortrag über Zionismus im engeren Kreise unser Mitglieder. Mit welchem Interesse die gelungenen Ausführungen aufgenommen wurden, zeigte die• eifrige, ziemlich er egte Diskussion nach dem Vortrag Unserem I. A. f l. Mamlock sei an dieser Stelle nochmals unser wärmster Dank ausgesprochen Be lln Die Jüdlsch-natlonalenFrauenverelnlgung feierte ihr Sjähriges Stiftungsfest am 12. Februar im Logenhaus Alte Jakobstr. 24׳ durch einen Teeabend mit Ball. Die reizenden Arrangements im Saal waren das Werk von Frau Sulm3nn und Frau Schor. Nach einer Festrede von Frau Lina Wagner folgten ein entzückender Kinderreigen, von Frl. Amolski ein* studiert und schöne Liedervorträge von Frl Kuchner. Die tanzlustige Jugend kam zu ihrem Recht, während die ,.Aelteren“ uv reizender Gemütlichkeit bis zum frühen Morgen vereint blieben Viele Gäste, durch das schöee Fest hochbefriedigt, traten dem Verein bei. Hannover-Ltnden. In der vorigen N immer der ,.RUND• SCHAU“ ist ein Lm Unterzeichneter Bericht aus der Ortsgruppe Hannover erschienen. Um Missverständnissen vorzubeugen, sehen wir uns zu der Erklärung veranlasst, dass der Vorstand diesem Bericht durchaus fernsteht; hierin vielmehr nur die subjektive Ansicht des Einsenders zum Ausdruck kommt. Wir mussten annchmen, dass der uns übersandte Bericht ein offizieller Bericht der Ortsgruppe sei. Jedenfalls bedauert die Redaktion; dass ihr Berichte zugehen, für die die Vorstände der Ortsgruppen nicht selbst die volle Verantwortung übernehmen. Die Redaktion muss sich auf die ihr zugesandten Berichte verlassen, da sie die Tatsachen selbst in keiner Weise nacliprüfcn kann. Je kürzer und sachlicher ein Bericht ist, um so besser ist es für die Schriftleitung und für die Leser der RUNDSCHAU. Eine grosse Reihe weiterer Zuschriften, die uns aus Hannover wie aus verschiedenen deutschen Städten zugehen, bringen wir nicht zum Abdruck und geben nur unserem Gesinnungsfreunde Schnelling selbst das Word: Hannover. Der Beruht der hiesigen zionistischen Ortsgruppe in der JUEDISCHEN kUNDSCHAU vom 21 Febr. er. enthält Unrichtigkeiten, die zur Wahrung meiner eigenen Ehre und zur Klarstellung des tatsächlichen Saclnerhalts zu berichtigen, ich mich veranlasst sehe. Ich ersuche Sie höflichst, die nachstehende Erklärungen in Ihrem geschätzten Blatte zum Abdruck zu bringen. Wenn der Berichterstatter sagt, dass ein gedeihliches Fortarbeiten in der Gruppe davon abhängig sei, dass ich als Leiter der Gruppe nicht mehr fungiere, so widerspricht er sich doch selbst, wenn er weiter sagt ,dass ich trotz mehrfachen Bittens ein Amt im Vorstande nicht annehmen wollte. Selbstverständlich ist es wahr, dass ich nicht allein von der Versammlung darum gebeten wurde, sondern auch von den neuen wie von den alten Vorstandsmitgliedern die Erklärung erhielt, wenn ich mich nicht mit am Vorstand beteilige, sie ein gedeihliches Arbeiten der zionistischen Ortsgruppe für die Zukunft nicht erblicken. Wie kommt der Berichterstatter zu solchen Entstellungen der Tatsachen? Was nun den Kooptationsantrag betrifft, der eigenartig von mir behandelt sein soll, so widerspricht sich der Berichterstatter selbst, wenn er sagt, dieser Antrag wäre von mir ohne Diskussion zur Abstimmung gebracht. Wenn er eine Diskussion wünschte, warum hat er sich nicht zum Worte gemeldet? Als ich sagte, wenn keiner dazu das Wort wünscht, dann bringe ich den Antrag zur Ab- Stimmung, sass der Berichterstatter L. M. direkt neben mir, warum meldete er sich nicht sofort dazu, er ist doch sonst nicht so schüchtern?- Der Berichterstatter sagt, wenn die. Nörgler und Friedenstörer auch ausserhalb des Vorstandes ernstlich bemüht sind, als ernste und wahrhafte Zionisten unter Hintansetzung aller ersön ichcn Interessen mitzuarbeiten zum Wohle unserer ohen Sache. Sollte er mich damit gemeint haben, so wird es mich Interessieren, wenn mir der Berichterstatter $3gen möchte, was ich beim Zionismus jährlich verdiene? Aber ein Satz Im Beucht charakterisiert den Berichterstatter und dessen Zionismus genau, indem er sagt: Es steht zu hoffen, dass unter dem neuen Vorstände der nach eingehenden Vor verhandlunge n nur aus Juden besteht, welche hier in Deutschland geboren sind-Wenn ein Zionist in Deutschland diesen Satz gelesen hat und nicht seine Entrüstung darüber ausspricht und sich sein zionistisches Gefühl dabei nicht aufbäumt, so hat er den Schekel irrtümlieh gezahlt. — Wollen wir unseren Gegnern und Feinden das Material liefern, dass wir nicht anders sind, wie >ie? Kumpfen unsere Agitatoren nicht genügend, dass der Unterschied zwisehen Ost- und Westjüden nicht existieren darf? Dieser .Berichterstatter will Zionist sein — und mir zurufen, wahrhaft zu arbeiten?- Ihnen Herr Berichterstatter kann ich nur sagen: Ihr Bcrieht hat die Tatsachen vollständig entstellt. Sie sprechen von persönlichen Interessen, Ihr Bericht ist vom Anfang bis zum Ende, persönlich gewesen, was ich Ihnen nicht übel nehmen kann — —, weil ich Ihnen die Worte eines grösseren Zionisten, wie wir beide sind, zurufe. Sie sind mir ein zu schwaches Seelchen! A. Schnelling. Niemand, der Herrn Schnelling und seine selbstlose Arbeit für den Zionismus und die persönlichen Opfer kennt, die er regelmässig bringt, koni.te glauben, dass ihm persönbst ö^benket!)ss Partei fonös!

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