Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 49 (6.12.1907)
- Date
- 1907-12-06
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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ו Beilage Jg.XII,N0.49 Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen der llonistischen Vereinigung für Deutschland Wir erinnern die vcrchrlichen Ortsgruppen und Vcrtraucninanncr hierdurch dringend an die vom A.־K. gewünschte m o n a t li che Ablieferung der Schekel und Landesbeitrüge und bitten die im Laufe dos November* gesammelten Beträge umgehend an unseren Schatzmeister, Herrn Max Wollstcincr, Berlin NW. 23, Holsteiner Ufer 10, abzuführen. Hierdurch bitten war die Ortsgruppen dringend, die. bisher cingcgaugencn Betrüge für den Parteifonds umgehend an Herrn Max Wöllstein er. Berlin NW. 23, Holsteiner U1 c r 10, abztiiührcn, auch wenn die Sammlungen noch nicht abgeschlossen sind. Der Parteifonds ln der WELT bringt Jizchak einen Artikel über den Parteifonds, in dem er .so beherzigenswerte W inke gibt, dass wir es für notwendig erachten, ihn wenigstens zum Teil zum Abdruck zu bringen: Quousquc tandcin . . . Am siebenten Ta Präsident einen ge Ar.tra:. des aui achten Kongresses!)rächte der . Schäftung einer allgemeinen Parteistcuer zwecks Bildung eines Parteüonds ein. Der Kongressbericht verzeichnet einstimmige Annahme. Die. die dabei waren, erinnern siel!, dass das Ergebnis mit I c b 11 a item B e i i a 11 b c grösst wurde. Vier Wochen später stand in einem Aufruf des Zionistisehen Zcntralbureaus zu lesen: ..Lieber die Bedeutung dieses Beschlusses (der Schaffung des Parteifonds) ein W ort weiter zu verlieren, wäre überflüssig.dadurn kann kein Zweifel darüber bestellen, dass es sich jeder von uns zur Ehrenpflicht machen muss, den Beitrag zu leisten.** Und wieder vier Wochen später brachte DIE WELT den ersten Ausweis der bis dahin eingegangenen Beträge. Ganze 13000 Mark, darunter 500) Mark allein vom Präsidenten! Damals schrieb das ZeutraUmreau; ..Der heutige Ausweis spricht von der Arbeit dreier Landsmannschaften, die nächsten müssen die ganze zionistische Organisation einmütig zeigen an der Arbeit usw.“ In der vorliegenden Nummer wird, wie ich erfahren habe, ein zweiter Ausweis enthalten sein. Nicht ganz 3000 Mark; zwei Landsmannschaften, sind zu den bisher aulgezählten dreien als Arbeiter für den Parteüonds hinzugekommen. Was sollen wir angesichts dieses Ergebnisses tun? Sollen wir mutbs und verzweifelt die Hände sinken lassen? War die Begeisterung des Kongresses unecht und gab sich das zionistische Zcntralbureau einem ialschci Wahn hin. als es annahm, dass jeder Zionist ehrenhalber verpflichtet sei, nach seinem Vermögen beizutragen? Sollen wir annchmen. dass die Landsmannschaften etwa ihrer Pilicht nicht nachkommen wolle n? Wir vermögen es nicht zu glauben. Wir wollen annchmen, dass der Ruf noch nicht laut genug erschallte, dass das Deutliehe noch nicht klar genug geworden, dass die Notwendigkeit noch nicht dringend genug beschrieben worden ist. Gerne und oft hat man in der Organisation der Vorwurf erhoben, dass sie ,nicht genug Arbc.*;smöglic:;kciten biete.'1 Und auch jetzt werden wieder Stimmen laut, die cs entrüstet von sielt weisen, an dieser ״Kleinarbeit‘ mitarbeiten zu sollen. Wie liegen denn die Dinge? — »—-— Die Parteisteuer! Wahrlich, keine grosse Sache. Jeder Zionist soll einmal, soll in diesem Jahre 5 Franken für die Bcwegung beisteuern. Man könnte cs verlangen und man müsste cs geben, auch w enn nicht das auf dem Spiele stände, was heute zu gewinnen ist. Jeder soll nach seinem Vermögen geben! Zehn Mark, fünfzig, hundert, tausend, ja, was ist denn das dieser Aufgabe gegenüber? Wie stellt man sich denn vor, dass sie gelöst werden soll? Mort unsere Begeistcrung auf, wenn sic sich in dreistelligen Ziffern. w׳cnn sic sich überhaupt in Ziffern ausdrücken soll? Dann hätten wir das Werk nicht beginnen dürfen. Aber wir haben es gewagt, und wir wollen es doch auch, fürwahr, zu einem guten Ende, zu dem Ende bringen. Die Sache ist sc einfach! Jeder gebe, was er in diesem Augenblick der Bewegung opfern kann. w׳as er von seinem Vermögen für den Zionismus entbehren kann; mindestens aber gebe jeder 5 Franken. Ist da noch ein Wort zu verlieren? Oder weiter: Jeder sorge, dass der andere gebe: tue, was in seinen Kräften steht, um den Fonds gross zu machen. Ist da noch etwas liinzuzufiigen? Denn, das wir man wohl ietzt eingesehen haben, er kann gar nicht gross genug sein. Die grösste Summe, die wir uns erdenken können, wird gering sein im Vergleich zu dem, was notwendig ist. Aber sie wird die Ausführung ermöglichen. Denn sie wird den andern den Beweis dafür sein ,dass wir es ernst meinen, dass mit uns zu rechnen ist, dnss wir wirklich mehr sind als Träumer und Schwätzer. Mehr noch; Von ihrer Grosse hängt es ab. ob wir überhaupt arbeiten können. Das soll einmal gesagt werden und darüber soll man sich bald und ganz klar werden. Wird jetzt noch einer zurückstehen wollen? Wird cr’s noch über sich bringen, den Namen Zionist tragen zu W’ollcn und jetzt abseits zu stehen? Hochverrat wäre dies. Und dieses Wort soll nimmer in der Geschichte des Zionismus gcbraucht werden müssen. Jizchak. Für den Parfeffond sind bis jetzt folgende Betrage Aus Hamburg: Loopold Abraham & Frau .... 8,- Dr. All en. . . . 25,- Josef Auerbach. 10,- 5. Baruch . . . 10,- N. Beer . . . . 15,- G. N. Berg so n . 10,- Oberlehrer A. Blau 4,- Max Blöde. . . 5,- L. Bor oschek . 5,- DrBukscbne wbky. . . . . . 10,- Dr. Chw olles & Frau.10,־ Frl. Ella Co he n . 20,־ Referendar Gottbelf C o h u . . 5,— Alex Eisenstein. 5,- Siegfr. Fngel . . 25,- M. Flaschner . 10,- Frau A. B. Fromm Teterow .... 50,— Frau Pastorin Fr omm, Teterow 10,— Hermann Gold - Schmidt. . . 10,— Meyer Gold- 8chmidt . . 5,— J. Go tthelf . . 10,— J. Grüner. . . . 10,— Atbert de Haas, Wandebcck. . . 5,— Alph.de Haas, Wendsbeck. . . 5,— Wilhelm Haller . 5,- Frau Ha 6 kel . . 5,— Fräulein Henschel 4,— cand. jur. Herrn. Hirsch . . . 10,— Rechtsanwalt Dr. Ho - rowitz . . . 10,— Frau H. Huldschi* ner.15,— Daniel Joel . . . 6,— M. Karls berg . 50,— Dr, med. Klewans* k y.10,— Bl Koopman n, Bremen .... 10,— B.Keppel, Altona 10,— Dr. Kurrein . . 10,— Mi Lam . . . 20,— Alex Levy . . . 10.— Felix Levy . . . 10,— L. Levy, Altona . 5,— eingegangen: Parteifonds. II. Ausweis. Sirgfr. Levy . . . 20,- Mk. Dr. mtd Lichtenstein . . . . 5.- Eduard Loewe. . 20,־ Frl. Hedwig Lübke 10,־ Heinrich Mayer . 10,- S. M e h rgu t . . 20,- Iwan M eyer. . . 10,- S. Michelsohn . 10,־ J. א a c h u m, Altona.10,- stud. Oscar Nathan 5,- N. 12,85 . . . . .א N, N., .... 5,— Frl. O. S wald, Teterow .... 10,— W. Peine. . . . 20,- Frau Emilie Ritter 20,— J. Rosenow . . 10,— Martin Sal Inger 4,— A. S e e 1 י g . . . 5,— J. Sch eyer . . . 20,— Hugo v. Sonn . . 5,— Sonnenschein . 10,— Frau Staren* ha gen .... 30,— Rflfer. Dr. Tineen* wald .... 10,— Frl. Selma Veilchenfeld . . 10,— Adolf Warisch & Frau.20,- stud. Manfred Za* d ik . » 5,— Mk. 187,85 Ab Spesen 54 85 Bereits früher gewiesen: Mk. 1870, Mk. 133,* aus- Aus Berlin: Dr. Max Jung* mann .... Dr. Felix Jaoobsohn. Kurt Kam in sky . Ernst Hermann . Dr, Julius K atz . Dr. Theodor Z10 cisti. Dr. M. Namiot Dr. Schemarja La• win, z. Zt. Berlin Leo Gottes mann 100,— Aus Hatberstadt: Jakob Hoffmann 5,־־ 10,- 4,- ־,5 ־,5 -,30 -,20 -.15 ־,40 ®וי׳> <*■