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Jüdische Rundschau · 1907-07-05 · Heft 27 (5.7.1907) · page 19

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 27 (5.7.1907)
Date
1907-07-05
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Seite 110 JÜDISCHE RUNDSCHAU. 10 n g der Bank auf Mittwoch festgesetzt ist, bleibt der Dienstag evtl, noch zur Verfügung des Kongresses. Mit Ausnahme des ersten Tages werden die Verhandlungen alltäglich um 9 oder 9% Uhr beginnen und mit einer zweistündigen Mittagspause bis nachmittags 6 oder höchstens 6bi Uhr dauern. Auf diese Weise sind־ die Abende durchweg für die Beratungen der Komniissionen, die Sitzungen der Landsmannschäften etc. frei. Es wurde beschlossen, die nächste Sitzung des Engeren Aktionskomitees am Sonntag, dem 11. August im Haag abzuhalten und das Grosse Aktionskomitcc auf Montag, den 12. August abends einzuberufen. An diesem Tage soll auch die Sitzung des A u f s i c 111 s - rates der Kolonialbank stattfinden. Es wurde ierner beschlossen, Herrn Dr. Bernstein- Kohan, der nach Palästina übcrsicdclt ist, sowie die anderen in Palästina anwesenden Mitglieder des Aktionskomitees mit der Vertretung des Aktionskomitees bei der Feier d e s J u b i 1 ä u m s der Kolonie R i s c h 0 n - lc-Zion zu betrauen. Für die Herausgabe des hebräischen Wörterbuches von Ben Jchu da wurde eine Subvention von 500 Mark bcwilligt. Der achte Kongress An die Kongressbestiehcr! Die Kongressbesucher werden dringend ersucht, diesmal der Frage der rechtzeitigen Besorgung von Wohnungen im Haag ihre ganz besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Kongressbureau ist in der Lage, eine genügende Zahl von Wohnungen in verschiedenen Preislagen zu verschaiien. Aber angesichts der im Haag infolge der Friedenskonferenz herrschenden abnormen Verhältnisse ist dies dem Kongressbureau nur für solche Gesuche möglich, die Ihm bis spätestens zum 1. August mitgeteüt werden. Später ciniaufende Gesuche können voraussichtlich nicht berücksichtigt werden und die betr. Gesinnungsgenossen laufen Gefahr, in diesem Falle entweder gar keine Wohnung oder nur solche zu überaus teuren Preisen zu erhalten. Es kann daher den Delegierten und allen Gesinnungsgenossen, die den Kongress besuchen wollen, nur auf das dringendste angeraten werden, Ihre Gesuche wegen Beschaffung von Wohnungen sofort an das Kongressbureau zu richten. Es wird ersucht, bei den Anmeldungen anzugeben: 1. Tag der Ankunft, 2. ob Hotel- oder Privatlogis erwünscht, 3. ob Im Haag oder In Schevenlngen, wieviele Zimmer man wünscht und für wieviele Personen, ob mit oder ohne Frühstück und welchen Preis man für ein Zimmer anzulcgcn wünscht, 4. voraussichtliche Dauer des Aufenthaltes. Die Gesuche sind mit dem Vermerk ״Logis“ an das ״Bureau Zionlstenkongress“, Heeregracht 13, Haag (Tel.-Adr. Zionism), zu richten. Bericht der Berliner Zionistischen Vereinigung. 1. Juli 1906. — 30. Juni 1907. Die Berliner Zionistische Vereinigung hat im vergangenen Berichtsjahre eine lebhafte Agitation entfaltet. Die Winterarbei: wurde mit 3 sehr stark besuchten Volksversammlungen eröfruet, in denen die Herren Dr. Franz Oppenheimer, Dr. Sandler und Redakteur $ ״ k o 1 o \v die Referate übernommen hatten. Den Versammlungen voraus ging die Versendung der von Herrn Dr. Alfied , N ״ s s i g verfassten Broschüre ״Die jüdische Volksbewegung" an fast sämtliche Mitglieder der Berliner Jüdischen Gemeinde, um die weitesten Kreise der Berliner Judenlicit über unsere Bcwcgijr.g aufziiklärcn und die Angriffe unserer liberalen Gegner zu .beleuchten. Im Januar und Februar wurden 4 weitere Versammlungen veranstaltet. In den ersten 3 derselben sprachen die Herren Dr. Tä übler, Dr. Biram und Dr. Zlocisti über die wichtigen Epochen der jüdischen Geschichte und in der vierten Ingenieur Treidel über die V irtr.cl1aftik.he Entwicklung Palästinas in den letzten zehn No. 27 Jahren. Kurz vor Ostern schlossen wir unsere agitatorische Tätigkeit mit einer Volksversammlung, in der Dr. Sehem a r ja L e w i n über ״Die Juden in Russland und Amerika“ sprach. Der Monat März wurde wiederum zur Agitation durch Versendung von Propagandanummern der JÜDISCHEM RUNDSCHAU an die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde bcnutzt. An die Mitglieder der befreundeten Vereine, insbesentiere des Turnvereins Bar-Kocliba und der Studentenvereine wurden wiederholt Broschüren mit Auüorderungsschreiben zum Beitritt versandt, die jedoch ohne grossen Erfolg blieben. Hand in Hand mit dieser Tätigkeit nach aussen ging das Bestreben, die Mitglieder selbst über die Vorgänge innerhalb der zionistischen Organisation auf dem Laufenden zu halten und ihr Interesse für die einzelnen Fragen unserer Bewegung zu vertiefen. Hierhin gehören die Berichte über die Jahreskonfcrcnz in Köln, über Koiigressfraktionen und Landsmannschaften, über die Sitzung des Grossen A. K. vom Mai!907 und über die Bedeutung des bevorstehenden Kongrosses. Schliesslich wurden auch den Mitgliedern Broschüren zugesandt. Die Gedenkfeier t ii r D r. Herz! beging die Zionistische Vereinigung in Verbindung mit den übrigen national-jüdischen Vereinen am 12. Juli v. J. durch Ansj.1 neben der Herren Rabbiner Dr. Emil Colin und Dr. Heinrich Loewe. Die M a k k a b ä c r i e i e r wurde in gewohnter Weise am 15. Dezember v. J.״veranstaltet. Die Zahl unserer Mitglieder ist von 504 auf COS gestiegen. Von ihnen gehören der Frauen Vereinigung: 9S, der Hasmonaea 25 und der neugegriindeten Ortsgruppe C11 a r - lottenhurg 67 Mitglieder an. Ausserdem bestellt eine Misraelugrappc mit rund 20 Berliner Mitgliedern. Die Zahl der Berliner Schckelzahier beträgt 93S gegen 675 und 803 in den beiden Vorjahren. Die Sammlungen für den N’alionaltonds ergaben 3300 Maik, für die Oelbaumspende 1420 Mark und für sonstige Zwecke 700 Mark, zusammen 5420 Mark. Auch wurden die beträchtlichen Mitteln des Palästinaindustrie־ Syndikats, des Pilanzungsvcrcins und der Agrikulturgcsellschalt zum grossen Teil von Berliner Zionisten aufgebracht. B. Z. V. 1./7. 06 — 25 6. 07. Ausgaben. Saalmieten . . . 481.50 Mir. Porti. 448.15 ״ Kopialien ... 111.95 * Inserate und Plakate 387.50 ״ Drucksachen . . 289.25 ״ Abonnement JÜD. RUNDSCHAU . 1400.— ״ Inkassospesen. . 422,50 ״ Broschürenversand 1037.55 ״ Beihülfe an die Zion.Ortsgruppe Charlottenburg. 90.— ״ Diverse .... 224.75 ״ Reisevergütungen 163.— n Landesboiträge . 578.75 ״ Schekelgelcter . . 627.50 ״ Sammlungen . . 5420■— .. 50 982 11 ־ Mk. Die Ortsgruppe Charlottenburg zeigt seit ihrem Zusammentritt im Februar reges Leben. Sie hat eine Reihe Versammlungen veranstaltet. Die hiermit begonnene Dezcntralisation soll weiter durchgciiihrt werden; die Vorbereitungen zur Gründung einer neuen Ausländergruppe, sowie eines kauftr.ännischen Vereins sind schon getroffen. Der Vorstand hat im Laute des Jahres eine grosse Anzahl Sitzungen abgchalten. Seine einzelnen Mitglieder sind fortgesetzt miteinander in Verbindung geblieben. Die Zerlegung der Vorstandstätigkeit in einzelne Ressorts hat sicli noch nicht vollständig durchführen lassen, doch hat Herr Arthur Hirsch die gesamten N a t i o 11 a I f o n d s a r b c i t c n i ii r Berlin übernominell. Die Anstellung einer besoldeten Hilfskraft musste wegen anderweitiger Inanspruchnahme unserer Mittel vertagt werden. Zeigt auch die Berliner Ortsgruppe reges Leben, so bleibt die Zahl unserer Mitglieder, wie der gesamten Ber- Einnah men. Bestandam 1.7.06 159.10 Mk Mitgliedcrbeiträge Eintrittsgelder m 3418.75 V« Sammlungen Spenden für die 514.10 •1 Broschüren-Agitat. 1025 — 91 Bros :hurenverkauf 23.65 99 Schekelgelder . . 937.50 9» Landesbeitrage . 378.75!9 N'ationälfunds . . 3300.- 9# Oelbäume . . . 1420.— 9• Sonstige Spenden Guthaben des 700.— 9• Schatzmeisters . 105.65 ’t II 982.50• Mit. /

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