Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 7 (15.2.1907)
- Date
- 1907-02-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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4 Seite 72 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 7 nicht, ohn•! vorher sich gentui erkundigt zu haben. Ich bin gern bereit Ober die Verhältnisse in den östlichen Provinzen Auskunft zu erteilen. Schönlanke, den 10. Februar 1907. ’ Rabbiner Dr. Bamberger. ftilfsverein der Deutschen Juden. Ein Mann, namens Leib Weinstein aus Beresovvka, Bezirk Anasjcv, (jouv. Cherson, ist int Sommer v. Js. ausgewandert. Er begab sich nach Rotterä&m, wurde jedoch dort wegen Krankheit zurückgewiesen und nach Krakau zurückgesandt. 111 Krakau ist er jedoch nicht eingetrofien und jede Spur von ihm ist verloren gegangen. Wir wenden uns daher an die Okentlichkeit und bitten jeden, det von dem Verbleib des Leib Weinstein Kenntnis haben sollte, uns giftigst umgehend davon Mitteilung zu machen. Kleine Mitteilungen Berlin. Der atu 2. Februar verstorbene frühere Mitinhaber der Bankfirma Jacquicr & Securius. Herr Sigismund Samuel, hat testamentarisch je eine halbe M i 11 i o n der Stadt Berlin, der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin tun’, der hiesigen jüdischen ü c m e i n d c vermacht. Berlin. In dem Rudolf Mosseschen Erziehungsheim in Wilmersdorf, in dem Kinder aus gebildeten deutschen Familien unentgeltlich erzogen werden, sind zu Ostern wieder einige Platze für sechsjährige jüdische Kinder frei, während die Steilen für christliche Kinder voll besetzt sind. Die Mossesche Anstalt kann also nur noch schwer Judenkinder für ihre allmähliche Ueberfiihrung in den Schoss der alleinseligmachenden Kirchen bekommen. Das ist ein böser Misserfolg der Reform und ihres Liberalismus. Darmstadt. Die Vorstände der Israelitischen Rellglonsgemelndcs zu Mainz, Darmstadt. Giessen und Bingert haben an die 2. Kammer eine Vorstellung gerichtet, in der zu dem Gesetzentwurf über die Verfassung und Verwaltung der israelitisehen Religionsgemeinden verschiedene Abänderungsvorschläge gemacht werden. Im übrigen gibt die Petition der Hoffnung Ausdruck, dass das Gesetz bald zustande komme, das den lsraeliten Hessens die längst ersehnte öesamtvertreturg gew׳ährt und das geeignet sei. den religiösen F'rieden unter den verschiedenen Glaubensrichtungcn der Israeliten zu befestigen. Odssa, 4. Februar. In einigen Bezirken der Stadt kam es gestern zu blutigen Zusarnmenstössen zwischen der jüdischen Selbstverteidigung und bewaffneten Muligans, welche jüdische Läden zu zerstören begannen. Auf beiden Seiten gab cs Verwundte. Die gefangenen Mitglieder der Selbstverteidigung wurden dem Kriegsgerichte übergeben. Odessa. Hier erschienen Proklamationen mit*der Unterschrlft ״W e i s s e G a r d e“, worin den Juden die Schuld an den jüngsten Mordtaten an Polizisten zugeschrieben und Rache gedroht ward. Wilna, 4. Februar. Es erscheinen hier drei Kandidaten für die Duma auf dem Plane, ein Pole, ein Bundist und ein Kadett. Die Kadetten stellten den Rechtsanwalt Grusenbrg als Kandidaten auf. כ m c L Briefkasten der Redaktion C Zephlraner. Uns ist eine Biographie Mathias Achers aus Martin B ubers Feder nicht bekannt. S. In S Bis jetzt erhielten wir keinen Bericht. Rapport. Die Notiz aus Sofia ist begründet . Der Streit zwischen Dr, E. und den bulgarischen Zionisten schein; übrigens schon eine längere Vorgeschichte z uhaben. Geschäftliche Mitteilungen Rund 9 MiUafden Mark waren bei 44 deutschen fibens- Versicherungs-Gesellschaften nach einer statistischen Arbeit der Berliner Börsenzeitung in der Knpüalversichcrung Ende 1905 versichert. Mehr als die Hälfte dieser gewaltigen Summe entfällt auf die 6 grössten der beobachteten 44 Gesellschaften, und zwar aic Aktiengesellschaft Germania in Stettin und Viktoria in Berlin, und die 4 gegenseitigen Anstalten Gotha, Leipzig, Stuttgart und Karlsruhe. Der Gesamtüberschuss des Jahres betrug rund 80 Millionen Mark, wovon 85 %, nämlich 73 Millionen Mark an die Versicherten zur Verteilung von Dividenden überwiesen worden sind. Diese Zahlen beweisen schlagend, wie unsere deutschen guten Lebens versiehe rungs- Gesellschaften im Interesse ihrer Versicherten verwaltet werden. ^£3©l! Pensionat und Privatmittagstisch. BERUH XU 1 סי .i ך רץ ' *t t * ***» ' , /%״״ ׳ ■ ' < i: : ',P ׳; ' ׳■ ::. ׳ ׳ן '_ ו.' '‘ :: ’ : f 1 ^4 kJ. 04— ׳ W.' faA C r t 0 w./ 14 C4 14 f-'A f'-’t; L. J «* i« *I ii ר׳ n C* p( ׳ י; ה נ 1 יי. ר״ י׳ ׳ 1 n \ %..ff;׳.׳ 3 \ f ׳״ ’ tf.,. .׳ י: H i j i ׳ י!;«f *'׳'!־Vf S 'ftSKti i u . 14 y u 11 # i 41 Ci 1! 111 v» u i y ־ו! •J g tl I i k 14 ü U Jth'SBk-k"’ Ung. Stopfgänse .... Pfd. Kätscher fiutleloänse. . . ״ Reine Liesen von Stopfgäns. ״ Hautfett.״ la Gänseschmalz gar. rein . ״ la Schlack und Salami . . ״ (a Schlesische, la Thorner. ״ la Dampfwurst . . Pfd. —,80 u. 1, Fraustädter Würstchen . . Dtz. 1, Wiener 2 ״ . . ״, Max Sch5nwal(I| Berlin S. 4a. Luckauerstr. 16a. -,90 -,95 1,40 90,״ 1,20 1,60• ,1 tCohn’s! jetzt A. C. VJiener*s כשר &ינ01נ£,י₪0י£&־33>□ כשר zum Goldenen Schiff (Kurgarten) und Cafe Central! Langegasse. Logis im Hause. Civile Preise. * I Grosses 2fenstriges Zimmer, für 1 oder 2 Herren; mit guter ritueller Pension; Gartenhaus 1 Treppe, empfiehlt GoIdsceimlCct! Alionaer&tr* II. ךג־^יי .