Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XI (1906)
- Issue
- Heft 49 (7.12.1906)
- Date
- 1906-12-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 49 Seite 734 _ 4. Tae. 1. Bericht über die innere Organisation der russischen Zionisten. Referent: M. Rabbino witsch. 2. Generaldebatte. .. 3. Wahl der Kommission zur A u sa r bc 1 tu n g desOrganlsationsplanes. 5. Tag- 1. Beendigung der Diskussion über Organisationsfragcn. 2. Abstimmung. 3 Wahl der Mitglieder ins russische Zcntralburcau und Zentralkomitee. 4. Bericht über systematische Propaganda. Referent: A. Idclsohn. 5. Diskussion und Abstimmung über Punkt 4. 6. Kulturfragen. Referent: Fialkoxv. 7. Diskussion und Resolutionen.__ j—ן Aus den Ortsgruppen ן— Berlin. Der nächste Diskussfonsabend der J ü־ disch nationalen Frauen Vereinigung findet am Sonnabend, dem 8. Dezember, abends von 9—10 Uhr. m den Räumen des Jüdischen Volksvcreiits. Plrckscnstr. 46, Hof I, statt. Frl. Emmi Cohn wird über ״Territoriali sinus und Zionismus“ sprechen. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Berlin. Die am 15. Dezember in den H o h c n 7. o 11 e r n - sälen, Bande’strassc 35, stattfindende M a k k a b ä e r f e i e r der Z i o n »s t i s c hen Vereinigung wird allem Anschein nach sehr gut besucht sein, da bei dem Komitee fortwährend Anfragen fiber die Feier einlaufcn. Bisher haben bereits Frl. Josephine Kraus von der Komischen Oper, die Violinistin Frl. Elisabeth Lesser und Herr Fritz Richard, Regisseur am Deutschen Theater, ihre Mitwirkung zugesagi. Das Komitee sorgt dafür, dass das Fest recht abwcchslungsreich ausgestaltet wird. Lübeck. Die diesjährige Wintertätigkeit unserer Ortsgruppe bat mit zwei bis jetzt verunstalteten Versammlungen vielversprechend begonnen. In der ersten sehr gut besuchten Ver- Sammlung referierten Herr Dr. Joel, der verehrte ^Präsident unserer Gruppe über die letzten Ereignisse im Zionismus und Herrn Eduard Joel über den Vogclsteinschcu Angriff gegen den Zionismus. In der zweiten Versammlung am 25. November batte der Name N. Sokolow weit über 100 Personen herbeigezogen, die den klaren, hochinteressanten Ausführungen des Redners über: «Der gegenwärtige Zustand der russischen Juden, die Emanzipationsaussichten und der Zionismus“, mit grösstem Interesse folgten. — Da bereits für den Anfang Dezember wiederum eine grössere Versammlung und Makkabäerfeler in Aussicht genommen sind, dürfte das Winter- Semester der Ortsgruppe ein recht reges werden. Hamburg. Am 24. ds. Mts. veranstaltete . unsere Ortsgruppe im grossen Saal des Logenheims eine öffentliche Ver- Sammlung, In der N. Sokolow über das Thema: ״Die Lage der Juden in Russland, die Einanzipationsaussichten und der Zionismus“ sprach. Der Saal konnte kaum die Mcnge^von Besuchern fassen, die den gefeierten Redner und Schriftsteller hören wollten. In seinem fast dreistündigen Vortrag entwirft S. ein lebendiges Bild von der Lage der russischen Juden. Ihnen musste die Revolution als dasjenige Ereignis erscheinen, das bestimmt war, ihre Träume von einer besseren Zukunft zu verwirklichen. Ob die Hoffnung auf eine Emanzipation der Juden In der nächsten Zeit berechtigt ist, darüber lässt sich fetzt mit Bestimmtheit nichts sagen. Es ist anzunchmen, dass die kommende Duma, trotz des zu erwartenden Anwachsens des reaktionären Elementes, wie cs sich Im ..Bund des russischen Volkes“ darstcllt. mit erheblicher Majorität f17r die Gleichberechtigung cintreten wird. E$ bedeutet eine oberflächliehe Auffassung des Zionismus, wölbe man sein Interesse an der Emanzipationsbewegung als im Widerspruch mit seinem Programm auffassen, denn der Zionismus hat auch ein Gegenwartsnroeramm. dessen Hauntinhalr das Wort. V o 1 k s e r h a 1tung“ bildet. Der Zionismus steht aber den Einanzinationshcstrcbuncen mit Vorsicht gegenüber, weil mit der Verkiindüng der Gleichberechtigung noch keine Gewähr für ihre nraktische Durchführung gegeben ist und weil historische Nationen wie die Polen und eine Reihe anderer Faktoren ihren Widerstand geltend machen werden. Zu einer endgültigen Lösung der Judenfraee kann es nur kommen, w*• •n für das *fd׳schc Volk eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte fa T>alastlna geschaffen wird. Die ca. SöOkönfigc Zuhörerschaft folgte bis zuletzt mit ge- «nannter Aufmerksamkeit den geistvollen Ausführungen des Redners und gab ihrer Anerkennung am Schluss der Rede in Beifallsstürmen Ausdruck. Dieser Abend bedeutet für׳ die Ortsgruppe einen grossen moralischen Erfolg. Man sah in der Versammlung hervorragende Vertreter der Hamburger Judenheit, und die gesamte Presse Hamburgs brachte ausführliche Berichte über die Rede Sokolows. B. Köln. Zionistische Vereinigung. Letzten Samstag fand die diesjährige Generalversammlung statt. Herr Dr. Bodenlieimcr, der 10 Jahre Präsident der Ortsgruppe war, gab den Jahresbericht und erklärte 7.:!m Schlüsse, dass cs ihm unmöglich sei, den Vorsitz weiter zu übernehmen. Er sei als Mitglied des grossen A.-K. und als Präsident der Zionistische» Vereinigung für Deutschland so in Anspruch genommen, dass er die Arbeiten der Ortsgruppe nicht mehr bewältigen könne. In Anbetracht der grossen Verdienste des Herrn Dr. Bodenheimer um die hiesige Ortsgruppe, beschloss die Versammlung einstimmig, den bisherigen unermüdlichen Vorsitzenden zum Ehrcnmitglicde und Ehrenpräsidenten zu ernennen. In den Vorstand wurden gewählt die Herren: Ad. Hoffnanti, Julius Berger. Direktor Moritz l.cvy, Elias Dannenberg, Hofmann H. Salomon Linz und M. Goldreich. Im Anschluss an die Wahlen fand eine Aussprache über die zukünftige Tätigkeit der Ortsgruppe statt. Herr Berger entwickelte ein Programm, dass in der Forderung gipfelte, der neue Vorstand möge nicht mehr wie bisher die Vercinstätigkcit ־ auf die Erörterung theoretischer Problem beschränken, sondern möge auch alle nuftauclicmkn Fragen von allgemein jüdischer oder auch nur lokal jüdischer Bedeutung in den Kreis der Vcrcinsdiskussion ziehen. Als erster Schritt auf diesem Wege ist der für nächsten Samstag an gesetzte Diskussions-Abend anzuschcn, dessen Themata ..Konservatives und liberales Judentum“ mit Rücksicht auf die demnächst stattiindeiideu Wahlen zur jüdischen Repräsentanz gewählt worden ist. Filehnc. Die Wintertätigkeit unserer zionistischen Ortsgruppe wurde durch eine am 17. November stattgcliabtc, sehr zahlreiche besuchte Generalversammlung ausgenommen• Vom Vorsitzenden Herrn Alfred Salingcr wurde die Broschüre ״Die jüdische Volksbewegung" verlesen, woran sich eine lebhafte Debatte knüpfte. Es wurde daun beschlossen, Herrn Dr. Jeremias-Posen zu einem Vortrag oder die Jto einzuladen. Der Vortrag fand am 25. November I1;cr statt. Der geschützt:‘ Redner, der vor 8 Jahren den ״ersten“ ־/.ionistischcn Propagandavortrag gehalten batte, gab zunächst einen Überblick über alle wichtigen Ereignisse, die sich seitdem im^Judcntun und im Zionismus abgespielt haben. Fr entwickelte dam insbesondere die Gründe, die die in der Gegenwart territorialen Bestrebungen notwendig machten und beleuchtete namentlich die Mitarbeit der Zionisten daran. Diese Mitarbeit könne geliefert werden, ohne das zionistische Endziel irgendwie aus den Augen zur verlieren. Er schloss mit dem Appell, dass Zionisten und Nicht/iunisten ihre Kräfte vereinteren müssten. An den mit Beifall aufeenornmenen Vortrag rchloss sich eine längere Aussnrache über den Begriff des Nationalismus im Judentum. flalberstadt. Am Mittwoch, dem 21. November, fand eine von der hiesigen Ortsgruppe cinbernfene öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr N. Sokolow aus Warschau fiber das Thema ..Dezentralisation oder Zentralisation des Judentums“ referierte. Redner führte i»1 klaren Worten aus. dass heutzutage eine Zentralisation in Palästina für das Judentum und die Judnihcit unbedingt erstrebenswert sei. Die mcisterhaften Ausführungen des Referenten fanden bei dem zahlreich erschienenen Publikum lebhaiten Beifall An der Diskussion beteiligten sich Dr. Griloski und Kot fi״fffrjed Ooldschr”^*. Letzterer brachte seine religiösen Bedenken 7nm Ausdruck, auf die Herr Sokolow ויי fdier/eueendc״ Worten erwiderte. 6 Be־<<׳ittserkl;irn!:״rn. 22 Mark Nationalfond Königsberg I. Tr. Das M a k k a b a c r f c s t der K ö n י g s. beroer Vereinigung findet וייס Snnnta״. d*jnt \6, d. Mt«, fm Alte••! 9cl׳i׳t1״״׳,T|1«■«' Beginn 7*e Uhr abends. Pro^rsnun! Konzert Tn!!? Büffet Ioh'*nnesh1׳r«» fSflda*r,"kab D״r President (Jos Zion•**•- «׳dien Aktion.sknntitoes. P » v ן d W n H S ח I! n . ist חיי־ N’nvnmhcr eiiKrotreft'r.1» Honte v״rdo bter d«n ־/weit*’!•nuferen? ׳'׳r SMdarril>־nni.srbon 7׳nnir*0M ornffnof ד׳ח Pr".. cMoiO orHfifte!1 ,ן der Tno׳ dos Fri>'d(>ns in Pticsbind so| so *or״ vir* ׳י• und vlos ייי׳זו׳ו׳^ b׳n!otvj ס״יו״י" fnr dm! K'arinnil-FnMd*• i» J0I13!lll״sbuTg itl grOV C־P Masse würden be!ייסייייי/י werden. 7tonts1u1is ln Amerika. Im r d0|!tliohor tr•tt der nachhaltige Frioltr der T:mnr*rc. viffor r^tireskonf^rcnir he''׳or. Fs j«t g«r׳״te7״ erstnnnlfcb. Aio Föllo von Lehen י׳י״י Bewegung imvrViilh d״r Verein7 «׳m beobachten. die im Anschluss an dio K011fercu7 allerorten ppify gegriffen hat Im ganzen l ande findet eine Vers,a»un4nn<r p־*rn dor andern statt und w.1s da« wichtigste jsf (Jor Fn(h1js׳nsn'11s der Gesinnungsgenossen drückt sich überall auch in Zahlen