Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XI (1906)
- Issue
- Heft 33 (17.8.1906)
- Date
- 1906-08-17
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 498 JÜDISCHE Es liegt im Interesse des Gelingens unseres Reisezuges, sowie im Interesse eines Jeden Teilnehmers, uns die Anmeldunget ehestens zckommeu zu lassen, damit svir in der Lage sind, rechtzeitig alle Jenen technischen Verfögungen zu treffen, weiche den Erfolg der Reise, sowie die Bequemlichkeit der Teilnehmer sichern. Spätere Anmeldungen können nur bedingungsweise berücksichtigt werden. Wir ersuchen unsere Gesinnungsgenossen, sowie alle, die sich für diese Reise interessieren, schon Jetzt Propaganda für diese zu machen, da das Zustandekommen des Unternehmens von der Zahl der Anmeldungen abhängt. Nähere Auskünfte werden Jedem, der die ernste Absicht hat. sich der Jüdischen Palästinafahrt anzusehlicssen. •schrittlieh resp. mündlich erteilt. Gesinnungsgenossen! Wir erwarten, dass Ihr Euch an dieser Reise in unsere alte Heimat zahlreich beteiligen werdet. Keine zionistische Organisation soll cs unterlassen, sich durch mindestens einen Delegierten vertreten zu lassen. Jeder Verein soll durch Männer und Frauen aus seiner Mitte hören, was wir vom Heiligen Lande zu erwarten haben. Auf nach Patnstiua! Für den Zionist. Zentralvereln. Wien: .Hof- und (lerichtsadvokat Fabrikant Dr. Isidor M.argulies. Adolf Böhm, Präsident. Schriftführer. . Für das Vorbereitungskomitee: : R Dr. Leopold Mc i s e I. Dr. Hugo B c nedi k t. Dr. Adolf Stern, k. u. Honvedstabsarzt a. D. —ך Aus den Ortsgruppen ן— : Berlin, iin August 1906. Die Verbindungen Im l\. Z. V. (Kartell Zionistischer Vcrbinduugeu) llassnonaca. Berlin und Jordanta, München, geben folgenden Bericht ihrer Tätigkeit im vergangenen Sommer- Semester 1906: Wir* richteten unser Hauptaugenmerk auf die zionistische Durchbildung der Bbr. Wöchentlich fanden zionistische Seminarien statt ,in denen die Bbr. sich über zionistische Fragen aussprachen. Besonders Wurden die Ffixe zu geistiger Arbeit, herangezogen, ihr zionistisches Wissen wurde erweitert und vertieft, sie empfingen mancherlei Anregung und zeigten in kleinen Vorträgen; was sie gelernt hatten. Ausserdem veranstalteten beide;Verbindungen Vortragsabende, zu denen auch Gäste geladen wären. An die Vorträge schloss sich meist eine rege Diskussion an. Es sprachen in Berlin: Bbr. Liebtheim über: Politischer Zionismus und zionistischer Politik. Bbr. Rosenbaum über: Strömungen in der zionistischen' Arbeiter- Schaft. Bbr. Jakobsohn über: Zionismus und Staatsbürgertum. Bbr. Lcvy über*. Pinskers Autoemanzipation. Ferner sprachen im .Palästinakurse, den Herr Dr. Soskin so freundlich war, dem Verein Jüdischer Studenten und der Hasmonaea geineinsam wöchentlich zu erteilen, Bbr. Rosenbaum über: Die autonomen Piovinzen der Türkei und die Bedeutung der Autonomie für den Zionismus. Bbr. Wunderlich über: Hygiene und Krankheiten in Palästina. In München Bbr. Schmuhl über: Gabriel Rlcsser. O. V. O. Tachauer über: Zionismus und Assimilation. Bbr. Kaiser über: Moderne Ghettodichtung. O. V. G. Tachauer Über: Zionismus und Orthodoxie. Bbr. Rosenbusch über: Vorläufer des Zionismus. A. H. h. c. Dr. E. Auerbach über: Das Jüdische Zeremonialgcsetz. Bbr. Schönemann über: Zionismus und Patriotismus. Beide Verbindungen beteiligten sich nach Kräiten an den in Berlin und München befindlichen zionistischen Institutionen; wir arbeiteten in Berlin im Jüdischen Voiksverein und in den Arbeiterkursen, von denen ietzt leider infolge der zahlreichen Ausweisungen nur noch ein Kursus besteht. In München utttejstützten wir die Ortsgruppe, den Verein für Jüdische Statistik und die Jüdische Lesehalle. Beide Verbindungen gehörten mit zu den Einberuferu der Herzl-Gedenkfeiern. In. Erinnerung ist wohl noch der Beschluss des Delegiertentages zu Hannover, die Ortsgruppen zur Unterstützung des K• Z. V, zu veranlassen (besonders durch Angabe von Ad res׳ sen zionistischer Abiturienten und Studenten). . Gleichzeitig mit dem Delegiertentage in Hannover, auf dein vier unserer Bbr. als Delegierte anwesend waren, fand eine Kartellbcsprechung statt, die folgende Beschlüsse fasste: I) Das K. Z. V. und seine Verbindungen betrachten 'sich als Telle der zionistischen Organisation. 2) Für alle Mitglieder RUNDSCHAU __;_N0J3 1; . , ־- י ״ י . . des K. Z. V. wird die Sclbstbcsieucrung für den N.-F. obligatorisch gemacht. Unsere ernste zionistische Tätigkeit hinderte uns aber keineswegs, fröhlich unsere Jugend zu genicssen. Das vergangeiic Semester wird uns immer in froher Erinnerung bleiben. Die Zahl der in Berlin anwesenden Bbr. betrug 22. 13. Aktive und 9 Inaktive. In München waren ebenfalls 22 Bbr., 19 Aktive und 3 Inaktive. t So können wir mit hoher Befriedigung auf das vergpngene Semester zurückblicken. Unsere Hoüiumg. der wir in unserem vorigen Semcstcrbcricht Ausdruck gegeben haben, Hst in Erfüllung gegangen, und wir vertrauen fest, dass auch in Zukunft das .K. Z. V. wachsen, blühen und gedeihen wird. Das Kartell Zionistischer Verbindungen. 1. A.: Die Ferienkommission der Präsidialverbindung im K. Z. V. ״Hasnionaea“. Berlin. Zu schriftlicher oder mündlicher Auskunft sind gern bereit: stud. med. Albert Wunderlich, Berlin. Pcstalozzistrasse 9 I. cand. cam. Ludwig Wassermann. München, Altheimercck 19 I. Esscgg. ״Bar Giora“, Verein Jüdischer Hochschülcr aus den sfldslavischcn Ländern in Wien, ladet zu dem am M. und 15.. August 1. J. in E s 5 c g g Slavonie». im Saale der israel. KuUusgcnicinde stattnndenden zionistischen Kongress der Akademiker und Abiturienten aus den siidslavlschcn Ländern ein. (Adresse für Zuschrift״::: Cand. teclin. G. Ktinetz, Osijek. Slavor.ien, Chavrakgassc.) Tagesordnung: Dienstag, den H. August. 9 Uhr vom!.: 1. Bcgrüssunfisrcde des Präsidenten des ״B ar Oior a“. 2. Wahl des Bureaus. 3. Zionismus. Cand. jur. Alexander Licht 4. Aufgaben und Pflichten der Jüdischen Mittelschüler, Abiturient La v Stern. Nachmittag 4 Uhr: '5. Moderne jüdische K1111 u r. I. Teil, Cand. tcclm. Gustav K 11 n c t z. 6 Die Juden in den siidslavisehcn Ländern, C: nJ. pl.'ll, Otto Go Idstein.• .Mittwoch, den 15.. 10 Uhr Vormittag: 7. Moderne jüdische Kultur, II. Teil, Stud• teclni. Armin S ין i n ־ gar»1. S. Evcntnalia. 9. Beschlüsse. 10. Schlusswort Gödh.g. Am 21. Juli d. J. veranstaltete die akademische Feria! ־ Verbindung ״G a m a I a“ eine Herz! - Trauerfeier, die einen überaus würdigen Verlauf nahm. Herr Rabbiner Dr. Re ach aus Gaj'a hielt von der Kanzel des Gödinger Yca1r~!s herab eine stimmungsvolle Trauerrede, in 'welcher er mit ebensoviel .Geist als Temperament das Wirken llerzls,wün’: 1*.e und ihn unter anderen^ dem weltberühmten IranzütLc'.icn •Meister •Zola an die Seite stellte, der sein durch keinerlei Rücksicht irrezumachendes ״Ich klage an" in die Welt donnerte, während Herz! mit seltenstem Freimut und unter Hintansetzung aller Rücksichten vor den gekrönten Häuptern sein ״Ich fordere" aussprach. Die von Herrn Oberkantor Ü r ü n w a I d cinstudicrten Trauergesänge wurden . ausgezeichnet vor£Ctragen. Sichtlich bewegt und ergriffen veriiess die zahlreiche Trauergemeinde das Gotteshaus. ה f ר־ח י״׳י■ ** 0 J ז״«6י *»11 j y w** C*• w At'ästjrig vc Wir bitten unsere verehrten Parteigenossen ihre Glückwünsche zum Neujahrsfeste durch Spenden für den Nationalfond abzulösen. Die Namen der Spender und die Spenden werden wie־üblich in der JUEDISCHEN RUNDSCHAU veröffentlicht werden. Die Ortsgruppe Hamburg-Altona hat im vergangenen Jahre ihren Mitgliedern praktisch abgefasste Aufforderungsschreiben mit Quittungsformularen'2 ׳:ugesandt. Probeformulare stehen den' Ortsgruppen, soweit der Vorrat reicht, zur Verfügung. ';. Zionfati .9 VQrelrtiQnng für Deutschland . \ ' , 1••* .• : . * I. •יי.