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Jüdische Rundschau · 1905-09-01 · Heft 35 (1.9.1905) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 35 (1.9.1905)
Date
1905-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 4*8 / __JÜD.ISCHE RUNDSCHAU No. 35 Komission für die Jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem .ועד לבית אוצר הספרים הלאומי בירשלם .y " Der VH. Zionistenkongress beschloss einstimmig, eine Nationalbibiiothek zu gründen und Herr Dr. Joseph C h a s a n 0 nv i c z willigte ein, seine bereits dort beiindlichen Sammlungen nebst Grundstück und Gebäude diesem Zwecke zu überweisen. 4000 Franken jährlich bewilligte der Kongress für laufende Ausgaben. Indent wir die vorbereitenden Arbeiten für die Nationalbibliothek beginnen, beabsichtigen wir, B i b I i o ־ thekarc, Bibliographen. Gelehrte. Journalistcn und alle Freunde jüdischer Literatur und allgemeinen Wissens ein* zuladen, uns bei unserem schwierigen Kulturwerke heiiend zur Seite zu stehen. Wir beabsichtigen, in erster Reihe in den grösseren Stäklten aller Länder Sanimclstellen für jüdische und allgemeine Literatur zu schaffen und zugleich Sammlungen, die der Erhaltung der Bibliothek dienen, zu eröffnen. Wir erwarten, dass alle jüdischen Autoren. Drucker und Verleger der Nationalbibiiothek Ehrenpflichtexeinplare von allen Druckerzeugnissen überweisen werden. Die Namen der Spender werden als Exlibris in jedes Werk vorne vermerkt und ausserdem in den regcl- | massig erseheinenden Bulletins ausgewiesen j werden. v1 ׳ Es ist nicht nötig, auf die grosse und ungeheure Kulturbcdeutung dieses Werkes hinzuwciscti. Es gilt einen Schatz zu schaffen für G e i s t u n d Wissen auf diesem Punkte, von wo es •gIeiche r\vcise in den 0r 1 en t wie in den Okzident reiche Ati reg ungen für Kul* t u r und Jude nt u tu g e b en w i r d. Prof. Dr. Otto Warbure־Berlin W. Uhlandstrasse 175. Dr. S. Soskin-Berlin W. 50 . Piatzburgerstrasse St. Dr. Franz Oppenheimer-Berlin . Kalscrallee 172. Hermann Rosenthal -New York Public Library New York. ‘ Dr. Heinrich Loewe - Berlin NW. 52 * Mclanchtonstrasse 4. I Kleine Mitteilungen »Hoch klingt das Lied vom braven Mann*•. Der Rabbinatsknndidat Dr. Julius Cohen in Bcrln. Sebastianstrasse 21. und der Obertertianer Karl Glaser in Chartottenburg. Lutberstrassc 52. haben am 29. Juli v. J. den Studenten der Medizin Georg Fischer aus Charlottenburg und am II. August v. J. den Rabhinatskandidaten Theodor Pelz aus Berlin vom Tode des I! r t r; :1 k e n s gerettet. Der Regierungspräsident von Potsdam bringt diese Taten lobend zur öffentlichen Kenntnis. Ein Jubiläum. Wir haben oft wenig Veranlassung, auf ur.scre jüdischen Bankhäuser in unserr» Sinne stolz zu sein. Da macht eine erfreuliche Ausnahme eine der vornehmste« Berliner Privatfirmen, das Bankhaus Meyer - C o 11 n. das mit den! heutigen Tage die Feier des fünfzigjährigen Be- Stehens begeht. Die Firma wurde 1855 von dem im Jahre 1 SOI verstorbenen Geheimen Kommerz'enrat Meyer Cohn hegründet. •Von kleinen Anfängen ausgehend, hat die Firma im Laufe der Jahre immer mehr an Bedeutung gewonnen und sich einen vorzüglichen Ruf nicht nur im Inlatide. sondern auch ausserhalb Deutschlands erworben, ln erster Reihe hat sich die Finita der Pflege des regulären Bankgeschäfts zugewendet. Von erheblichem Umfange ist ihre Tätigkeit im Börsenkcsnnniss\msgeschäft für Rechnung einer weit ausgebreiteten Klientel, die sich namentlich aus begüterten aristokratischen Kre sei! rekrutiert. Die fetzigen Inhaber des Bankhauses sind d e Herren Emil Heymann. ein Schwager des Begründers der F:rn!a. und Herr Justizrat Dr. Heinrich Mcycr-Cohn. dessen Sohn. Der andere Sühn des Begründers, der bekannte Müecu Alexander Mcver-Cohu starb leider im vorigen Jahre im besten Mannesalter. Das Bankhaus Mcvcr-Colm gehört zu den wenigen grossen Firmen, die ihre Pflicht dem Judentum gegenüber auch stets ernst genommen haben. W r erinnern nur an ihre Tätigkeit gegenüber dem K'schincwcr Unglück. Der Natne Heinrich Mever-Cohn ist allen wohl vertraut die sich um indische Angdegenheitcti kümmern. Die Familie Heytr.ann die aufs icu’igste mit der Familie Mever-Colm zusatnmengehört darf an dem Jubiläumstage der Firma auch in diesem Sinne nicht mit Stillschweigen übergangen werden. Auch wir schliessen uns den zahlreichen Glückwünschen am heutigen Tage an. —. ~. ־־־.׳־־> *a 1 : ~ Briefkasten der Redaktion -ד...דד...1 דש דר־... ....* P. L. in Darmstadt. J. M. in Laslau. Inrc Karte, die eine geschäftliche Angelegenheit enthält, geben wir der E x p c d i t i o n . Auguststr. 49 a, weiter. F. K. Nein! Die Erklärung gegen die RUNDSCHAU, die in vor׳ ger Nummer von uns abgedruckt ist. war nicht aus Basel, sondern aus Wiesbaden datiert. Das war kein Druckfehler in der RUNDSCHAU. Leider haben wir ja deren noch inurer viel zu viel. Aber Sie müssen uns^ die Druckerei als force majeure entschuldigend anrechnen. Zionsgruss. C G. in Hildeshe’m. Das ist u'cht der Gegenstand einer Briefkastennotiz, sondern eines Inserates. Wenden Sie sie;; deswegen geil, an die Expedition. St. in St—bg—. Seit Sonntag ist Dr. H. Lne wc \v:eder von der Reise zurück. Sic wenden sich also jetzt wohl am besten direkt an ihn. Ain B—-M—G. Die 126 (?) Teilnehmer des Antikongrosses iin Cafe Spitz waren zum grössten Tc •״ nicht Delegierte des Zionistenkongresses. De angeblichen?ב Syrkinschen Zionisten-Sozialistem in deren Namen er die von Ihnen zitierte Erklärung abgab. waren nach der Karte!1.- kontrollc auf li zusarnmecgeschnnnpft. Der einzige, der versuchte, oltne Karte Einlass an d'esem Kontrolliuge dt!! Kongresssaal zu finden, war Herr Naeiuim Syrk!n. Er ׳st übrigens nicht Doktor. L. in B. Jawohl! Unser Dr. Bodenlieimer beiiu.'et sich infolge eines Unfalles in ärztlicher Behandlung. Dadurch erklärt sich 'die Verzögerung einiger Korrespondenzen. Wir wünschen ihm baNFge völlige Wiederherstellung. LVarigens irren Sic sich: Das Telegramm an S. M. den Ueutsrhen Kaiser und das Antworttclcgramm sind nicht :11 der BASELER KORRESPONDENZ und nicht in der WELT, sondern eben in der JUEDISCHEN RUNDSCHAU gedruckt, in der Sie sie vermissten. Wally Caspary Er. Er.il Sitr.onson Berlin, Neue Könlgstr. 4. Schöneberg, GustavFreitegstr.2. Verlobte. Im August 1905. ן W. - ....—.....- ־ 1W « : [2 ג״יv•’י,.,*׳; n>־'■:,;״s;-. 1 כשר כשי Restaurant Kirsch Hamburg, Grosse Bleichen 37. Tel. 1, 3614. Unter Aufsicht des Ham* burger Oberrabinats. ti V2 v־-; i-t { V, ׳ «K.* * i Haases guter ],.iltaptisdi H33SGS rituelle pens'ton fir.tla111Ijur3arslr.37 Ä ־-► W C V4׳ tf Ö ssv tt st;»»<■» |0 0-י;.'0 ־ון*;ל;0י20$ין כשר

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