Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 24 (16.6.1905)
- Date
- 1905-06-16
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 288 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 24 Briefkasten der. Nationalfondverwaltung | Well, Freibarg. Wir bitten wegen der beiden reklamierten Oelb&ume um Entschuldigung; dieselben sind durch ein Versehen des Setzers ausgelassen worden; dass solche in dem Manuskript verzeichnet waren, können Sie schon daraus ersehen, dass bei der Addition 2 Bäume und die entsprechende Summe mehr verrechnet sind._ Briefkasten der Redaktion כ M. W. In Berlin NW. Das ausführlichste Werk über die Karäer ist: Fürst, J u 1 i u s : Geschichte des Karäertums. Leipzig: Oskar Lelncr 1856—69. Jedoch ist das Werk durchaus mit Vorsicht zu geniessen, da Fürst sich durch die Riesenfftlschungen eines Firkowitsch leider hat täuschen lassen. Hierüber ist die kleine Schrift von Harka vy und Strack recht instruktiv. Zionsgruss. A. R. in B. Dass der־ getaufte Jude Conrad A1 b c r t i (sprich: Sittenfeld) einen anständigen Journalisten, der sich redlich seiner Haut wehrt, in so kleinlich-gehässiger Weise verächtlich zu machen sucht, braucht Sic doch nicht weiter Wunder zu nehmen: ist das doch derselbe Conrad Alberti, der in der Redaktion der MORGENPOST sass. als dort vor anderthalb Jahren ein Herr C. A., der nicht einmal seinen Namen zu nennen wagte, in der schamlosesten Weise N o r d a u verleumdet hat. Der Mann bleibt sich und seiner getauften Überzeugung nur treu, wenn er so )als echter ״Mauschel“ durch das Leben schreitet. — Schade nur, dass cs kein Mittel gibt, solche Renegaten zu zwingen, immer hinter dem Namen in Parenthese ״christlich getauft“ zu bemerken. Auf diese Weise bliebe die Judcnhcit wenigstens davor bewahrt, dass ihr solche Elemente fortdauernd au die Rockschösse geheftet werden. Geschäftliche Mitteilungen Ein grosses Seromcrfest, verbunden mit Ball. Kinderbetustrgung etc. und grossem O a r t e 11 - K o 11 z e r t findet am Sonntag, d e n IS. Juni, in Dräscls Festsälen und Garten-Etablissement statt, aui das wir unsere Leser aufmerksam machen. Näheres siehe Inserat in heutiger Nummer. fr Der seit länger als 200 Jahren bestehende, der Oberaufsicht des GcmcindeA'orslandes unterworfene Verein: ,Scbomtci* labokev wrwssc^aw zur Unterstützung artner Leidtragender beruht auf einen Fundanientdlgrundsatz des Judentums, der mit Bruderliebe gepaarten W ohltätigkeit. .. .. .... . Trotz alles Wandels der Zeiten, trotz aller nationalen und sozialen AcaJerungen in Staat und Recht ragt dieser \erem m ungeschmälertem Ansehen hervor, hat er sich durch sein Streben, Barmherzigkeit zu üben, die Trauernden zu trösten und be; fremdem Leid teilnahmsvoll zu hellen, durch die Jahrhundert Jjcvvährt.^ Rcihc von Dccennicn so schien, als ob auch diese dem Judentum zur Ehre gereichende Institution in Vergessenheit geraten könnte, da ein grosser Teil der Mitglieder unserer Gemeinde von seiner Existenz kaum eine Ahnung haue, so genügte doch cm vor wenigen Jahren erlassener Ruf an sie unter Hinweis auf die bekannte, bedeutsame und erhebende VKurdi^ung der Ziele unseres \ ere*ns durch een dahinccsctucdcncn Pro* fessor Dr. Lazarus, um ihm neue Kraft und neues Leben zuzuführen. Wenn unser Verein für würdig befunden worden ist in diesen! monumentalen Werk von Lazarus eine solche Statte zu finden, so wird cs keiner weiteren Begründung bedürfen, dass er auf einer allgcine.ngultigen humanen Tendenz beruht, ־ ־■׳.1' noch so divergierenden Anschauungen huldigen. Denn die Quelle, segensreich, dass sich Jeder begliicst füllten müsste, ihr Nanrung r Empfänger soll nicht wissen, von wem er emof.ir..׳;־.* (Baba bat׳a!Ob.) Ein zur Förderung eines so schönen Zweckes gegründeter Verein muss nicht nur scincirMitg.iedern Enthusiasmus einflussc:!. sondern sich auch die Sympathien aller derer erwerben, die den Wunsch hegen nach Förderung der Humanität und der!*:lege der höheren und edleren Instinkte der menschliehen Natur, welche jede träge Gleichgültigkeit gegen das Wohl der Mitmenschen und jede eigensüchtige Abschlicssung von de״ zur Wohltätigkeit und zur Veredelung der Menschen geschaffenen Einrichtungen der *Seilschaft verbietet. . . Eine solche Einrichtung ist hier gegeben Sie tss noch immer einem Teile von Mitgliedern unserer Gemeinde unbekannt sein; sonst wäre cs unbegreiflich, wie trotz allen Ruhmes der Etnik des Judc..«״ms so Viele mit ihrer Gabe zurückhalten. Wenn auch jener erste Ruf nicht wirkungslos vorhallt ist, so reichen doch die Mittel nicht aus, der Not und dem Elend zu steuern. Deshalb treten wir erneut mit der dringenden und herzlichen Dittc hervor, uns zur Stutze der Leidtragenden dauernd zu helfen. Denn die Not stirbt leider nicht aus, und sie wächst mit dem Wachstum un-erer Gemeinde. Möge daher unser Appell Ihr Herz treffen und Sic bestimmen, der unsere zu werden. Der des Vereins ״Sdiomer labolter umlsdian aweilnv Samuel Colin Rendant Klosterstr. 25. a. Weinberg Vorsitzender Wasserthorstr. 50. Justizrat Jgnatz Holz.!fax Llehtonatoln. zur llnfersfüfzung armer Leidfragender. Martin Fornbach Schriftführer Lutherstr. ג Emil Pincua. Moritz Hirsch. Zionisten! Sammelt für den National=Fond Zigarrenabschnitte, Chokoladenstaniol, Flaschen* kapseln, Llebigand Stollwerkbilder, Briefmarken (auch alle deutschen!) Abzuliefern an die Sammelstellen der Ortspruppcn oder an die Zentralsammelstelle in Lübeck, Frau Dr. Margarete Joel, Beckergrube 58. 7nt*rc&tional<8 ' 1 '• | II U ii 1580 m ü. M. Streng כשר bas ganze 1n:j? gcsttcct. fehweiz Davos-Dorf ,Sl Cuftßuropf für Cungea&ranke, Rsf&ma- und ncmnlcl&nfle. Haus I. Ranges ln wundervoll. Lage, unt. weit. RQcksIchtnahma auf Hygiene mit all. Komfort d. Neuzeit ausgestattet. Niederdruck* dampfheizg., elcktr. Licht, Personenaufzug, grosse Vestibüle u. Gesellschaftssäle, geraum., sonn. Terrass. für die Liegekur. Pensionspreis für vollständ. Verpflegung, ärztliche Behänd!., Bäder, Doucn., Abreibgn., Licht, Heizg. u. Bedieng. UFrcs. p.Tag״ Zimmer je nach Lage u. Ausstatlg. 1,50 bis 8,50 Frcs. p. Tag. Laltende Aerzte: Dr. med. P. Hunibert und Dr. med. B. Tschlenoff, Privatdozent für phyc Thcr. a. d. üniv. Bern. 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