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Jüdische Rundschau · 1904-09-23 · Heft 38-39 (23.9.1904) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 38-39 (23.9.1904)
Date
1904-09-23
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 411. No. 38/39. Und nun, mcino geehrte Herren, schliesse ich in der Hoffnung, *dass Sie nach wie vor in dem Interesse unseres Institutes mitarbe.ten und mithclfcn werden, wie ich im Namen 'desDlrektbriniKS und für’ mich selbst mit allen Kräften •zu streben verspreche.” . . 1.. Während der Rede waren Bilanz und Bericht der Revisoren'zur. Verlesung gekomlen. , . Der Präsident eröffnet hierauf die Diskussion über den vorgenannten Bericht. ׳.Herr York-Stcincr bittet, folgende Erklärung zu Protokoll;zu nehmen: . , Jede ernste Kritik muss den Zweck verfolgen, die ge- .rügten Ucbefstüide zu ändern oder die kritis.ertcn Personen zu entfernen. Ich enthalte mch daher heute Jeder Besprechung dieses Berichtes aus folgenden Gründen: Alle anderen General- Versammlungen von■ Aktiengesellschaften beschüessen souverän ,über ihre Angelegenheiten. Alle Vollmachten fallen an sie zu- ז rück und sie ist Herrin der Direktion und des Aufsichtsrates. Bei uns behält der Aufsiclitsrat senc Macht, und die Aktionäre können ihre Gravamina nur seiner Entscheidung anhcimstellcn. Da mwj durch den Hingang unseres Führers der Aufs'chtsrat nicht vollständig ist und die Herren wichtige Acnderungcn nicht vornehmen würden so verschiebe cli die Kritik, soweit sie d.c Bank als nationales Institut betrifft, auf den Kongress, an den alle Rechte und Voll nachten zurtickfalleti, und meine sachlichen, bankmässigen Bedenken auf jene üencralversammlung, die nach der Neukonstituierung des Aufsichtsrates stattfinden wird. Diese Erklärung bitte ich dein Protokoll einzuverleiben." Nach einer Debatte; besonders über die russischen *Wechselgeschälte der Bank wird auf Antrag des Herrn Pr. Bodenheimcr, unterstütz von Herrn Professor Gottheil, der Bericht des Direktoriums und auch die Jahresbilanz für 1903 m't dan Berichte der vereidigten Bücherrevisoren (eine Gerenstimme) angenommen. Die Versammlung beschliesst einstimmig: ״Bür das Gc-. schuf tsjuhr 1903 ist keine Dividende zu •zahlen." Herr B n rbasch wird von der Versammlung als Dircktor wiederg׳; wählt. Der Präsident berichtet, dass Herr Jakob Moser I. P. vom Direktorium zurückgetreten sei. Auf Antrag ‘des Direktoriums wird Herr J. H. Kanu (Haag) per Akk'mnatimi zum Direktor der Company gewählt. d•: V. Das Direktorium beantragt folgende Re: okii'on: trens ,enen u von der vorjährigen’ Gcr,eralvcrr1:..־!m!u:!g ausgespr׳ imsrhes, StatuteuänderitHget! vorzanekmer., wird das Dircktor׳;;!!! beauftragt, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen :d dem. Aufsichtsrate Bericht zu crPuUen.” Ferner besckllcsst die Vcrsanurkerg einstimnrg: ״Die verc:.';.L:n Biicl'.errevisoren, Herren Jackson Pixlcy, Browning, Husey C\ C o.. werden zu Biicl'.errevisoren der Konferenz für das Jahr 190-1 mit einer Remuneration .von ICO Pid. Sterl. gewählt. , .. 1־ss der Versammlung 12 Uhr 20 Minuten. Sc. Mitteilungen vom Zentralbüro —... der Zionistischen Vereinigung _ . für Deutschland. Die Sonderausgabe der ״Jüdischen Rundschau“ zum Andenken an unseren Theodor Herz! ist soeben er- •-schienen und bildet in ihrer Gesamtheit ein schönes Andenken an unser!! grossen Toten. Die Ortsgruppen er- . halten inihr gleichzeitig ein vorzügliches Agitation?־ Werkzeug. Ausser den Aufrufen des Aktionskomitees und des Zentralkomitees der Zionistischen Vereinigung für Deutschland enthält die Sonderausgabe die Selbst- ׳biographie Herzls aus dem Jewish Chroniclc vom Jahre 1898■ ׳. Es folgen die Abdrücke der meisten Artikel der ״Jüdischen Rundschau" aus den ersten Wochen nach Herzls Heimgang aus der Feder von Heinrich Loewc, Elias Auerbach, Adolf Friedemann und Israel Auerbach. . Ausser den markantesten Tratierkundgcbungen und Saltcns Artikel ״Herzl als Künstler" finden wir von Richard Loewe einen Nachruf .,Herz!, der Märchenfiirst",; woran sich die bekannte Kundgebung von Herzls Witwe und eine, sorgfältige Auswahl aus Herzls eigenen Schriften .anschlicssen. Ein bisher unbekannter Brief Herzls an;. den ״Jund-Isr.iel" aas der ersten Zeit seiner Tätigkeit ־' gibt der •Sammlung noch einen besonderen Wert. Ein | weiterer Artikel Friedemanns und eine ausführlichere ■ Arbeit ״Hcrzl und der Zionismus“ geben dem ganzen die notwendige Abrundung. Einige vorzüglich gelungene Bilder geben dem 61־ Textsciten grossen Gedcnkbüchlem mehr'Leben'"■ Die* geschickte ‘Zusammenstellung; der Sonderausgabe hat cs ermöglicht, auf vu’uiUhisr.'ässig engem Raume ein Bild von Theodor Hcrzl und seinem Wirken, sowie über die Zeit nach seinem Tode ms heute zu geben. ׳ i Bestellungen für die Sonderausgabe sind an die ״Expedition“ oder an das Zentralbüro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W.. Friedrich- Strasse 5S zu richten. Die Nummer ist. um ihr eine mögliehst grosse Verbreitung zu sichern, zu dem minimalen Preise von 30 Pfennigen zu beziehen. j Königsberg. Demnächst soll eine neue Broschüre: ״Urteile hervorragender N i c h t j ud e n ii b e r d c n Zionismus" erscheinen. Die Broschüre wird 6 Oktavbogen stark und angemessen ausgestattet sein und bei einer Auflage von .5000 Exemplaren, dürfte sie 20—30 Pi. kosten. Dieser Preis müsste sich bei;einer kleineren Auflage bis auf 50 Pi. erhöhen. Iniolge dessen bittet die Ortsgruppe Königsberg um Vorausbcstellungen zu Händen des Herrn R e c h t s a n w a 11; D r. Jacobi II, Königsberg;, Kneip 14 ö f sehe L a n g g a s s e 53. ־ Die Hälfte des Reingewinnes soll dem Nationalfond zuiliessen . י Aus der ßeweguijg. Auf eine Depesche an den König von Italien mit folgendem Inhalt: Namens der Zionistischen Vereinigung für Deutschland sende ich E\v. Mafvst it die aufrichtigsten Glückwünsche zu der Gekurt des ״Prinz/n von Piemont". Möge derselbe nach dem Beispiel seines erlauchten ,Giesel:!echte> ein Hort des Friedens und der Me:: :!lüehkcit erch.-p. Das Zentralkomitee. Rechtsanwalt Dr.-Bodenhelmer, Vorsitzender, ist folgende Antwort cjngclnufcn: . . Herrn Dr. Bodenhelmer, Köln. Cabinet des König in RacconigS. Mein erlauchter.Souverain der König hat mich beauftragt der Zionistischen Vereinigung für Deutschland herzlichst zu danken für die freundlichen Glückwünsche, welche Sie bei dem gegenwärtigen freudigen Anlass an Höchstdenselben gerichtet hat. . Der Minister: Pongioväglia. Das Original lautet: Service royal de Racconig6. Je vc mio augusto sovranö incaricatni vingrayia rie cordiaiment associazionc sionistica germana der felicitazionl gentili gradite vivoltegli nell attuale lieta eccasione.. Ministro Ponglovaglia. Scltöncberg. Beim בזכיר am Jom Kippör-Gottesdicnst des Schönebergcr Religionsvcreins in der Lottostrasse nannte Rabbiner Dr. Frankfurter auch Dr. H e r z 1. Ausserdem wurde auf Anordnung des Vorstandes besonders אל בלא רהבים für Hcrzl in feierlicher Form vom Kantor gesungen. Rundschau. Iu der ihm eigenen drolligen Form wusste kürzlich Gregor in der ״Berliner Zeitung" über ein besonderes Beispiel bürgerlieber Gleichheit zu berichten, dass wir cs uns nicht versagen können, unsern Lesern das kle ne Intemezzo in extenso wieder* zugeben: ״Denn jede Schuld rächt sich auf Erden. Es ist leider nicht abzulcugiicii, wenn auch nicht deänitiv bewiesen werden kann (aber man nimmt allgemein an, dass es sich so verhält),

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