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Jüdische Rundschau · 1904-01-15 · Heft 3 (15.1.1904) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 3 (15.1.1904)
Date
1904-01-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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ך׳'־׳' '^v״rv ׳ 1 ן Abonnementspreis (Zusendung inbegriffen) Vierteljährlich 2 I. durch dlo Expedition. 0) in Berlin SX. b) nach auswärts M I,— c) für das Ausland M. 1.50. t. Im Postabonnement M 5י,ו 8. bei Sammelbezug durch die Ortsgruppe •M. — /*>. Inserate die viergespaltene Pcti'./ei’; ZS Inso rat onbei Inner 15 M k k \ \ k No. 3. & Organ der ‘i.r TN <5 f ף *I <5 <*»?43 ו*־׳ז ס $ י?״ eri ü ö a ti £?1 o •w4 ® Berlin, 15. Januar 1204. 27. Te&eth 5634. f i k I ו Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: üerlag 3üdtsd!2 Rundschau, E. G. m. b. M. Berlin n 54, Huguslsfras« flr. 49׳ . Sprechstunden: v. 4—5 Uh/ nachmittags. Redaktion: Dr. Hclr.fidt hoc ׳*•<*, Berlin HW. 40. üchrtcrsfrasse 14 15. Ur.vrrler.sjta Hlan.:*,k;ipt.: werden nicht :urüd־etf;cndt. IX. Jaliruaiw. Brief an die Redaktion! Alle, die sich mit dem Leben in Palästina mehr oder minder befasst haben, sind darüber einig, dass die Ko- Ionisation Palästinas unter anderem auch der nationaljüdischen Schule einen grossen Dienst erwiesen hat. Kaum liess sieh irgendwo in Palästina das Lied des jüdischen fdauern vernehmen, so entstand schon an der* selben Stelle eine Schule: die hebräische Sprache übernahm es. die geistige Saat uuszustreuen. Wie in Feldern und Weinbergen der erstorbene Sand- und Felsboden auflebte, so erstand die von vielen längst totgesagte Bibelsprache in denSchtilen zu neuem Leben: und genau so, wie der verlassene Bpden Palästinas zeigte, dass er nceh imstande ist, seine Bauern zu ernähren, so bew ies auch die vergessene Sprache der Bibel, dass sie nichts von ihrer Kraft verloren hat. dem heranw aclisenden Geschlechte geistige Nahrung zu gewähren. ״Wan muss in in den Schulen der palästinischen Kolonieen gew esen sein und die fliessende, eigenartig schön klingende hebräische .Sprache dort angehört haben, man muss sehen, mit welchem Erfolge hier der Unterricht in der Bibelsprache erteilt w ird, in jüdischen und nicht minder in allgemeinen Lehrfächern, und selbst in solchen Gegenständen wie Naturkunde, um das grosse Verdienst der durch die Palästina-Bewegung ins Leben gerufenen Palästina- Schule, um die Anwendung der hebräischen Sprache zu ernsten, erzieherischen Zwecken zu würdigen. Die Kinder der rumänischen Auswanderer in R‘*sch-Piuäh und Sichron-.laäköb, die Kinder der russich-iüdisclien Siedler in Riscliön-l’Zi•'•!! und Gcdöa (Katra). die der bulgarischen Juden in Arm! - alle lernen, sprechen und denken in einer und derselben Mundart in unserer nationalen hebräischen Sprache. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache .dass die jüdische Schule in Palästina mit Erfolg dahin zielt, in derselben Reihe mit dem Bestreiten, die hebräische Sprache-zur Umgangssprache zu machen, auch den Kindern rationellen Unterricht und Erziehung angedeihen zu lassen, welche für viele Schulen des kulturellen Europa der Gegenstand frommer Wünsche ist. So nahm die erste Konferenz der jiidisehen Lehrer Palästinas, welche unlängst in Sichren- Jaükob auf initiative der Delegierten der ..Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer Landarbeiter u.td Hand• werker in Syrien und Palästina“ stattfand, eine Resolution an, wonach die physische Erziehung in den Schulen eine spielen solle wie die geistige. NatüHich vi 1 U nagende Anzahl von Muster Schulen, wie die des galigleiche Ro! fehlt in Palästina nnc: lehren!.• aber <01c kuschen Fclsennestes ..Wetüla׳־. wo noch unlängst ein talentvoller Lehrer ins: Verständnis und Liebe seine’־ Sache gew altet..eine sulche Schule, w ie die von ״R«'»schl’iimöli". welche von demselben hocliuileiitieneii idealen Pädagogen, auf de!! ganz Palästina mit Recht stolz ist, gegründet wurde.und ähnliche Lichtpunkte legen Zeugnis davon ab. dass in Palästina der ideale Lehrer schon geboren ist, der die ganze Grösse seiner Aufgabe hegreifen und :!ich imstande sein wird, sie auszuführen. .' Aber in ihrer Arbeit für die grosse Nationalidee und ihrem Bemühen, den! pädagogischen Ideal so nahe als.! möglich zu komme;;, ist die hebräische Schule in Pa-' ' lästina in schwerer ätisseriiclier Bedrängnis. Spezielle 1 Schulräume gibt es noch lange‘nicht iibc-all. ein nur I cinigcrmasscn zufriedenstellendes Sclmlmobiiiar besitzt! nicht einmal die Jaffaer Schule, und Lehrmittel zum An-; schauungstinterricht nach den neueren Musfern gibt es י nirgend׳־. Vielfach fehlen sogar die •Mittel, den Zog- ' lingen ein Bild von der Nam״ der Heimat zu gelten. Von . der• ..Zauberlampe’*, die so viel Leben in die Schule der Gegenwart bringt, haben die palästinischen Zöglinge > keinen Begriff. Nirgends gibt cs entsprechende Schul- ' bibiiotheken. obwohl die Kinderlittcrartir gerade in der .hebräischen Sprache in den iet.ren Jahren grosse FV־׳t- ' schritt»* gentacht hat. Das Odess 1er Komitee der ״Gesellschaft zur Unter- Stützung jüdischer Landarbeiter und . Handw erker in Syrien und Palästina“ hüb es für seine Pflicht, mit allen .Mitteln die junge Selmie in Palästina zu mit» rstützen. Es gründete daher in! Jahre 1902 einen spe?.:e\en Schulfend unter dem Namen ״Dr. Pinsker“. Ausserdem setzte es vo.׳ kurzem eine besondere Schulkommission mit genau bestimmtemPfliclitcnkreis a»׳s seiner Mitte ein. Zu unserem grössten Bedauern stein aber diese Schulkonimission ihrer Aufgabe hilflos gegenüber. Einerseits siebt sie die immer wachsende Not der Palästina-Schule und anderseits die Gleichgiltigkeit der ״דזבב' צ״ץ״ So hat sich die Schulkommission die Aufgaben gestellt: ein zentrales pädagogisches Schulmuseum zu gründen, kleine, aber sachgeniassc Sdmlbibliotheken zu orgamsiereii. gute geographische Karten in die Schulen einzuh'ihren, und'andere notwendige Lehrmittel, so auch eine Kollektion von Mitteln zum. Anschauungsunterricht

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