Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1931) (Neue Folge
- Issue
- Heft 6 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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liehe neue Eingemeindungen von Orten vorgenommen wurden, in welchen die jüdische Bevölkerung, wenn überhaupt, so nur sehr geringfügig vertreten war. Auch in den nachfolgenden Jahren bleiben solche Eingemeindungen nicht aus. Diese administrative Maßnahme hatte zur Folge den mechanischen Rückgang des relativen Anteils der jüdischen Bevölkerung von 35% im Durchschnitt der Jahre 1850-80 auf nur 25,5 % im Jahre 1928. Die natürliche Bewegung der Krakauer Bevölkerung läßt sich beurteilen aus den Angaben für die Periode 1885—1928, für welche das Tabellenmaterial des Statistischen Amtes genaue Daten für die einzelnen Jahre über Eheschließungen, Geburten und Todesfälle für die jüdische und nicht jüdische Bevölkerung getrennt liefert. Bei der Berechnung der Quotienten setzen wir die Durchschnittswerte der Relata aus drei Jahren, dem Zählungsjahr und den beiden benachbarten Jahren, in Berechnung zur Bevölkerungsstärke im Zählungsjähr. Auf diese Weise haben wir eine Reihe gefunden, die folgendermaßen lautet: Ehesdhliess. Lebendgeburt e 1 Todesfälle J. N.-J- J. N.-J. J. N.-J. 1889—1891 ......... 6,8 10,9 57,7 58,0 25,4 42,3 1899—1901 ......... 6,2 10,6 35,4 59,4 20,0 58,8 1909—1911 ......... 9,0 8,2 27,0 25,4 15,5 25,8 1920—1922 ......... 8,5 12,4 24,5 26,1 15,5 29,7 1927—1928 ......... 8,7 10,4 20,6 20,7 15,4 20,5 Bei der Interpretation dieser Entwicklungskurve stößt man zunächst auf einige Unklarheiten. Unverständlich erscheint vor allem die Entwicklung der Geburtenziffer im Zeitraum 1901—1911. Der Rückgang auf der jüdischen Seite (von 55,4 auf 27,0) erweckt keine Bedenken, dagegen erscheint die viel stärkere Senkung auf der nichtjüdischen Seite (von 59,4 auf 25,4) sehr fragwürdig. Unwahrscheinlich ist auch der bedeutend stärkere Rückgang der Sterblichkeit der nichtjüdischen Bevölkerung im Vergleich mit der jüdischen in derselben Zeitspanne. Die Vermutung liegt nahe, daß die Zahlen der natürlichen Bewegung, im Gegensatz zu den Angaben über die Bevölkerungsstärke, nicht für die ganze nichtjüdische Bevölkerung, sondern nur für den in den alten Grenzen der Stadt eingeschlossenen Teil derselben, ohne Einbeziehung der neueingemeindeten Orte, angegeben sind. Für die jüdische Bevölkerung bleibt dies ohne wesentlichen Einfluß, da ja der Anteil dieser Bevölkerung in den neu angegliederten Gemeinden nur gering sein konnte. Die Zahl der deutschen Juden im Elsaß im Jahre 1926 Das soeben erschienene «Statistische Handbuch der europäischen Nationalitäten», von Prof. Wilhelm W i n k 1 e r (Vorstand des Instituts für Statistik der Minderheitsvölker an der Universität Wien) bringt folgende Angaben über die sprachliche Gliederung der einheimischen Bevölkerung Frankreichs im Volkszählungsjahre 1926 (51. Dezember): Franzosen und Provencalen 55119 415 91,7 Prozent Elsaß-Lothringer 1289 854 5,4%, Bretonen 1000 000 2,6%, Korsen 291212 0,8%, Flamen 200 000 0,5 %, Katalanen 186 259 0,5 %, Basken 100 000 0,5 %, Deutsche 81471=0,2%, Deutsche Juden im Elsaß 10000=0,05 %, Zigeuner 2 000 0,0 %. Die Gesamtzahl der einheimischen Bevölkerung beträgt 58 280 189. Herausgegeben vom Büro für Statistik der Juden. — Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Jacob Segall, Berlin N5ö «Energiadruck*, Berlin SW61