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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-01-01 · Heft 1 (Januar 1931) · p. Seite 15

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 1 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 15 (sequence 16)
Language
German
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seit kurzem bestehen, am schwächsten besetzt. Der besonders geringe Anteil der Juden an der Schülerschaft dieser Gruppe ist wohl vor allem daraus zu erklären, daß diese neuen Schulen die Bildungsmöglichkeiten auf dem flachen Lande verbessern sollen, während die Juden gerade in den Städten stärker vertreten sind. im Jahre 1926 im Jahre 1921 an Jahre 1911 Jüd. Schüler o/o aller Schüler Jüd. Schüler o/0 aller Schüler Jüd. Schü ler »/0 aller Schül Gymnasien 3 913 3,6 5130 5,0 5104 5,6 Realgymnasien 3129 3,5 3 501 4,4 2834 6,1 Oberrealschul. 1539 2,3 1742 3,2 1359 3,6 Pädagogien . . — — 46 1,8 — — Progymnasien 12 0,8 24 1,3 71 2,4 Realprogymn. 313 4,3 86 1,7 96 2,4 Realschulen 1288 4,7 892 3,6 1736 5,6 * heutiger Staalsumiang Damit dürfte das Wesentlichste, was sich über die jüdischen Schüler der höheren Lehranstalten für die männliche Jugend in Preußen aussagen läßt, gesagt sein. Es ist oben bereits gesagt worden, daß der Besuch der höheren Schulen für die weibliche Jugend durch jüdische Schülerinnen sowohl zahlenmäßig wie in ihrem Anteil an allen Schülerinnen dieser Schulen seit 1911 sehr stark zurückgegangen ist. Worauf der Rückgang um etwa ein Viertel der Zahl der Schülerinnen von 1911 zurückzuführen ist, ist nicht bekannt; der starke Rückgang ist umso auffälliger, als die Zahl der jüdischen Schüler sich nur um 8 v. H. verringert hat. Die Zunahme der Schülerinnen überhaupt an den höheren Mädchenschulen ist ebenso stark wie die Zunahme der Schüler an den höheren Knabenschulen. Absolute »fo alfer jüd. •/<> sämtl. Zahl Schülerinnen Schüler. . . 6406 81,0 4,2 . . 112 1,4 2,8 Oberlyzeen der Oberrealschulrichtung .... . . 358 4,5 6,1 156 2,0 5,3 46 0,6 4,2 0,0 0,9 . 696 8,8 9,2 Studienanstalten der Oberrealschulrichtung . . 1,2 15,1 . . 36 0,5 26,7 . . 7903 100,0 4,5 * Der Anteilsatz ist auf die Gesamtzahl der Schülerinnen an allen höheren Schulen errechnet, also ein« schliesslich derjenigen Gruppen, in denen 1926 keine jüdischen Schülerinnen ermittelt wurden: Staatliche Aufbau Massen und Obertyzeen mit dem Ziel der reformrealgymnasialen Richtung. Da das Mädchenschulwesen noch stärker als das Knabenschulwesen umgestaltet wird, ist eine Darstellung der Entwicklung des Besuchs der einzelnen Schulformen, wie für die Knaben oben gezeigt wurde, für die Mädchen nicht möglich. Die vorstehenden Zahlen bringen die tatsächliche Besetzung der verschiedenen Schulformen für das Jahr 1926. Die weitaus größte Zahl der jüdischen Mädchen (wie der Mädchen überhaupt) besuchen Lyzeen und Oberlyzeen. Anteilig sind die jüdischen Mädchen am stärksten in den Studienanstalten vertreten, die die Universitätsreife vermitteln. 15

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