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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1930-11-01 · Heft 5 (November 1930) · p. Seite 66

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1930) (Neue Folge)
Issue
Heft 5 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
Seite 66 (sequence 3)
Language
German
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In der vorigen Nummer dieser Zeitschrift konnten wir unsere prinzipielle Stellungnahme gegenüber der Anwendung der herkömmlichen Einteilung des Zählungsmaterials für 1925 in in- und ausländische Juden auseinandersetzen. Denn das, was sich dabei ergibt, hat zwar administrativpolitisches Interesse, vermag aber keine richtigen wirtschaftspolitischen Erkentnisse zu vermitteln, weil für das Jahr 1925 eine scharfe Demarkationslinie zwischen der inländischen und ausländischen jüdischen Bevölkerung des Deutschen Reichs in wirtschaftlicher Hinsicht gewiß, aber zum Teü auch in demographischer Hinsicht sich nicht mehr ziehen läßt. Von den 403 969 jüdischen Einwohnern des Preußischen Staates 1925 bilden die 527 582 Inländer 81,1%, während auf den 76 587 Seelen starken Teil der Ausländer 18,9% entfallen. Bei der männlichen Bevölkerung erhöht sich der Prozentsatz der Ausländer auf 20,5 (40 506 von 196 448), bei der weiblichen dagegen senkt er sich auf 17,4 (56081 von 207 521). Welcher Teil dieser Bevölkerungskategorie schon vor dem Kriege in Preußen ansässig war und welcher Teil erst während und unmittelbar nach dem Kriege zugewandert ist, bleibt ungeklärt mangels einer Aussonderung der Ausländer für die Vorkriegsjahre. Lediglich die Zahlen für die jüdische Bevölkerung Berlins erlauben einige Rückschlüsse in dieser Richtung. In den Grenzen des jeweiligen städtischen Areals erhalten wir für die einzelnen Zählungs jähre: Gesamtjüdische Aus- 0, Bevölkerung länder /0 1895 .... 86152 9 405 10,9 1900 .... 92 206 11651 12,6 1910 .... 90 015 15 524 17,2 1925 .... 172 672 45858 25,4 Die erst in jüngster Zeit neueingemeindeten Orte hatten alle zusammen ein dermassen kleine Zahl ausländischer Juden, daß sie auf die Errechnung der während der angeführten Jahre in Wirklichkeit stattgefundenen Entwicklung der Zuwanderung von ausländischen Juden von nur wenig gewichtigem Einfluß ist. Das Anwachsen des ausländischen Teiles von 1910 bis 1925 beziffert sich für Berlin mit ca. 25 000, wobei zu bemerken ist, daß es sich hier nicht ausschließlich um frische Zuwanderer aus dem Auslande, sondern zum Teil um aus der deutschen Provinz nach Berlin übersiedelte ältere Einwanderer handelt. Das Buch von Silber gleit bringt Zahlen, die uns über die Gliederung der Ausländischen nach ihrer Staatsangehörigkeit unterrichten. Es wurden im Jahre 1925 gezählt ausländische Juden aus in Preußen in Berlin abs. »/o abs. o/o Europäischen Staaten . . 66 544 87,1 57 064 84,5 Außereuropäischen Staaten 1570 2,1 1 157 2,6 Staatenlose...... 7 564 9,6 5 057 11,5 Unbekannt...... 909 1,2 600 1,4 Zusammen . . . 7638? 100,0 43838 100,0 Unter den Ausländern europäischer Provinienz überwiegen die aus Polen, Österreich und Sowjetrußland. Es betrug die Zahl der Ausländer aus: in Preußen in Berlin in Preufjen in Berlin Polen ..... 35 585 17 425 Tschechoslowakei. 5 574 2157 Österreich ... 9498 5 526 Ungarn .... 2480 1 904 Rußland .... 6986 5185 Rumänien ... 2156 1654 66

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