Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1930) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 3 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 45 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Ges. Bev. Juden o/o Ges. Bev. Juden o/o Chicago . 3102 800 325 000 10,47 Baltimore . 819 000 68 000 8,30 Philadelphia 2 035 900 270 000 13,26 Los Angeles 1 300 600 65 000 5,00 Boston . . 793100 90 000 11,35 Newark . 466 700 65 000 13,93 Cleveland . 984 500 85 000 8,63 Pittsburgh . 665 500 53 000 7,96 Detroit . 1334500 75 000 5,62 St. Louis . 859 200 50 000 5,96 Im engen Rahmen dieses Aufsatzes können wir auf die übrigen Ergebnisse unserer Untersuchungen nicht eingehen und verweisen auf unsere vorstehend zittierte Arbeit. Wir möchten nur noch mit einigen Worten die Rolle streifen, die die jüdische Bevölkerung in dem letzten halben Jahrhundert im quantitativen Wachstum der Bevölkerung der U. S. A. gespielt hat und in der folgenden Aufstellung ihren Ausdruck findet. Es betrug der prozentuelle Anteil der Juden an dem Gesamtzuwachs der Bevölkerung: im ganzen in den nördlichen Lande Staaten von 1877 bis 1897 ...... 2,5 3,5 von 1897 bis 1907 ...... 5,0 9,9 von 1907 bis 1917......10,9 18,6 von 1917 bis 1927 ...... 5,8 7,8 Dieses wirkungsvollen Einflusses auf die Population des Landes werden die Juden wohl auf längere Zeit hinaus, angesichts der Einwanderungsbestimmungen, beraubt sein. Statistisches Archiv Die Gestaltung der jüdischen Sterblichkeit im Staate Hamburg 1923/27 Das Statistische Landesamt des Hamburgischen Staates darf es sich als Verdienst buchen, daß es erstmalig eine ausführliche Statistik der Altersgliederung der Verstorbenen (für 1923—27) innerhalb der einzelnen Konfessionen und zugleich eine Statistik der Altersstruktur der jüdischen Bevölkerung im Zählungsjahre 1925 gebracht hat (Statistisches Jahrbuch für das Jahr 1929). Danach gestaltet sich die Sterblichkeit der jüdischen und Gesamtbevölkerung in den Jahren 1923—27 folgendermaßen (der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung ist so gering, daß durch die Gleichsetzung der Quoten für die nichtjüdische und Gesamtbevölkerung keine wesentlichen Fehler zu befürchten sind, s. Tabelle auf Seite 46): Die sukzessive Durchsicht der Tabelle lehrt uns, daß auf der jüdischen Seite in den Altersgruppen 0—60 durchwegs günstigere Verhältnisse vorliegen als auf der nichtjüdischen. Der günstigste Höhepunkt liegt in der Säuglings- und Kriechkindergruppe (0—2 Jahre). Dabei bemerkt man, daß, in dem Maße als das Alter zunimmt, die günstigere Lage des jüdischen Bevölkerungsteiles sich abwandelt, um im Altersbereich von 60 Jahren und weiter einen Umschlag ins Gegenteil zu erfahren. Die Erklärung für diese Umklappung der Kurven vom erwähnten Kreuzpunkte an ist in der differierenden Besetzung der höheren Altersgruppen bei der jüdischen und nicht jüdischen Bevölkerung, namentlich in dem höheren durchschnittlichen Alter der Juden innerhalb der Altersklassen 60—70, 70—80, 80 und mehr zu suchen. 45