Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 9-12
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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II Erscheint alle zwei Monate. Abonnementspreis für das ganze Jahr M.10,— II für das halbe Jahr M.5.— d Geldsendungen sind an das Bankhaus B 8 E. Sacbs,W56, Oberwallstr. 20 auf Post- II scheckkonto Berlin 944, zu übermitteln Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C2, Rosenstraße 2-4 sowie durch sämtliche Buchhandlungen Herausgegeben vom Bureau IQrSlatlstlH der Juden und derAhademie Nr die Wissenschaft des Judentums _SdirtlUeltung: Pr. JacoD Segall, Berlin._ *Ä 2Tnaibjähr 1927 nett Nr. 9-12. Zar Statistik der JOdlsdien Bevölkerung Berlins. Vortrag, gehalten am 14. November 1927 an der jüdischen Volkshochschule in Berlin von Professor Dr. Heinrich Silbergleit. Zum besseren Verständnis der räumlichen Verteilung der Juden innerhalb der neuen Stadt Berlin, wie sie durch das zahlreiche Nachbargemeinden mit Berlin kommunalpolitisch vereinigende Gesetz vom 27. April 1920 geschaffen worden ist, seien einige Angaben über die Fläche und die Einteilung der Stadt vorausgeschickt: Sie verfügt über ein Gebiet von 878,5 qkm, wie es so groß — soweit überhaupt Nachrichten vorliegen — keine zweite Millionenstadt der Welt aufweist. Das wäre also die Fläche eines Quadrats, dessen Seite 29,6 km oder beinahe 4 Meilen lang ist oder eines Kreises mit einem Halbmesser von 16,7 km oder 2,23 Meilen. Von diesem Gebiet entfällt auf Alt-Berlin d. i. das Weichbild vor 1920 ein Anteil von nur 7,6 %, was schon eine Vorstellung von der Ausdehnung der in die Einverleibungsaktion einbezogenen Fläche gibt. Schon der Verwaltungsbezirk Cöpenick umfaßt mit 14,1 % eine im Vergleich zu ganz Alt-Berlin beinahe doppelt so große Fläche, mit 10,2 % stellt der Verwaltungsbezirk Spandau das zweitgrößte Gebiet dar. Die weitere Rangordnung nach der Fläche ergibt sich für die 20 Verwaltungsbezirke, in die das neue, größere Berlin eingeteilt ist, aus umstehender Tabelle. Hervorgehoben sei nur noch, daß die geringsten, über l1^ % des Gesamtareals nicht hinausgehenden Anteilsziffern auf die 6 Alt-Berliner und den Verwaltungsbezirk Schöneberg entfallen. Stellen wir der Fläche die Bevölkerung gegenüber, die auf ihr lebt, und berechnen die Bewohnungsdichtigkeit d. i. die durchschnittliche Zahl der auf die Flächeneinheit, sagen wir das Hektar, entfallenden Bewohner, so treten hier noch sehr viel größere Unterschiede auf, als wir sie eben angegeben haben. Da schwankt die Ziffer zwischen 5 für Cöpenick und 384 für den Verwaltungsbezirk Friedrichshain, sie beträgt in der Altstadt durchweg über 200, erreicht aber in den übrigen Verwaltungsbezirken nur noch in Schöneberg eine über 200 hinausgehende Zahl (211), stellt sich in Charlottenburg auf