Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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- 89 - Zusammenfassend ergibt sich folgende Tabelle für die männliche und weibliche Jugend auf sämtlichen höheren Lehranstalten in Preußen: Schüler (innen) festangestellte Lehrer (innen) evangel. kathol. jüd. dissid. zusammen evangel. kathol. jüd. dissid. zus. 303788 99192 16982 3951 423913 12995 3686 147 43 16871 %.......... 71,7 23,4 4,0 0,9 100 77,0 21,8 0,9 0,3 100 Die Zahlen offenbaren eine große Benachteiligung der jüdischen Lehrkräfte in Preußen. Den Ursachen wollen wir hier nicht nachgehen. j I Lesekundige in Lettland nach I Wie sich die Lesekundigen nach der Nationalität im I der Nationalitat i. fahre 1925. | Jahre 1925 verteilen, zeigt nachstehende Uebersicht: Nation« ilität Einwohnerzahl Lesekundige Prozente der Lesekundigen im Alter im Alter im Alter insgesamt von mehr als insgesamt von mehr als insgesamt von mehr als 10 Jahren 10 Jahren 10 Jahren 70964 62629 62000 60214 88,43 97,10 Letten . . . . 1354126 1167767 1054220 1025 262 79,18 89,21 231658 180824 105301 100 694 47,03 57,85 95 675 80627 72420 68 838 77,67 87,66 51143 42904 33326 32093 66,77 76,62 7 893 7 063 6759 6 588 86,76 94,41 23192 20304 14791 14314 64,93 71,67 7 612 6188 4495 4311 60,53 71,41 2542 1886 1164 1099 57,97 78,78 Insgesamt 1844805 1570192 1354 476 1313413 74,89 85,28 Monatsschrift für das gesamte Schulwesen, 2. Jahrg. Heft 5, 1927. Preußen. Die Religionsgliederling der Bevölkerung des Freistaates Preuflen nach derVolkszählnng vom 16. Juni 1925. Von der Volkszählung vom 16. Juni 1925 liegt nunmehr als endgültiges Ergebnis für den gesamten preußischen Staat die Gliederung der Bevölkerung nach der Religion vor. In der folgenden Tabelle ist die Bevölkerung des Staates und der einzelnen Provinzen, aufgeteilt nach 5 Hauptgruppen, wiedergegeben; zum Vergleiche sind die Zahlen von 1925 die der Volkszählung vom 1. Dezember 1910, umgerechnet auf den gegenwärtigen Gebietsstand (jedoch ohne das Saargebiet), hinzugefügt worden. (s. Tabelle I S. 90.) Infolge der außerordentlich niedrigen Geburtenziffer hatte sich bisher fortdauernd die Zahl der preußischen Israeliten vermindert. Nunmehr liegt während des untersuchten Zeitraumes eine verhältnismäßig starke Steigerung des jüdischen Elementes vor. Die Ursache ist nicht auf natürlichen Bevölkerungszuwachs zurück zuführen, sondern Einwanderung von Juden aus den abgetretenen Gebieten und zum geringen Teil aus dem Auslande. Die Zahl der Jsraeliten ist in beiden Vergleichsjahren besonders hoch in Berlin (1910 3,86 v. H., 1925 4,29 v. H.), Hessen-Nassau (2,33 bezw. 2,20 v. H.) und der Grenzmark (1,24 bezw. 1,03 v. H.), besonders gering in Sachsen (0,25 bezw. 0,26 v. H.)> Schleswig-Holstein (0,23 bezw. 0,27 v. H.), Brandenburg (0,30 bezw. 0,33 v. H.). In den meisten Provinzen hat die Zahl der Juden absolut zwar eine Steigerung erfahren, in Berlin sogar um 19,91 v. H., ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ist dagegen mit Ausnahme von Berlin, Brandenburg, Niederschlesien, Schleswig-Holstein und Sachsen allgemein gesunken. In Ostpreußen, Pommern, der Grenzmark, Hannover, und Hohenzollern ist auch ihre absolute Zahl 1925 niedriger als 1910. (s. Tabelle II S. 91/92.)