Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Herausgegeben uom Bureau lOr Statistin der Juden und der Ahademie lUr die Wissenschaft des Judentums _ Sflirimeltung: Dr. Jacob Segall, Berlin. l. Halbjahr 192?. nett Nr. 5 0. 4. Jahrg. (Neue folge) Die jüdische Arbeiterschaft in Palästina. Von Dr. Walter Preuß, Tel Awiw. Zahlen and Ergebnisse. Am 1. September 1926 fand, nach vierjähriger Pause, zum zweiten Male nach dem Kriege eine Gesamtzählung der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina statt. Diese Teilzählungen nur einer, wenn auch zahlenmäßig sehr wichtigen Gruppe der jüdischen Bevölkerung, sind aus zwei Gründen notwendig: 1. weil eine Regierungszählung der Gesamtbevölkerung des Landes nur einmal, ebenfalls im Jahre 1922 stattfand und die Resultate so wichtiger Fragen wie berufliche Zusammensetzung der Bevölkerung und vieles anderes nicht bearbeitet oder wenigstens nicht veröffentlicht wurden; ferner weil auch eine Zählung der gesamt-jüdischen Bevölkerung allein nicht vorliegt; 2. weil in den letzten 4 Jahren durch die große Einwanderung so enorme Veränderungen in der Zusammensetzung der Arbeiterschaft zu verzeichnen sind, daß diese Veränderungen allein eine Sonderzählung der Arbeiterschaft rechtfertigen, ganz abgesehen von den spezifischen Fragen der Arbeiterschaft, die nur durch eine solche Zäh-; lung erfaßt werden können, die aber in nicht | geringem Maße Allgemeininteresse besitzen. Ein Vergleich der Ergebnisse der beiden Zählungen von 1922 und 1926 läßt interessante Folgerungen über die Lage und Zusammensetzung der jüdischen Arbeiterschaft im Lande zu. Der Fragebogen der Zählung vom 1. September 1926 enthielt 26 Fragen allgemeinen, beruflichen, sozialen und kulturellen Inhalts, die in vollem Umfang bearbeitet wurden. Ueber die technische Seite der Zählung ist noch Folgendes zu sagen: 1. Der Fragebogen war ein persönlicher; jeder Arbeiter und jede Arbeiterin füllten ihn an ihrem Arbeitsplatz, oder falls sie arbeitslos waren, im Arbeitsbüro aus; Frauen der Arbeiter, die nicht selbst als Lohnarbeiter tätig waren, wurden von ihrem Mann auf einem selbständigen Bogen verzeichnet, wenn die Frau ihn nicht selbständig ausfüllen konnte.