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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 3-4 · p. Seite 59

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 3-4
Date
1927-01-01
Page
Seite 59 (sequence 28)
Language
German
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— 59 - Selbstmordziffern nach Konfessionen in Preußen. Beobach¬ Auf eine Million berechnet tungsjahr Katholiken Protestanten Juden 1908-13 118 270 322 1914—18 86 216 349 1919—23 105 250 416 Wenn man den Ursachen nachgeht, wird man finden, daß die Wirtschaftsdepression der Nachkriegszeit, die gerade den jüdischen Kaufmann stark traf, den treibenden Faktor zur erhöhten Zahl Selbstmörder darstellt. Weiter ist die auffallend hohe Selbstmordquotc bei den Juden während der Vor- und Nachkriegszeit auf ihre durchschnittlich höhere Bildungsstufe zurückzuführen. (Die Juden besuchen prozentual viel zahlreicher die höheren Schulen und Universitäten als die übrige Bevölkerung.) Gebildete töten sich erwiesenermaßen viel häufiger als Ungebildete. Schließlich trägt auch die jüdische Berufspruppierung hierzu bei. Unter einer landwirtschaftlichen Bevölkerung findet man nur selten Selbstmörder. Ostpreußen. Jüdische Bevölkerung In Ostpreußen. In Ostpreußen ist mit Ausnahme einiger Kreise ein Rückgang der jüdischen Bevölkerung zu verzeichnen. Die Gründe sind teils in der Abwanderung in das Reich, teils in einem Rückgang der Geburten zu finden. Die Gesamtbevölkerung Ostpreußens ist von 2147 342 im Jahre 1910 auf 2 256 594 im Jahre 1925 gestiegen. Die evangelische Bevölkerung nahm in dieser Periode um 4,5 Prozent zu, die katholische um 2,4 Prozent ab. Juden zählte man 1910: 12 715; 1925: 11348. In der Stadt Königsberg lebten 1910: 4565, 1925: 4049 Juden. Hessen. Schul- und Universitätsstatistik in Hessen. Unter 21315 Schülern und Schülerinnen auf höheren I 1148 jüdischer Konfession (5,3%), wie folgende Lehranstalten in Hessen befanden sich im Jahre 1926 | Aufstellung zeigt: Höhere Lehranstalten nach Glaubensbekenntnis 1926. Schüler Schülerinnen 2 •5 "o JS vp •C "o •C ä? Art der Anstalt 3 e w ngelis i.-kath elitisc w> w en in ngelis i.-kath elitisc stige en in <u > s 2 C •o 5 e 2 c •o o u =2 42 8 <u =2 8 2347 1251 974 102 20 4,3 58 12 7 _ 9,0 59 43 12 3 1 5,0 — — — — 7,1 Realgymnasien..... 1715 1265 314 113 23 6,5 1 — — — 8,5 6591 4 796 1428 266 101 4,0 300 59 28 2 5,1 1306 816 389 91 10 6,9 302 60 34 4 10,4 Höh. Bürgerschulen, gemischt 604 504 66 25 9 4,0 252 39 16 1 8,8 Höh. Bürgerschulen, Mädchen 210 39 29 1 3,6 6,6 Höhere Mädchenschulen . . 2920 471 336 75 Frauenschulen...... 236 34 11 _ 2,7 Studienanstalten..... 196 64 19 8 22,0 380 275 101 _ 4 — 62 37 3 1 0,1 Höhere Privatschulen a) für Knaben und gemischt 703 244 406 39 14 5,6 72 3 23 4 6,7 b) Mädchenschulen . . . 295 1283 3 — 7,8 f 1926 Gesamtsumme < 13705 9194 3690 639 182 4,7 4904 2101 509 96 6,7 \ 1925 14197 9574 3 787 658 178 4,6 5054 2162 543 94 7,8 8 7 1 - - - - - - - - Die Gesamtzahl der Juden in Hessen beträgt aber nur 1,5 %, so daß der Besuch der Anstalten insgesamt fast viermal so stark ist als der Gesamtzahl der Juden entspricht. Am zahlreichsten sind die Juden männlichen Geschlechts auf den Realschulen vertreten, es folgen Realgymnasien, höhere Privatschulen undProgymnasien,

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