Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 1-2
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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— 30 - die Familienverhältnisse, ob ledig, verheiratet, verwitwet und geschieden (S. 66), auf die Bildungsverhältnisse (S. 69), auf das Wachstum der Bevölkerung, woraus sich ergibt, daß 1925 207 015 Israeliten in Budapest wohnten (siehe ZfDuStdJ., 3. Jhg., 1. Halbj. 1926, Nr. 1—3, S. 38) und schließlich auf die eingehende Betrachtung der Bevölkerungsgestaltung. Hierbei seien besonders die Tabellen über die Fruchtbarkeit der Ehen und Mischehen hervorgehoben. Auf das sehr inhaltreiche Werk werden wir später noch zurückkommen. Herbert Philippsthal. Die Redaktion behält sich die Besprechung folgender Einsendungen vor: Dr. med. Raphael Becker: Das jüdische Rassenproblem im Lichte der Theorien, Warschau 1927 (polnisch). Statistique de la ville de Lemberg (Lwow), herausgegeben vom Statistischen Amt der Stadt Lemberg, 1926. Wirtschaft und Statistik, 7. Jahrgang, Nr. 1, 1. Januar-Heft, Reimar Hobbing Verlag, Berlin SW 61. Preußische Statistik, Heft 285, Statistik der Landesuniversitäten und Hochschulen, Berlin 1926. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 70. Jahrgang, Heft 11/12, J. Kaufmann Verlag, Frankfurt a. M. Statistisch Jaarboek der Gemeente Amsterdam, herausgegebenen von dem Büro für Statistik der Gemeinde Amsterdam, 19. Jahrgang, 1924—1925. J. M. Meulenhoff, Amsterdam 1926. Rapport de la Direction Generale au Conseil d'Administration pour l'annee 1925, herausgegeben von the Jewish Colonization Association, Paris 1927. Mitteilungen. Die Schwierigkeiten, internationale jüdische Konfessionsstatistik zu treiben, sind deshalb so groß, weil es Länder ohne amtliche Konfessionsstatistik gibt, so daß diesbezügliche Angaben kaum erhältlich sind, andererseits Länder, wo die amtliche Konfessionsstatistik noch in den Kinderschuhen steckt. Deshalb hat sich die Jüdische Gemeinde in Lemberg in Polen entschlossen, ein eigenes statistisches Büro ins Leben zu rufen, das unabhängig von der amtlichen polnischen Statistik jüdische Statistik treiben soll. Man beabsichtigt, einen Verein für Statistik der Juden zu gründen mit der Aufgabe, die notwendige nationale und internationale Verbindung zu pflegen. Es ist zu begrüßen, daß die Lemberger jüdische Gemeinde, vor allem die Mitglieder Dr. Dogilewski und Topf Leon, so reges Interesse und Verständnis für jüdische Statistik zeigen. Die Lemberger Gemeinde finanziert auch das Unternehmen mit 30000 ZI. jährlich, das unter Leitung von Dr. Kormus Ileiwuch steht. Es ist zu wünschen, daß nunmehr das Material der Oeffentlichkeit unterbreitet wird, das notwendig ist, um sich ein einwandfreies Bild über die Juden der Polnischen Republik machen zu können. H. Ph. Seit längerer Zeit befindet sich in den Räumen des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes (Berlin, Steglitzer Straße 9) ein vom Verbände der Deutschen Juden geschaffenes und von dem Verein für Schriften über jüdische Religion mit Unterstützung des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden weitergeführtes Archiv, das ein reichhaltiges und sorgfältig gewähltes Material an wissenschaftlichen Informationen und Anweisungen zur Orientierung in allem, was zum Lehrgehalt des Judentums gehört (wie beispielsweise „die Grundlagen der jüdischen Ethik", „die Lehre von Gott" usw.), in sich enthält. Dieses nach einem einheitlichen Plane geordnete Archiv befaßt in sich eine Fülle von entsprechenden Auszügen sowohl aus den Schätzen des jüdischen Schrifttums selber als aus den verschiedensten Werken, die dieses Schrifttum und die Kultur des Judentums überhaupt zum Gegenstand ihres Studiums machen. Einem Forscher auf dem Gebiete der Wissenschaft des Judentums, der irgendeine Sonderfrage auf diesem Gebiete zu behandeln gedenkt und sich nach der einschlägigen Literatur umsehen möchte, kann genanntes Archiv sehr wesentliche Dienste leisten, indem es ihm fertigen Stoff zu seinem Thema bietet und ihm auf diese Weise die Arbeit des Heraussuchens des ihn interessierenden Materials aus diversen Büchern erspart. Das Archiv wird immer mehr vervollständigt. Eine zwar nicht sehr große, aber gewählte Bibliothek steht ihm zur Seite. Büro des Vereins für Schriften über jüdische Religion Steglitzer Str. 91. FSr die Redaktion verantwortlich: Herbert Philippsthal, Berlln-Charlottenburg. — Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden und der Akademie für die Wissenschaft des Judentums. — Druck von E. Orüner, Bernau bei Berlin.