Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1926) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 4-6
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 62 - beitrug. Während die ungelernten Arbeiter z. B. 27% der Gesamtbevölkerung und die Heiraten in diesem Berufszweige z. B. 1924 bis 29% aller Heiraten ausmachte, beträgt die Geburtenziffer hier nur 19% aller Geburten. Umgekehrt ist bei den Kategorien I und IV (Arbeitgeber und Festangestellte) die Geburtenziffer höher als die Heiratsziffer, bei den Handwerkern und freien Berufen in ungefährer Proportion. Tabelle IV. Alter der Eltern im Augenblick derGeburt der Kinder: Väter Mütter In % In % Unter 20..... 7 61 1 8 21-25...... 165 281 21 36 26 - 30 ...... 268 278 34 35 31-36...... 196 111 25 14 91 44 12 6 41-45...... 35 6 4,5 1 46-50 ...... 14 2 51-55...... 4 0,5 56- 60 ...... 1 1 61—70...... 1 Summa: 782 782 100 100 Die Tabelle 4 zeigt, daß mehr als 70 aller Mütter im Alter von 21—30 gebaren, 8 % im Alter unter 20. Diese Zahlen, die ein verhältnismäßig spätes Geburtsalter der Mütter gegenüber entsprechenden Ziffern der jüdischen Bevölkerung im Osten aufweisen (der Grund liegt in der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Massen der Einwanderer, die meist erst im Alter von 20—25 einwandern und einige Zeit bis zu ihrer ökonomischen Fundierung brauchen) gewinnen ihre Färbung durch die folgende Tabelle, die das Geburtsalter der Mütter entsprechend den Herkunftsgruppen anzeigen. Aus diesem Material geht hervor, daß die jemenitischen und sephardischen Frauen in bedeutend früherem Alter gebären als die aschkenasischen; 1% der Jemenitiner im Tabelle V. Aschkenasim Sephardim Jemeniten in o/o in % in % 16-18 . . . 2,1 _ 7 19-20 ... 4,4 13 14 21-25 . . . 37,8 34 35 26-30 . . . 35,2 30 35 31-35 . . . 13 18 9 36-40 . . . 6,4 5 Mehr als 40 . 1,1 Zusammen: 100 100 100 Alter von 16—18. Im Alter unter 20 gebaren 6,5^ der aschkenasischen, 13% der sephardischen und 21% der jemenitischen Frauen. Das zeigt die bedeutenden sozialen und kulturellen Unterschiede der verschiedenen Gruppen an. Wenn wir die Geburtenziffern der verschiedenen Gruppen im Vergleich setzen zu dem Anteil der Familien an der gesamten Bevölkerung, ergibt sich die folgende Tabelle VI. Familien Geburtenziffern Aschkenasim . . 6111 85 686 79,3 Sephardim . . 445 6,2 84 9,8 Jemeniten. . . 544 7,5 86 9,9 Sonstige . . . 92 1,3 9 - 1,0 Summa: 7192 100 865 100 (Geburtenziffer ohne die der als .Unbestimmt" Bezeichneten; in Wirklichkeit war, wie angegeben, die Ziffer um etwa 100 höher, aber wir kennen nicht die Einteilung nach Gruppen bei diesen Hundert.) Aus der Tabelle geht hervor, daß die Geburtenziffer bei den aus Europastammenden oder mehr an Europa assimilierten Aschkenasim niedriger ist als ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht, und umgekehrt bei den Sephardim und Jeminiten größer. Hier wird der Einfluß Europas auf die Geburtenziffer sichtbar.