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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 1-3 · p. Seite 13

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 1-3
Date
1926-01-01
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
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- 13 - hältnismäßig mehr als die übrige Bevölkerung, so daß sich ihr Prozentsatz bedeutend erhöhte, während sich in der übrigen Slowakei eine absolute Abnahme der Israeliten ergibt. Die Ursache des eigenartigen Zustandes, daß zahlreiche Israeliten tschechoslowakischer Staatsangehörigkeit sich zu einer nicht tschechoslowakischenNationalität bekennen, wie oben zahlenmäßig erbracht worden ist, dürfte in dem noch so kurzen Bestehen der Republik zu suchen sein, wodurch wahrhaft nationale Verbundenheit noch nicht in dem Ausmaße Platz greifen konnte, wie beispielsweise bei den Juden Deutschlands, Frankreichs, Englands usw. l) Daß die Juden vorzugsweise Städter sind, ist allgemein bekannt und tritt auch bei den Israeliten der Tschechoslowakei offensichtlich in Erscheinung. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Juden durchaus von der übrigen Bevölkerung dieser Republik. Auf ihre ständig zunehmende Konzentrierung in den Großstädten weist auch die „Tschechoslowakische Statistik" besonders hin. Im einzelnen sagt dieses Werk hierüber, daß in den historischen Ländern die Juden in kleinen ländlichen Gemeinden nur noch ausnahmsweise wohnen. In den Gemeinden mit weniger als 2001 Einwohnern gehörten bloß 0,27% der Bevölkerung der israelitischen Konfession an und nur 11,87% aller in diesen Ländern gezählten Israeliten entfielen auf diese kleinen Gemeinden. Besonders schwach sind die israelitischen Minderheiten auf dem flachen Lande in Mähren und Schlesien, denn auf die Gemeinden mit weniger als 2 001 Einwohner entfielen in Böhmen 14,55%, in Mähren bloß 8,55% und in Schlesien sogar J) Siehe „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden«. 2. Halbjahr 1925, Heft Nr. 2. Seite 36). -nicht mehr als 4,99% der Israeliten des betreffenden Landes. Auch in den Gemeinden mit 2 001 bis 5 000 Einwohnern sind in den historischen Ländern die Israeliten schwach vertreten, wenn auch der Prozentsatz der Israeliten in diesen Gemeinden das Dreifache jenes in den Gemeinden mit weniger als 2 001 Einwohnern $,48%) ausmacht. In den Gemeinden mit 5 001 bis 10 000 Einwohnern ist bereits 1,79% der anwesenden Bevölkerung israelitischer Konfession (in Böhmen zwar bloß 1,19%, in Mähren aber 3,09% und in Schlesien 3,04 %) und die Stärke der israelitischen Minderheiten wächst dann (mit geringen Abweichungen) sowohl in Böhmen als auch in Mähren rasch mit der Größe der Gemeinde. Mehr als zwei Drittel sämtlicher Israeliten Böhmens und Mährens waren in den Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern anwesend (in Böhmen 68,93%, in Mähren 68,56%). In Schlesien sind die Verhältnisse etwas verschieden; unter dem Einflüsse des Kohlenbeckens von Ostrau-Karvinna, in welches sehr viele Israeliten aus Galizien zuwanderten, wohnen die meisten Israeliten in den Gemeinden mit 5 001 bis 10 000 Einwohnern. In der Slowakei und in Karpathorußland ist die christliche Bevölkerung viel gleichmäßiger mit dem israelitischen Element durchsetzt. Zwar sind die Israeliten hauptsächlich in den größeren Städten seßhaft, aber auch in kleinen ländlichen Gemeinden sind die israelitischen Minderheiten bedeutend. Auf Gemeinden mit weniger als 2 001 Einwohnern entfällt in der Slowakei fast ein Drittel (31,46%), in Karpathorußland mehr als ein Drittel (35,69%) der Israeliten dieser Länder. Von der in Gemeinden dieser Größe anwesenden Bevölkerung sind in der Slowakei 2,27%, in Karpathorußland 10,09 % israelitischer Konfession. In Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern

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