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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 2 · p. Seite 19

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 2
Date
1925-01-01
Page
Seite 19 (sequence 21)
Language
German
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19 - Zu den obenerwähnten Haushaitungs- und Familienstatistiken reicht das vorhandene Material nicht aus. Es sei nur darauf hingewiesen, daß außer den Dienstboten, von denen sogleich die Rede sein wird, Präzeptoren, Hauslehrer und Arme regelmäßig in die Haushaltungen aufgenommen wurden. Die Studenten wurden häufig im Gasthaus auf Kosten der Gemeinde unterhalten. Alle anderen Fremden bildeten in der Regel einen eigenen Haushalt. — Einzelhaushaltungen scheinen hier überhaupt nicht vorgekommen zu sein. Untersuchen wir in Anlehnung an Bücher1) hier das Zahlenverhältnis von männlichen und weiblichen Erwachsenen, so ergeben sich als absolute Zahlen:2) Jahr männlich weiblich 1431 33 39 1447 14 25 1473 OK JLd^J 17 w a 1694 447 704 1703 471 OAK s^v/y 1709 616 983 Bücher rechnet aus seinen drei Zahlen ein Verhältnis von 140 weiblichen auf 100 männliche Personen. Noch größer ist das Mißverhältnis fpr die Jahre 1694, 1703 und 1709; es beträgt hier 162 auf 100. Bei einem genauen Vergleich der Verhältniszahlen für die männlichen und weiblichen Personen in den einzelnen Gruppen ergibt sich, daß den Hauptausschlag hierin die geringe Zahl der männlichen Dienstboten gibt gegenüber der sehr hohen Zahl der weiblichen, Daß das Verhältnis der männlichen zu den weiblichen Dienstboten von solchem Einfluß auf die Gesamtzahl ist, darf uns nicht wundern, da die meisten jüdischen Familien Dienstboten hielten.3) Die Gliederung der Bevölkerung nach Familienstand und Geschlecht ist für den Beginn des 19. Jahrhunderts möglich auf Grund *) S. 564 ff. 2) Für die Verhältnisse in den Rubriken „Angestellte und Fremde" vgl. die frühere eingehendere Tabelle. h S. Rothe, Beiträge, S. 71 f. und Teil Berufs« Statistik dieser Arbeit. Ueber die Kinderzahl bei den Juden vgl Altersgliederung (s. unten). der Populationslisten der israelitischen Gemeinde einerseits und auf Grund der amtlichen Aufzeichnungen andererseits. Es findet sich im ersteren folgendes Schema: Es wurden getrennte Listen geführt: 1. für volle O iCJ Familien und einzelstehende Männer, 2, für Witwen, 3. für geschiedene Frauen, 4. für Waisen, und setzte man dann noch eine Zusammenstellung der einzelnen Summen. — In der ersten Liste wird aufgezeichnet: Vor- und Zuname der Hausväter und selbständigen Männer, ihr Alter, Name der Frauen und deren Alter, Zahl und zuweilen auch der Name der Kinder unter bzw. über 14 Jahre, getrennt nach dem Geschlecht. Es folgt dann der Erwerb, Vermögensgrad, eine Angabe darüber, ob diese Haushaltung in der Stättigkeit ist und eine Schlußrubrik für besondere Bemerkungen. In der Rubrik „Vermögen" findet sich regelmäßig nur eine der drei Bezeichnungen: „vermögend, hat sein Auskommen, arm". Bei „Bemerkungen" werden Angaben über die Zeit der Verheiratung gemacht, oder es findet sich dort ein Vermerk über den derzeitigen Aufenthalt bei j Personen, die nach auswärts verzogen sind,! aber ihre Stättigkeit beibehalten haben,1) — Die Gruppen 2, 4 u. 4 enthalten dieselben Rubriken. — Die summarische Zusammenfassung zeigt die Einteilung, die auch in dem folgenden Auszug aus den Populationslisten beibehalten ist. Männliche Personen: Jahr Hausväter Witwer ledige Elternlose Kinder Anzahl &f Köpfe 1806-07 540 64 164 r» a «-* Ö^J "» £L 1 1 1 1808 531 03 175 874 1843 1817 490 85 196 909 2 1680 1848 479 75 224 995 1773 1852 559 77 199 1090 1925 1858 705 88 220 1249 2262 r) Es ist dies nach § 49 der Stättigkeit des Jahres 1807 möglich. 2) In diesem Jahre sind sie weiterhin geteilt in solche, die unter elterlicher Aufsicht stehen und solche unter Vormundschaft. Es sind bei den Knaben 885 und 24; bei den Mäidchpn 858 und 22,

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