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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 1 · p. Seite 32

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 1
Date
1925-01-01
Page
Seite 32 (sequence 34)
Language
German
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- 32 - beitgeber leichter zu führen, als in den kleinen desorganisierten Handwerksbetrieben; daher die größere Aggressivität in den größeren RAlriAKan Awf S~ W Noch größer ist die Zahl der Teilnehmer in den Kämpfen um Anerkennung der Arbeiterinstitutionen (45 Teilnehmer pro Streik gegenüber 40 in den Lohnabwehrstreiks und 24 in den Lohnangriffstreiks). Ein Abwehrstreik dauerte durchschnittlich 23 Tage, ein Angriffstreik 11 Tage. In Haifa standen die Arbeiter nicht vor Versuchen der Lohnherabsetzung wie in Tel Awiw, dagegen waren sie gezwungen, schwere Kämpfe um Lohnheraufsetzung zu führen. Es ergibt sich, daß die Arbeiter in Haifa noch nicht bis zu der Stufe des Lohnminimums gelangt waren wie in Tel Awiw. *^J> KJ Die besondere Rolle Jerusalums geht auch aus dieser Tabelle hervor. 42 % der Arbeiter streikten dort nur, um überhaupt ihren Lohn zu erhalten! Das ist nur möglich an einem Ort ohne Industrie mit zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen, die von außen her erhalten werden und kein gesichertes Budget haben; an erster Stelle stehen hier die Streiks wegen Entlassung von Arbeitern; hier, wo der Arbeiter verhältnismäßig unorganisiert ist, sind die Versuche von Entlassungen ohne Grund auch häufiger. Im Ganzen genommen nahmen die Streiks iim PrlsncrtträO' pinpc Minitno11r>Vinc H<^n prclpn Li III r__< *. ld'l£iL!II£l tlü^O i'lilHIilullUijÜO w* «. w Ä*. O* «. Platz ein, an zweiter Stelle stehen die Streiks um Anerkennung der Institutionen der Arbeiterschaft, an dritter Stelle die Abwehrstreiks gegen Lohnerniedrigung. Die größte Zahl der Arbeiter dagegen war in die Streiks um Anerkennung der Institutionen der Arbeiterschaft verwickelt; diese Frage hat ihre Bedeutung naturgemäß mehr in den größeren Betrieben. Weitere Einzelheiten ergeben die folgenden Tabellen. Aus diesen Tabellen geht hervor, daß von den Streiks waren: im im in im Transport Baugewerbe Fabriken Handwerk us». Angriffsstreiks der Arbeiter 80% 64% 44% 62,5% Verteidigungsstreiks 20% 36% 56% 37,5% Aus dieser Aufstellung ergibt sich der verschiedene Charakter der Kämpfe in den verschiedenen Gewerbezweigen und besonders die viel stärkere Verteidigungsstellung der Arbeiter im Handwerk, wo sie weit mehr den Launen der Arbeitgeber ausgesetzt sind. Die besonders gute Organisation der Bauarbeiter kommt in diesen Zahlen gut zum Ausdruck. Im jüdischen Ansiedlungsrayon waren nach Borochow die Angriffsstreiks besonders zahlreich gerade im Handwerk; und schon aus diesem Vergleich ergibt sich die ganz andere soziale Struktur hier und dort. Aus der Tabelle XIII geht hervor, daß 50 % der Kämpfe im Baugewerbe in Tel Awiw um das Prinzip der Anerkennung der Organisationen der Arbeiterschaft gingen, während die Mehrzahl der Kämpfe in Haifa in diesem Gewerbe um die Lohnerhöhung gingen; an beiden Orten in den Fabriken in erster Linie um Lohnerhöhung. Versuche, die Löhne herabzusetzen, finden sich in allen Gewerben mit* in T\o1 Awtiwt* caI es. A Dr Th n+1 QCC11 n Or VATI I1UI III «. \. I 4 » VV i Vv aUiLiiv vA*-I liuouwiii^ n v-taa Arbeitern ohne zureichenden Grund in Fabriken und im Handwerk, die von Streiks wegen Nichtbezahlung der Löhne nur in Jerusalem, gleicherweise im Baugewerbe und in der Industrie; die Lohnfragen nahmen in allen Gewerben 43 47 % aller Streiks ein, weniger im allgemeinen als in anderen Ländern. Aus der Tabelle XIV geht hervor, daß die Versuche, die Löhne herabsetzen, besonders

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