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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1924-05-01 · Heft 3-4 (Mai 1924) · p. Seite 77

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1924) (Neue Folge)
Issue
Heft 3-4 (Mai 1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 77 (sequence 21)
Language
German
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- 77 — in schnellerem Tempo; das Verhältnis gestaltete sich wie 1 : 2. Im einzelnen ergibt sich für die Jahre 1910 — 1922 folgendes Bild, in absoluten und relativen Zahlen demonstriert: T a b e 11 e 8 (Breslau). Ehelich geboren Unehelich Auf Irn Jahre aus jüd. Ehen 3! Miscl M. ehr. Fr. j. AS lehen M. j. Fr. ehr geboren von jüd.Mütt. 1000 Israel, kamen Geb. 1910 243 8 23 14 13 1911 213 11 17 20 12 1912 209 9 19 18 12 1913 215 9 15 18 L2 1914 223 7 21 11 12 -if\i rz iviu A Oß iü'u 12 1 ß J.XJ 18 10 1916 133 10 19 7 7 1917 147 8 14 7 7 1918 139 8 11 7 »-7 ( ima ±u±a 1 OQ JLÖS-, 11 17 10 _»_»J 10 1920 297 -1 O lü oo uu on iU\J . 16 1921 327 10 27 17 18 1922 335 13 24 22 18 1923 337 19 13 16 19 T a b e l 1 e 9 (Hamburg). 1910 215 22 50 23 14 1911 227 36 43 16 14 1912 '230 27 45 18 14 1913 ors\ imJU\S 38 46 16 a rlü 1914 222 31 . 44 m 14 1915 170 34 38 13 11 1916 128 12 41 7 8 1917 119 27 24 6 7 1918 117 13 34 4 7 1919 159 30 34 10 10 ioon JL t?fcj'v 268 43 43 7 ■* n iO 1921 307 39 50 9 18 1922 279 24 35 13 16 1923 289 19 34 11 16 Im Durchschnitt des Jahrzehnts 1911—1920 kamen auf 1000 Israeliten in Preußen und Baden je 13, in Bayern und Hessen (1911 bis 1919) je 11 Geburten. Sachsen nimmt mit 20 Geburten eine Ausnahmestellung ein. Für die Städte lauten die Ziffern: Berlin und Hamburg 12, Breslau 11; für die deutsche Gesamtbevölkerung hingegen 25. 2, Fruchtbarkeit. An Hand der Fruchtbarkeitsziffer läßt sich gleichfalls die Geburtenabnahme verfolgen, wobei mir wohl bewußt ist, daß sie nicht genau berechnet werden kann; gleichwohl kommt sie der Wirklichkeit näher, als man es durch Worte auszudrücken vermag. „Das Problem der modernen Geburtenabnahme wird zum Problem der ehelichen Fruchtbarkeit". Die Fruchtbarkeitsziffer ist festgestellt worden, indem die Anzahl der Geburten zu den stattgefundenen Eheschließungen in Beziehung gesetzt wurde. Vergleichsweise habe ich die früheren Jahrzehnte berücksichtigt. Tabelle 10 (Fruchtbarkeitsziffer). Auf eine rein jüdische Ehe kamen Geburten: Im Durchschnitt der Jahre Preußen Bayern Hessen Berlin Breslau Frankfurt 1881 1890 4,0 3,8 3,9 3,6 2,9 2,8 1891—1900 3,2 2,7 3,2 2,9 2,7 2,7 iGfil IQIO J.t7±U 2,7 2,2 2,5 2,5 1,8 2,6 1911-1920 2,1 1,8 2,3 2,1 1,3 2,3 1921 1,8 1,9 1,9 1922 1,9 1,8 . „ nr______j„___ l^as isWeiftiiiueib) o ICili U^t li \X t nunn i oAr\ *• jl .ii i v r\ c\ Ablösung in dem Einkindsystem gefunden, wie deutlich die Zahlen vor Augen führen. Vor allem sind es wirtschaftliche Motive, die zur g e w o 111 e n Kindereinschränkung (z. B. der Wohnungsmangel) führen. Als wichtige Ursache ist ferner die immer mehr zunehmende Kenntnis von Verhütungsmitteln anzuführen. 3. Eheschließungen. Trotz des Rückganges der Geburten wiesen die Ehen vor dem Kriege eine allmähliche Zunahme auf, unbeeinflußt von den Geschehnissen der Zeit, woraus klar hervorgeht, daß die Verhütungsmittel immer größere

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