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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1924-01-01 · Heft 1 (Januar 1924) · p. Seite 25

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1924) (Neue Folge)
Issue
Heft 1 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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_ *m _ 4*0 — Statistisches Archiv, EtheschliefSunsren tu _ A < -g j i JCiSa^s^^Äjaesjsiiig«!» in ÖeUtSCtliana | Deutschland 1910-1919 In der nachfolgenden Tabelle bringen wir die Zahlen für die jüdischen ungemischten und gemischten Ehen für einen Zeitraum von 10 Jahren. Die Berechnung der sog Eheziffer kann allerdings für die einzelnen Jahre nur mit größter Vorsicht erfolgen, da wir hinsichtlich der Zahl der Juden in Deutschland seit der Zählung von 1910 nur auf Schätzung und Berechnung angewiesen sind. Jahr Ges.-Zahl der Eheschließungen Jüd. ungern. Ehen Jüd.-christl. Mischehen TIU^T-, O J«f J-^m-n umi 1000 Juden Ehen auf 1000 der Ges.- Bevölkerung Von 100 jüd. Männern gingen eine Mischehe ein Von 100 jüd, Frauen gingen, eiti-e Mischelie ein 1910 496 396 3880 1003 7,-1 7,7 12,7 10,2 1911 512 819 QQ1 A UU11 988 7,8 7,8 12,3 10,6 1912 523491 3833 1030 7,0 7,9 12,5 11,2 1913 513 283 3621 1122 6,7 «, < 15,1 11,7 1914 460 608 2617 1345 5,3 6,8 23,2 17,3 1915 278 208 1098 1143 2,7 4,1 40,4 26,6 1916 279 176 1292 967 2,8 4,1 31,7 r-^r"*! -t 1917 308 446 1402 1035 9,1 4,7 31,0 22,3 1918 352 543 2171 1084 4,4 r a o,-± 23,0 16,7 1919 844 339 6295 1Q9Q X VUl/ 13,1 13,4 14,6 11,8 In den Jahren 1910, 11, 12 und 13, die man im Vergleich mit der folgenden Zeit als normal bezeichnen darf, war die jüdische und allgemeine Eheziffer nicht allzusehr von einander verschieden. Der Rückgang in den folgenden Jahren bis 1918 inkl. war bei den Juden viel stärker als bei der Gesamtbevölkerung. Der Tiefstand wurde im Jahre 1915 erreicht, damals sank die jüdische Eheziffer auf 2,7 °/00, während die allgemeine Eheziffer 4,1 %0 betrug. Die Steigerung von 1918—1919 war umgekehrt bei den Juden etwas größer als bei der Gesamtbevölkerung, indem sie bei der letzteren von 5,4°/00 auf 13,4 °/00, bei den Juden dagegen von 4,4 %0 au* 13,1 %0 emporschnellte. Sehr interessant ist die Entwicklung der Mischehen unter den deutschen Juden, namentlich während der Kriegszelt. In den ersten 3 Jahren ging der 8. Teil aller jüdischen Männer eine Mischehe ein, 1913 waren es bereits 15 % 1914 23,2 % und im folgenden Jahre sogar 40,4%. Mit andern Worten: bis 2/5 aller jüdischen Männer schlössen eine Mischehe. Hier zeigt sich deutlich die Wirkung der sog. Kriegstrauungen. Während die Zahl der ungemischten jüdischen Ehen von 1913—1914 um 27,7 % und von 1914—1915 um 58% sank, stieg von 1913—1914 die Zahl der Mischehen, die von jüdischen Männern eingegangen wurden um 19 % und sank im darauffolgenden Jahre nur um 22,4 %. Seit 1915 ist ein Rückgang des Prozentsatzes zu verzeichnen. Im Jahre 1919 hatte er bereits ungefähr wieder den Friedensstand erreicht. Relativ viel geringer ist die Zahl jüdischer Frauen, welche einen Nichtjuden heiraten. Auch hier ist im großen und ganzen, wie die Tabelle zeigt die Entwicklung die gleiche gewesen. Der Prozentsatz stieg von 10,2 im Jahre 1910 bis auf 267 im Jahre 1915, um dann wieder bis auf 11,8 im Jahre 1919 herunterzugehen Preussen Geburten und Sierbefälle in ______ Preußen von 1876—1920. Während die Zahl der Sterbefälle für die Jahre 1915—1919 in der amtlichen preußischen Statistik nach der Konfession nicht ausgeschieden wurde, existiert über die Geburten auch für die ganze Kriegszeit Material in derselben Ausführlichkeit wie vor und nach dem Kriege. Wir werden in einer der folgenden Nummern eine ausführliche Darstellung der Bevölkerungsvorgänge in Preußen, Bayern und Hessen während des letzten Jahrzehnts bringen und veröffentlichen an dieser Stelle nur die Hauptergebnisse der natürlichen Bevölkerungsbewegung in Preußen von 1911—1920, mit einem Rückblick nach Jahrfünften bis 1876. Seit 1876 nimmt die absolute und relative Zahl der jüdischen Geburten in Preußen ständig ab. Von

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