Volk und Land
- Journal
- Volk und Land
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 48-49 (27.11.1919)
- Date
- 1919-11-27
- Page
- Seite 1525-1526 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1525 VOLK UND LAND 1526 Typ I, ein bescheidener, aber möglicher Anfang .p-'iu&uiw -eayc.c^.i^cMaE.'r .aAij. 1 El I IT2FLA! Abb 11. Abb. 12. Typ I. Kleinste massive Einzelunterkunft für sdhneKe, vorläufige Unterbringung von 1 — 2 Personen. Evtl, transportabel zu machen. Fußboden 2,50:4,50 m, Höhe 3,00 m. Tür und Fenster gegenüberliegend, Dach begehbar. Vorkriegspreis: 160 Frcs. ln Massen fabrikationsmäßig herstellbar aus massiven Materialien <ohne Holz), beliebig viele Einheiten des gleichen Typs aneinanderzureihen 4 Abb. 13. Typ ]. Rückansicht,- Schiebefenster: innen Dcahtgazetlügel als Insektenschutz Abb. 14. Tvp 7. inneiwiisidit, von oben gesehen nach Entfern,jh-, des Daches. Tür <mit Oberlüftunj?) und Fenster f>egentiberlies;eiid,• Einriditung bestehend aus zwei seitlich hochklappbaren Betten <leinwatKibespannte Rahmen), zwei Schränken, zwei Stühlen, Tisch, alles ebenfalls als einfachste Massentypen herzustellen. Wände, Tür, Fenster, Möbel ganz einfach, aber gefällig bemalt. Es ist 1913 in Berlin der Versuch gemacht worden, aus porösen Lochziegeln (Kleineschen Deckensteine) obigen Formates eine Wohnzelle von 2:4 m i. L. mit flachem Dach herzustellen. Die Errichtung nahm zwei Arbeitstage eines gelernten Maiurers in Anspruch und kostete fix und fertig 'mit innerem und äußerem Putz, Tür, Fenster, Holzfußboden und unterem Schwellenkranz 130 Mark. Das Dach war begehbar. Das ganze Gebäude hat einen weiten Wagentransport durch Berlin ohne Nachteil bestanden, da die Wän4e durch nach einem bestimmten System eingelegte Bandeisen geschützt waren. Vorher diente es zwei strenge Winter hindurch als j Baubüro und hat sich als durchaus wetterdicht, im Sommer kühl und im Winter gut beheizbar erwiesen. Wenn wir imstande wären, für die ersten Zeiten der Einwanderung tausende von derartigen Zellen, evtl, eines etwas größeren Formates (2,50: 4,50 m im Lichten) für die Einwanderer zu erstellen, so wäre damit die erste Unterkunftsfrage, soweit es sich jetzt und von hier aus beurteilen läßt, auf das trefflichste gelöst. Zu der Frage der Ansiedlung der in erheblicher Zahl damals in Palästina eingewanderten yemenitischen Juden wurden auf Veranlassung des jüdischen Nationalfonds im Jahre 1913 Kostenanschläge von einigen der größten deutschen Massivbaufirmen für die Errichtung derartiger massiver Häuschen von 2,50: 4,50 m und 3 m Höhe eingezogen. Der damals erzielte Offerti preis betrug 400 Mark pro Haus (fix und fertig), was zwar dem dreifachen des damaligen hiesigen Herstellungspreises entsprach, aber andererseits nur einen Bruchteil des in Palästina üblichen Preises darstellte. (Abb. 15—19.)