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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 237

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 237 (sequence 238)
Language
German
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20 Vgl. Beilage II. 21 Zide na to odpovedeli: 1. ze interesse, co p. manzelka jeho p. Adama Tucikovskeho na vdovske stolici sedela, kazdorocne po 8 fr. z 100 fr. daval. 2. Vlnu od ni ze v tuplovan^ch penezich bräval. 3. Krämske veci a zbozi ze ji lacineji nez-li je sam mel pro pricinu tu samou, aby toliko jemu summa penezita seckävä a zanechäna byla, pousteti musil, a tun zpüsobem do dluhu prisel. 22 Moyzis Zid odpovedel, ze na suknech a cajku vetsi skodu nezli tento dluh vynäsi vzali, a doklädä, ze jest poslednS bylo cajky 48 kusu, kterjr bral od p. Procopa Runde po 18 fr. a zase jej po fr. 10 a n£ktery po 5 fr. prodäval... prednäsejice pricinu, ze majice mezi sebou od n&kolika let handl, on Zid kazdorocn£ od p. Procopa Runde vzal za 5 a 6 set Rejnskych sukna a tedy do fallementu prisel. 23 Vgl. Rachmuth, Zur Wirtschaftsgeschichte der Prager Juden im Hist. Jahrb. V, S. 11. 24 Dieser Text ist die gleichzeitig verfertigte Transskription des in jüdischdeutscher Sprache verfaßten, und in hebräischer Kurrentschrift geschriebenen Originaltextes des Offenbarungseides mit der Überschrift: Forme juramenti wie es die Teltscher Juden in Gegenwart dazu verordneter Commissarien in ihrer Schuel abgelegt. Der in Klammer gesetzte Abschnitt fehlt im Originaltexte. Vgl. Beüage IV. 25 Vgl. S. 204. 26 Es handelt sich hier um die von Maria Theresia am 20. Feber 1753 erlassene Handwerksordnung, deren Bestimmungen jedoch nur das jüdische Handwerk, nicht aber den jüdischen Handel betreffen. Vgl. B. Heilig, die Vorläufer der mährischen Konfektionsindustrie, im Hist. Jahrb. III, S. 373 f. Vgl. auch unten S. 221. 27 Wann allenfalls der so kleine Handel mit denen kurzen Waaren, welcher doch in andern Ortschaften, wo jüdische Familien existiren, ohnbedenklich gestattet wird, ihnen Teltscher Juden eingestellt bleiben sollte, dieselbe ohnmöglich leben, viel weniger die onera publica, mit welchen es ohnedieß schwer hergehet, praestiren können, und in soferne die Judenschaften in ihren sonst geführten Handel und Wandel, mit welchem sie dermalen fast alle zu Boden liegen, keine ergiebige Aushilf überkommeten, so stehet zu beförchten, daß ganze Gemeinden verderben, infolglichen auch das allerhöchste landesfürstliche Contributionale auf einmal sinken und keine Erholung mehr zu hoffen sein würde, wovon die Beweise zahlreich zu erproben wären, maßen diejenigen, so noch etwas in Vermögen haben durch ihre Schuldnere fast wöchentlich zu 2, 3, 4 auch 6 und mehr hundert Gulden verliehen, welches endlichen auch ihren Credit schmälert und selbst den Weg, bancrot zu werden bahnet. 28 Von Seiten dieses Kaiser-königlichen Consessus commercialis siehet man sich nun bey so beschaffenen Umständen bemüssiget, den Antrag des Iglauer Commercion Creis Inspectoris um so mehr als es uns um die Erhaltung deren Teltscher Nadler, Knöpfmacher, Lederer und Handelsleuten zu thun ist, sondern auch das Incorporations-Patent Selbsten ausmesse, daß die jüdischen Gewerbsleute denen christlichen in der Nahrung keinen Eintrag machen sollen, beyzufallen, und dahero bey Einem hochlöblich-Kais, königlichen Landes Gouverno dahin pflichtschuldigst einzutreten, womit Höchselbtes gnädig geruhen möchte, dem Juden Salomon Hersehl den Leder-, Eisen- Geschmeid-, kurzen- und fertigen Knopf- Waaren-Handel, dann das Stockfischwässern, mittels des Iglauer königl. Creis- Amts auf das schärfste sub confiscatione der betreffenden Waaren zu untersagen und ihn auf den von seinen Vorfahren betrieben wordenen, von ihme aber bis nun zu beträchtlich fortgeführten Schnitt-Specerey-Farb- und anderer Material-Waaren- Handel, weilen er hiervon hinlänglich und sehr ausgiebige Nahrung hat, auf alle Zeit verweisen, der daselbst christlichen Handels- und Gewerbs Stand hingegen für dieses Judens sträflichen Eingriffen und Bedrückungen für das künftige gerechtest geschützet werden möchten. 29 Vgl. oben S. 229. 39 237

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