Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 465)
- Language
- German
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ANMERKUNGEN. 1 Drei Rabbinatsdiplome Oppenheims aus dieser Sammlung hat Leuoinsky in Blätter für jüdische Geschichte und Literatur II, 29, veröffentlicht. 2 Solche Ehrenrabbinate alter palästinensischer Gemeinden hatte auch Samson Wertheimer inne. Vgl. Kaufmann, Samson Wertheimer, 9. 3 Oppenheims Nachfolger im mährischen Landesrabbinat, B. Berusch Eschkeles, verwaltete das Landesrabbinat tatsächlich von Wien aus. 4 Ein Beispiel derartiger Rabbinatsbriefe bietet der von Grunwald veröffentlichte Rabonusbrief des R. Jonatan Eibeschütz seitens der Gemeinde Altona. Blätter f. jüd. Gesch. u. Liter. IV, 102. 5 Die treffendste Charakteristik des Musivstiles bietet David Kaufmann a. a. O* S. 58: „witzig und anspielungsreich, vorzüglich durch R. David Oppenheim zu Blüte und Überreife gebracht, kaleidoskopartig unruhig, talmudischer Musivstil,. der wie mit einem Ringelreigen geflügelter und flügellahmer Zitate den Leser betäubt; die Sätze sind fertige bekannte und entlegene Stellen aus dem Talmud, die sich verschränken und verketten, weil das Prädikat des einen im nächsten als Subjekt auftritt, Ringe gleichsam, an denen der Gedanke sich fortgreifend weiterschwingt 6 Die Abkürzungen für die Zugehörigkeit zur Priesterfamilie habe ich mit Kaz, zum Stamme Levi mit s. g. 1. oder s. 1. wiedergegeben. 7 Speziell die Unterschriften auf Urkunde VII lassen sich teilweise leicht identifizieren durch Vergleich mit Lewinskys „Zur Statistik der jüdischen Bevölkerung in Stadt und Hochstift Hildesheim im 18. Jahrhundert", Blätter f. jüd» Gesch. u. Liter. III, 113, 150, 169. 8 Vgl. Urkunde VI bez. Wiedervereinigung dieser beiden Funktionen in der Person Oppenheims. 9 In großen Gemeinden, speziell in Prag gab es gleichzeitig eine Reihe von Jeschiwoth, die aber privaten Charakter hatten. 10 Urkunde II unterscheidet auch ausdrücklich zwischen Beth din more schawa und Beth din raba. n Auf diese Spezialisierung eines der vier Rabbinatskollegien deutet der Passus in Urkunde II. 12 In den meisten anderen Gemeinden gab es nur einen Rosch hakahal, der also dem Primas in Prag entspricht. Daß in Prag fünf Rosche hakahal waren, ist auch ersichtlich aus Megillat Samuel, S. 6. Der Primas war einer der 5 Rosche hakahal. 13 Wie verschieden die Titel der Gemeindefunktionäre übersetzt werden , sieht man an dem Beispiele zweier hervorragender Kenner der Materie, wie Löwenstein in Blätter f. jüd. Gesch. u. Liter. V, 91, Der Tub hakahal mit Gemeinderat» und Hock in Galed N 105, N 159, mit Gemeinderepräsentant wiedergeben. 14 Die Abkürzung „B. T." ist hier durchgehends „Baal Tebah" aufzulösen» obwohl sie sonst auch für „Baal Tekana" gebräuchlich ist, das heißt für diejenigen Mitglieder, die ihres Alters und der Gelehrsamkeit wegen von einer Korporation dazu ausersehen waren, neue Tekanoth, neue Verordnungen zum Zwecke der Förderung der Ziele der Korporation zu verfassen. Diesen Grad gab es auch bei der Prager Chewra Kadischa, allerdings hatte ihn der Inhaber nur ein Jahr und war verpflichtet während dieses Jahres eine Tekana einzubringen. 1*a Bei den sefardischen Juden war der Titel memunim auch memune haseman, wie aus den Responsen der in sefardischen Gemeinden lebenden Autoren hervorgeht der Titel der eigentlichen Vorsteher; bei ihnen gab es auch zumindest bei der Gemeinde Smyrna 12 Tube hakahal. (Vgl. z. B. Responsen Schaar Efraim 68, 72; dann letoldoth meuraot Sabatai Zebi S. 3 f.). Neben Jkure hakahal findet man bei den Sefardim auch ,..Die 4 mejuchadim bair". 15 Der Tandelmarkt lag außerhalb der Judenstadt, vor dem Gallikloster, ungefähr wo heute die städtische Sparkasse steht. 462