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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 405

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 405)
Language
German
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IRI
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c) Soborten. Die einzige zur Verfügung stehende Quelle ist die um 1800 entstandene John'sche Handschrift im städtischen Museum zu Teplitz, der Nachbargemeinde Sobortens. Sie berichtet vom ersten urkundlichen Nachweis der Stadt vom Jahre 1334; ferner von einem Brande einer Synagoge um 1500. Der älteste entzifferbare Grabstein eines R. Jeruchim Kotz stammt vom Jahre 1669.9 Der noch bestehende Friedhof, auf dem auch Juden aus Bodenbach, Böhm.-Leipa, Eidlitz und Dresden10 bestattet wurden, könnte für den Nachweis der hier in Rede stehenden Wanderung vielleicht Aufschluß geben. Die Forschungen hierüber stehen noch aus; indessen dürfte mehr Licht in die Geschichte der Gemeinde fallen, wenn das im Archiv des Fürsten Clary noch ruhende ungeordnete Material gesichtet werden wird. Zweifellos bestand schon Ende des 16. Jahrhunderts eine größere Gemeinde in Soborten. Im III. Bande seines Jahrbuches berichtet John: „Zu Soborten bestanden sich jüdische Familien 67, worunter keine einzige, die vor dem Normaljahr 1618 bestanden wäre, und auch keine einzige, von diesen erst nach dem Normaljahr 1618 angekommenen einen kayserhchen Consens hatte," Aus dieser Tatsache könnte man schließen, daß eine Einwanderung aus dem Osten wie stets nach 1648 erfolgte und daß, da keine einzige Familie den „Consens" besaß, hier, wie zumeist, eine ungesetzliche und nur stillschweigend geduldete Niederlassung erfolgte. Auch die blutigen Krawalle, von denen aus dem Jahre 1677 berichtet wird und die eine vorübergehende Vertreibung dieser Siedler zur Folge hatte, lassen auf die Gegensätze zwischen West und Ost schließen, wie dies 300 Jahre früher auch aus Krakau nachgewiesen wird, wo die böhmischen Einwanderer in Gegensatz zu den eingesessenen Ostjuden geraten waren. Aus einem Bericht an das Kreisamt vom „22. Hornung 1783" erfahren wir von „73 Paar Juden in Soborten", gegenüber nur 66 Paar in Teplitz. Die Grabsteine berichten von Rabbinern, die 1712, bzw. 1731 hier begraben wurden, sowie von einem Vorsteher, der Chewrah, der 1750 starb. Da ferner vom Bau eines Turmes11 (besser Dachreiters) berichtet wird, der 1750 der Synagoge angefügt wurde, dürfte diese zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet worden sein. Hierfür spricht auch das älteste Parochet vom Jahre 1730. Da nun die Rückwanderung der Ostjuden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingesetzt hatte, ist die Möglichkeit gegeben, auch hier auf einen östlichen Einfluß beim Bau des Gotteshauses zu denken. Als Muster für den Bau wählte man den bereits fortgeschrittenen Typ des Viersäulensystems, wie er uns in der „alten" Synagoge in Rzeszow5 403

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