Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 140)
- Language
- German
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81a. Demnach auff Barthl Weigertß seel. hinterlassene Schuldtiger vnndt Creditores ein offener Citationzettel, sich innerhalb 6 Wochen anzuemeldten, angeschlagen wordten, alß giebt sich in Herrn Heinrich Roslaubß Burgermeisterambt Moyseß Abraham Juedt zue Priesen hiemit an, weiln er dann der andere sich angemeltet, wiell er auch vor andern die Prioritet, seiner Schult habhafft zue werdten, haben, worumb dieseß in alhiesigeß Memorialparthenbuch vmb die Gebüehr registriret vnndt Abschrift ertheylet wordten. Commothau den 1. Feb. 1651. Am dem Memorialbuche von 1649—1661, S. 29 v, 39. 82. 1652 Feber 13 - Dezember 16. Brandeis von Eidlitz läßt einen Vergleich vormerken. Denn 13. February anno 1652 hat Herr Georg Krahl daz Burgermeisterambt ubergenommen. An dießes Spatium hat H. Baltzar Weigartß mit dem schwartzen Juden von Eydlitz, sonsten Branndteyß genant, Vorgleich eingeschrieben werdten sollen, weiln aber sie sich anderwegß vorglichen vnndt die Registratur wieder zueruckgenommen haben, alß wiert hiemit dieseß ad notam et rei memoriam genommen. Actum ut supra. 82 a. Lazarus Marcus klagt in Vertretung der verwitweten Schmay eine Forderung ein, auf welche wiederum eine Pfändung vorgenommen wird. Den 11. Nouembris anno 1652 erscheint in Buergermeisterambt H. Georg Pergrierß Lazaruß Marcus alß Vollmächtigter der verwittwen Schmayin Judin vnndt kompt contra H. Johann Zimmerman klagent vor, daz er neben Jacob Andersohn deß vorwichenen 1651. Jahr den 24. Novembris vermöge von ihnen ertheylten Hanndt vnndt Pettschafft von verstorbenen Schmay Juden 100 Rthl. habhafft wordten, solche ohne allen Vorzueg innerhalb 8 Woch vnfehlbahr wieder zu ersetzen. Weiln dann bieß dato noch keine Bezahlung erfolget, hat gedachter Lazaruß Marcus obbemelten H. Zimmerman in alhiesigeß Buergermeisterambt Vorbescheiden lassen, welcher zwar zuer Bezahlung sich nicht verstehen wollen, aber, damit die Sach möcht erörtert werden, mit H. Buergermeister gegebenen Handtschlag versprochen, von hier nicht zue weichen, bieß eine Richtigkeit getroffen werdten möchte, zue welchen Enndt gedachter Jued dieseß in alhiesiges Memorialparthenbuch registriren lassen vnndt eine Abschriefft dauon genommen. Actum ut supra. 137