Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 126)
- Language
- German
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alsobaldt mitt der Bezahlung nicht hatt können auffkommen, haben sich die Gerichten inß Mittel geschlagen, daß Samuel Eberle in 6 Wochen 7 Sch. erlegen soll vnndt wiederumb innerhalb 6 Wochen die andern 7 Sch., wofern aber gedachter Samuel Eberle denn ersten Termin nicht halten wirdt, soll er obgemelte 14 Sch. in der Gäntz nebenß denen gebührlichen Ziensen bezahlen. Solches vmb die Gebühr ist inß Gerichtßbuch eingeschrieben vnndt den Juden eine Abschriefft ertheilt worden. Actum ut supra. 67a. Heut dato denn 14. Nouembris a. 1641 ist vor Gerichten erschienen der Jud mitt Nahmen Isac vnndt beklaget sich wieder Tobiam Schmieder wegen 48% Sch. Weiln aber Tobias Schmieder alsobaldt mitt der Bezahlung nicht hatt können auffkommen, haben sich die Gerichten inß Mittel geschlagen, also daz gemelter Tobias Schmieder künfftig Fastnacht 12 Sch. geben soll v. alle Vierdeljahr zue 12 Sch. nachzuefolgen. In Fall aber, da er den ersten Termin nicht halten wirde, soll er ohne alle Gnadt in Gehorsamb eingezogen werden vnndt nicht heraußkommen, bieß er die Schuldt in der Gäntze erlege vnndt bezahle. Solches Geldt aber soll erheben Isac der Jud, seine Erben oder Inhabern deß Tobiae Schmieders Obligation. Solches ist vmb die Gebühr inß Gerichtßbuch einverleibet worden vndt den Juden eine Abschriefft ertheilt worden. Actum ut supra. Aus dem Gerichtsbuche von 1640—1642, S. 32 und 34. 68. 1641 Oktober 9-1642 März 4. Der Rat an Lazar Aron: Empfang seines Schreibens vom 15. September und des Schreibens seiner Frau vom 7. Oktober. Wegen Kriegseinquartierung xvar eine Bezahlung der Schuld nicht möglich; ein Teil wird zu Weihnachten bezahlt werden. An den Lasaro Aron von der Lichtenstatt wegen seiner Schuldtpraetension: Erbarer beschaidener gönstiger Lasarus Aron. Sein Schreiben sub dato Praag den 15. 7bris wie auch seiner Haußwirthin, so datirt Lichtenstatt den 7. 8bris, haben wir zu Recht empfangen vndt nach Ablesimg dessen gefasten Inhaldt genugsamb vernehmen mögen. Wehre vnnß nicht Liebers geweßen, alß wir hetten vorlengsten Mittel gehabt, Ihme der Intereße wegen zu contentiren. Weill aber die bewuste Kriegseinquartierung vndt darauß erfolgender Verderb eingefallen vndt noch 123