Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 129)
- Language
- German
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Et in horum plenius robur ac evidentiorem fidem hocce attestatum sigillo facultatis medicae et consuetis subscriptionibus munitum ei dedimus. Pragae in magno collegio Carolino die 16. Mensis Aprilis anno 1731« Joannes Jacobus Geelhausen, L. S. philosophiae et medicinae doctor ac professor, facultatis medicae p. t. decanus. Wenceslaus Maximilian Lochowsky, supra dictae almae universitatis syndicus et notarius juratus. 11. Promotionsakten des Dr. med. Abraham Kisch aus Prag. I. Abraham Kisch, medicinae et philos. stud.,[bittet, ihm zu erlauben, daß er seine Disputationem inauguralem publice defendiren dürfe 1. Halle, 4. März 1749. Reinschrift, vollständig eigenhändig von Abraham Kisch geschrieben. Geh. Staatsarchiv Berlin, Rep. 52, 159 n. 9, Bl. 72. Allerdurchläuchtigster, großmächtigster König, allergnädigster König und Herr! Ew. Königliche Majestät wollen in allerhöchsten Gnaden erlauben, Deroselben in der allertiefsten Erniedrigung vortragen zu lassen, wasmaßen ich, nachdem ich dem studio medico zwei und ein halb Jahr lang in Berlin obgelegen, mich nachher von da nach Halle begeben, und daselbst wiederum zwei Jahr bei denen dasigen Herren Professoribus collegia medica et philosophica mit behörigem Fleiß frequentiret, nunmehr aber mein curriculum academicum zu endigen und privilegia doctoralia zu erhalten, auch darauf mich wieder in mein patriam nach Prag in Böhmen zurück zu begeben und daselbst praxin medicam zu exerciren gedenke. Wann dan aber ohne Ew. Königl. Majestät allergnädigsten Erlaubnis die dasige medizinische Fakultät mir den gradum doctoris zu erteilen sich nicht bemächtigen kann, und daher zuvörderst von Ew. Königl. Maj. solche einzuholen geraten hat; Als habe bei Ew. Königl. Majestät hierdurch alleruntertänigst bitten und ansuchen wollen, in Ansehung daß ich meine studia auf dero Friederichs-Universität mit allem Fleiß getrieben und meine gute fundamenta allda erlanget; Sie wollen in allerhöchsten Königl. Gnaden geruhen, an dero medizinische Fakultät zu Halle Dero allerhöchsten Königl. Befehl dahin allergnädigst wissen zu lassen: Daß sie mir, wie es auf dero Königl. Universität zu Frankfurt an der Oder gewöhnlich ist, (weil sich die hiesige Universität in allen nach der zu Frankfurt an der Oder richtet), und denen jüdischen studiosis medicinae, so allda promovi- 1 In dem gleichen Akte, Bl. 71, befindet sich ein Zettel mit folgender Notiz: „Communicetur der medizinischen Fakultät zu Halle, cum mandato dem Supplikanten, wann er praestanda praestiret, die privilegia doctoralia zu erteilen, oder falls sie etwas dabei Bedenkliches finde, davon anhero zu berichten, d. 16. März 1749. B. v. Bielfeld." 124