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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 430

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 430)
Language
German
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KDtO DfP. Unreines Brot. Darauf ist zu erwidern. Es muß doch zugegeben werden, daß im 4. Buche Mosis geschrieben steht: „Wenn ein Mensch im Zelte stirbt, dann wird jeder, der in das Zelt kommt, unrein, ebenso auch alles, was im Zelte sich vorfindet. Wer an eine Leiche rührt oder an einen Teil des Toten, oder an ein Grab, wird unrein. Ihr aber verwahrt euer Brot in euren Bethäusern, auch begrabet ihr dort eure Toten. Darum sagen wir, daß ihr gegen die Vorschrift unserer Lehre handelt, wenn ihr Brot an einem Platze haltet, der verunreinigt.** tt&tt byt. Unreiner Mist. Darauf ist zu erwidern. In der ganzen Bibel heißt 'Äf nicht Mist, sondern Wohnung. So zum Beispiel: „Siehe, ich habe dir ein Wohnhaus gebaut .27 Wir wollen nun zum Ausdruck bringen, daß euer Heiliges neben Unreinem wohnt. So habe ich es erklärt in Abschnitt 351 dieses Werkes. ^KIJÖ Orb. Verächtliches Brot.28 Darauf ist zu erwidern: Die Christen rühmen von ihrem Brot (Hostie), daß es den Leib Christi symbolisiere. Von Christus aber behaupten sie, daß er sie vom Höllentod errettet habe. Darum sprechen sie nach unserer Ansicht von dem Brot des Erlösers. In der Bibel wenigstens heißt ^N'ttfc: Erlöser. So steht geschrieben: „Der Mann ist unser Verwandter, er wird unser Erlöser sein."29 In seiner lügenhaften Rede fuhr Peter zu freveln und uns zu beschuldigen fort, indem er sprach: „Von jedem Teig, den die jüdische Hausfrau bereitet, verbrennt sie ein Stück, um damit den Gott der Christen zu schmähen. Auch am Rüsttage des Pessachfestes, zur Passionszeit also, verbrennt ihr Brot (den Leib des Herrn)." Solche Reden sind nichts als Lüge, mit der er das allgemein Bekannte zu entstellen trachtet. Es heißt doch: „Das erste eures Teiges gebet dem Priester."80 Der Teig nun, den wir absondern, ist eine heilige Hebe, die nicht in Unreinheit gegessen werden darf. Wenn eine Frau zur Zeit ihrer Menstruation den Teig geknetet hat, verunreinigt sie diesen durch ihre Berührung, wie geschrieben steht:81 „Wer an ihr Lager rührt, wird unrein." Um wieviel mehr das, was sie direkt berührt. Selbst wenn die Frau rein ist, durch ihren Mann kann sie unrein werden. So heißt es:32 „Die Frau, der ihr Mann sich zugesellt, wird unrein. Auch wenn die Frau keinen Mann hat und rein ist, verunreinigt sie den Teig; denn es ist ausgeschlossen, daß sie nie in ihrem Leben unrein geworden wäre. Sie bedurfte demnach der Reinigung durch Besprengung seitens des Priesters. Da dies in unserer Zeit nicht angeht, wird der Teig in Unreinheit hergestellt. Weil wir ihn nicht in Reinheit erhalten können, haben wir die Pflicht, ihn zu verbrennen. So finden wir, daß alles Geheiligte verbrannt werden mußte, nachdem es zum Essen sich nicht geeignet hatte, entweder weil es über die zulässige Zeit hinaus zurückgebheben oder weil es unrein geworden war. Ja, das Brot selbst wurde uns geboten, zu verbrennen, wie geschrie- 7 435

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