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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 427

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 427)
Language
German
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IRI
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er uns nicht gleichgesetzt hat den Familien der Erde. Und das sind die einfachen Leute vom Dorfe, die mit der Natur verbunden sind, das sind die Familien, welche die Erde bearbeiten. Sie kennen keinen Glauben und meinen, daß die Figuren aus Holz und Stein in Wirklichkeit eure Gottheit sind. Das aber ist das große Übel, von dem es im Propheten Jesaja heißt14: Sie beten zu einem Gotte, der nicht zu helfen vermag. Diese Figuren verursachen die Irrtümer, von denen wir im Gebete sprechen. Darum warnt die Lehre in dem Zehn wort: Du sollst dir kein Bild machen von irgend einer Gestalt.15 Demnach sprechen wir es im Gebete nur der Thora und den Propheten mit Recht nach. Wenn du aber sagst, daß der Zahlen wert im Worte Jesu dem Zahlen - wert im Worte „und Nichtiges" entspricht, so habe ich zu erwidern, daß die Christen ihren Gott nicht Jesu sondern Jesus nennen, und in unserer Sprache heißt er Josua. Mit dem Zahlenwert ist es also nichts. Ganz recht, meinte er. Manche von euch nennen ihn Josua. Und das mit Recht, weil er sie vor dem Höllentod gerettet hat. Da erwiderte ich: Deine Rede verrät, daß du nichts verstehst. rrj?ltt^ und HHIJÖ haben eine und dieselbe Form. Und wie du nicht HIJ^ von HHIJÖ ableiten kannst, so auch nicht von HJW (Hilfe). Wohl findet sich in der Chronik die Bezeichnung JWÜ, aber nur als Eigenname, wie viele andere Namen auch, ohne nähere Bedeutung16. Und diese Antwort bezieht sieh auf alle Schmähungen, die im Talmud in Verbindung mit Jesu erwähnt werden. Sage den Leuten, daß dort nicht Jesus gemeint sei. Auch die Weisen, die an der Religionsdisputation in Paris teilgenommen haben, erklärten, daß es zwei verschiedene Jesus gab. Der Jesus, an den die Menschen glauben, lebte zur Zeit der Königin Helene, wie ich es im Abschnitt 332 meines Nizzachon zu Daniel auseinandergesetzt habe. Die Königin Helene aber war eine Zeitgenossin Hillels, wie wir es gelernt haben im Nasir, was auch im ersten Abschnitt des Traktates Sabbat erwähnt wird. Der Jesus im Talmud hingegen lebte in den Tagen des Rabbi Josua ben Perachja. So ist es vermerkt im Abschnitt Chelek und im Traktat Sukka. Hillel aber wirkte viele Generationen nach Rabbi Josua ben Perachja, wie es in den Sprüchen der Väter zu ersehen ist. Ferner sagte ich zu ihm: Nachdem du gekommen bist mit der Absicht, seinen Namen zu deuten, ist es dir zweifellos bekannt, daß er auch der Nazarener genannt wird. Dieser Name deutet darauf hin, daß er gebildet, erschaffen wurde, was von unserem Gotte nicht behauptet werden darf. Über die weitere Deutung seines Namens vergleiche Abschnitt 256 dieses Werkes zu Habakuk. Auf Grund der obigen Worte sagte ich zu ihm: Steht es nicht geschrieben in eurem Neuen Testamente17, daß Jesus nicht gekommen ist, 432 4

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