Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 190)
- Language
- German
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i reien, 1 eigen! Jüdische Gerbereien Anmerkungen Fortlaufende Herrschaft Ortschaft Christi. Gerbe gepachtet oder eigene gepachtete mit 1 christl. Arbeiter hinsichtlich der Produktion, des Pachtvertrages und der sozialen Stellung der Gerber Übertrag 1 2 10 13 Weseli 1 Der jüdische Gerbereipächter kann keinen christlichen Arbeiter halten 14 Wisowitz 1 Die herrschaftliche Gerberei ist an einen Juden um den Jahreszins von 70 fl. verpachtet. Er erzeugt jedoch nur schlechtes Leder und kann keinen christlichen Arbeiter halten, da er sich selbst kaum ernährt 15 Wsetin Die christlichen Schuster in der Umgebung gerben selbst, ein jüdischer Gerber ist auf der Herrschaft nicht vorhanden 16 Zlin 1 Auf der Herrschaft besteht nur eine einzige, an einen Juden verpachtete und sehr schlechte Gerberei. Sohlenleder wird darin überhaupt nicht erzeugt, sondern nur gelegentlich gewöhnliches Leder Zusammen 1 2 13 — VI. Iglauer Kreis 1 Pirnitz 2 Auf der Herrschaft Pirnitz gibt es keinen christlichen Gerber, lediglich 2 jüdische: Joachim und Elias Lederer. Bisweilen gerben auch einige Schuster einige minderwertige Ware82 2 Trebitsch 5 Auf der Herrschaft Trebitsch sind 5 herrschaftliche Gerbereien an Juden verpachtet, aber es werden bloß Kalbs- und Schafhäute gegerbt, keineswegs aber Sohlenleder33 Zusammen — — 7 — Fassen wir die Angaben aus sämtlichen sechs mährischen Kreisen zu einer übersichtlichen Summartabelle zusammen, so erkennen wir das gewaltige Übergewicht der Juden im mährischen Gerbereiwesen, insofern es sich namentlich in den herrschaftlichen Gerbereien konzentrierte. 19 193