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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 394

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 394)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644307--1853-2646197
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Richter ausgezeichnet im Gesetze. Gott mit Ihnen und Frieden allem, das Ihnen gehört. So sei es sein Wille. Furcht Gottes geht der Sache voran. Zwang kann nicht als schlecht angesehen und nicht gelobt werden, wenn wir jetzt gezwungen sind, Sie, Hochgeehrte und Hochgelehrte zu belästigen, denn wir sprechen, wir wollen zur Hilfe eilen, denen die rufen mit der Stimme, die klagend zu Rama gehört wird, erinnernd und ächzend aus gedrücktem Herzen, mit gebrochenen Lenden, jedes Herz zerfließt und wird zur Wasser ob der Zerstörung, der Stadt, groß vor Gott, der heiligen Gemeinde Prag, die wirklich gleich ist der Zerstörung Jerusalems, das u. u. v. S. w., ganz und gar zerstört wurde und doppelt empfieng nach dem Maße des Gerichtes dadurch, daß die Stadtleute, die seit jeher seit alten Zeiten Judenhasser sind, gegen sie Verleumdungen aufbrachten und jetzt eine Gelegenheit finden, lügnerische Verleumdungen gegen sie zu erheben, daß die Juden es mit dem Feinde, dem Könige von Preußen gehalten hätten, sie versammelten sich, wie man hört, waren es mehr als 50000 Räuber, überfielen die Juden, erbrachen und zerstörten alle Gewölbe, Zimmer und Laden auf dem Markte und zerstörten weiter alle Häuser der Judenstadt auf einmal und raubten und plünderten und erbeuteten alle Kostbarkeiten Israels, ihr Geld, ihre Waren, Silber und Gold und was Geldeswert hatte, alles Bewegliche, Kleider und Hausgerät, und zogen ihnen, ihren Frauen, Söhnen und Töchtern ihre Kleider ab, und von denen, die sich um ihr Vermögen mühten, ihnen zu wehren und sie zu hindern, wurden viele getötet, viele gestoßen, gestochen, getreten, mit dem Schwerte verwundet, viele Vornehme wurden mit Feuer gepeinigt und den ganzen Tag, die ganze Nacht mit dem Schwerte gestochen, bis sie ihr Geld und ihre Schätze zeigten, kurz sie machten alle Häuser der Juden gleich einem Netze, in dem keine Fische sind, sie stellten sie nackt hin, nichts blieb ihnen als das nackte Leben. Und so geschah es in mehreren Gemeinden in Böhmen, in Raudnitz, in Bydzov, in Leipa, in Soborten, in Teplitz. 228 Männer wurden gezählt, die erschlagen wurden, darunter waren mehrere Rabbiner und Frauen und Männer der Tat, die mehrere Tage hingeworfen lagen, ohne beerdigt zu werden, gleich dem Dünger auf dem Felde. Wie zu ersehen aus der Relation, die von Wien geschickt wurde, was dem Rabbiner der heiligen Gemeinde Leipa geschah, Gott räche sein Blut. Viele hunderte Personen wurden verwundet und hatten nichts, ihren Körper zu stärken und Heilung und Verband zu( beschaffen. Was in anderen heiligen Gemeinden geschah, ist noch nicht bekannt. Alle Synagogen zerstörten und verwüsteten sie und beraubten sie aller Leuchter aus Silber und Kupfer und aller heiligen Gewänder, gestickt und belegt mit Gold und Silber 31 383

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