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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 252

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 252)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644305--1258-2645601
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von 200 Gulden unter der Bedingung, wenn Tochter und Schwiegersohn ohne Hinterlassung von Kindern innerhalb des ersten Jahres nach der Hochzeit sterben sollten, verpflichtet sich Chaje, das Geld zurückzugeben. Dieser Fall ist eingetreten und Kopel verlangt die 200 fl. Chaje erklärt, daß diese Sache beim Altstädter Amte anhängig sei und bittet das Gericht, den Kläger dahin zu verweisen. Es wurde der Chaje 14 Tage Zeit gegeben, um zu beweisen, daß dieser Streit beim Altstädter Amte anhängig ist. 96 Scholem Greger legt dem Gerichte folgenden Fall vor: Er habe dem Moses Raudnitz eine Perle für 70 Gulden verkauft. Dafür hat er 40 Gulden in Geld und einen Schuldschein auf 30 Gulden erhalten. Diesen Schuldschein hat er verloren und ist überzeugt, daß ihn der Moses gefunden hat. Er fordert daher 30 fl. oder den Wechsel, ltzchok fordert eine schriftliche Klage. Diese wird bewilligt. 97 Dienstag, den 15. Ijar 5443. Freidel, die Frau des Jakob Marie, verlangt von Libele, der Frau des Jesaja Kuh, 8 Gulden für gelieferte Waren. Libele bestreitet, Waren empfangen zu haben. Es wird erkannt, Libele soll innerhalb 14 Tagen schwören, daß sie von der Freidel keine Ware bekommen hat. 98 Mittwoch, den 16. Ijar 5443. Es erscheinen Moses, der Sohn des Hirschel Moses Dajon (Rabbinats- Assessor), und David, der Sohn des Selig. Moses hat bei David eine Wohnung gemietet und als Angabe einen roten Rock im Werte von 4 Schock gegeben. David hat die Wohnung weiter vermietet und Moses verlangt nun seine Angabe zurück. David bestreitet diese Angabe und behauptet, er hätte dem Moses nichts vermietet. Der Rock wäre .ein Pfand für 4 Schock, die er dem Moses geliehen habe. Das Gericht hat über den Fall genaue Erkundigung eingezogen und festgestellt, daß das Pfand für die gemietete Wohnung gegeben wurde, die David weiter vermietet hat. Es wird dem David aufgetragen, innerhalb 3 Tagen das Pfandobjekt zurückzugeben. 247

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