Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 534)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2644300-2644303--0991-2645333- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
519 Dr. Arne Noväk, „Georg Brandes, Kritiker und Apostel44. Dr. Alfr. Maria Mayer, „Glossen zum Buche W. S o m b a r t". Ing. Heinr. Fleischner, „Teuerungsmedaillen". Ph. Dr. Alfred Fuchs, „Anmerkungen zum Vojta Bakous, „Vojkovicti a pfespolni". Dr. Jos. Kodicek, „Über die Relativitä t". Dr. Josef Poläk, „Die Juden in Lieben im XVI. Jhrh.44. Diese Arbeit schildert das rasche Aufblühen dieser Judengemeinde. Bis zur Mitte des XVI. Jhrh. gab es in Lieben keinen Juden; kaum paar Jahrzehnte später ist hier bereits eine stattliche Gemeinde, die eine Schule und Friedhof besitzt. Den Beginn der Gemeinde setzt Dr. Poläk in die Jahre 1571—1575; in der Zeit flohen einige Judenfamilien in die Nachbardörfer Prags und setzten sich urter dem Schutze einiger Herrschaften daselbst fest. Hier überdauerten sie die Stürme und Ungunst der Zeiten. In Lieben war es Herr Albrecht Bryknar v. Bruckstein, der sich der Juden annahm. In der weiteren Folge schildert Dr. Poläk diverse lokale Begebenheiten, aus denen er ein treffliches Bild der Zustände jener Zeiten konstruiert. Dr. Otakar Kraus, „Das Resultat der neuesten Forschungen und die Religionen41. Dr. Josef Poläk, „Der Prager Rabbi David Oppenhei m4\ Dr. Ervin Taussig, „Hellenismus und Judentum". Dr. Väclav Vojtisek, „Die Stiftung Albrecht von Waldsteins für die Neophiten aus dem Geschlechte der Juden". Der Prager Jude Josef Thein ließ sich zum Kaufe von Gegenständen verleiten, welche aus dem Raube im Palais Liechtenstein stammten. Nach langen Bitten gelang es den Prager Judenältesten, Gnade für den zum Tode verurteilten zu erlangen, doch mußten sie vorher 10.000 Gulden bei der städtischen Kasse deponieren. Aus diesem Kapital wurde eine Stiftimg für jüdische Jünglinge geschaffen; diese sollten im katholischen Geiste erzogen werden.