Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 525)
- Language
- German
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510 12. Jhrg. 1892/93. Dr. Josef 2alud, „Die Vergangenheit und die Gegenwart der Juden in Böhmen". (Der Abschnitt II enthält eine gründliche Bearbeitung aller Josefinischen Edikte, der Namensgebung, das Schulwesen, der Sprachenzwang in der kommerz. Buch- und Korrespondenz, die Ehegesetze, das Lehrbuch B'ne Zion u. a. Der weitere Teil wertet den Einfluß des Dichters Siegfr. Kapper auf die böhm. Juden, der Gründung des akad. Vereines Sp. c. ak. z. und des „Or Tomid", nennt die zahlreichen Publikationen, welche diese beiden Korporationen in der kurzen Zeit ihres Bestandes herausgegeben haben. Stud. jur. Alfred Meissner (der jetzige c.-sl. Justiz- Minister), Jungbunzla u". Eine kurze Reminiszenz an Hynek Kraus, Postmeister in Lusteniee, eines Freundes Siegfr. Kappers, des Verfassers des ersten tschechischen jüdischen Gebetbuches. Dr. August Stein, „Prager Synagogen" (mit einem Bilde der Altneusynagoge —; die Arbeit ist ein Auszug aus dem Werke „Öechy", welches unter Mitarbeit des Dr. Aug. Stein im Verlage Otto-Prag erschienen ist). Dr. Ign. Arnstein, „Uber Emanzipation und Assimilatio n". Ph. Dr. Vlastimil Kraus, „Das Seminarund die e. jüdische Frage". Dr. Mor. Grünwald, „Beitrag zur Geschichte der Kultusgemeinde in Pisek". Enthält: Die Verordnung von 1701 (wörtlich zitiert), welche den Juden das Verbot vom Jahre 1610 betreffs des Tragens von Geschmeide und Putz neuerdings einschärft. In dieser Verordnung sieht Dr. Grünwald die erfreuliche Seite, daß die Juden zu der Zeit noch keine Judenabzeichen (Judenfleck, Spitzhut u. dgl.) tragen mußten. Die Volkszählung von 1690 und die Juden. Der Prozeß zweier Piseker Juden: Hertz Latz und Löbl Kavka. Die Erwähnung, daß im Jahre 1818 in Pisek ein Jude Benedikt Veit gewohnt hat; es ist dies der Vater des später berühmten Dompredigers zu St. Stefan in Wien, der sich der Juden in der Blutritualaffäre so wacker angenommen hat. B. Singer, „Die Brüder Franz und Joh. Nepom. § k r o u p".