Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 2 (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 138)
- Language
- German
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132 IX. Lehel Schneider aus dem Stamme Levi, 27 Jahre, sein Weib Sarah 24 Jahre, Sohn Moysis 4 Jahre, Tochter Judit 1% Jahre. Auf der herrschaftlichen Chaluppe, schneidert, zahlt 1 fl. 36 kr. Kontribution, Schutzgeld 12 fl., verdient 40 fl., ist 7 Jahre hier. X. Simon Abraham aus dem Stamme Israel, 65 Jahre, sein Weib Sarah 60 Jahre. Auf der herrschaftlichen Chaluppe, ist Scholmeister, hat von den hiesigen Juden an Besoldung 30 fl. jährlich, ist 2 Jahre hier. XI. Witwe Hindele 40 Jahre, Tochter Midel 18 Jahre. Hat ihre eigene Chaluppe, strickt Strümpfe, verdient jährlich 24 fl. In Sch. geboren. XII. Der Jude Hirschmann, sein Weib Rindele, Tochter Heyge 2 Jahre. Dieser junge Jude hat sein eigenes bürgerliches Haus. XIII. Die Erben nach dem Juden Isaak, die Töchter Halke und Kitel. Ernähren sich nach Möglichkeit. Bei ihnen lebt das jüdische Waisenkind Kopel, 13 Jahre alt; er hat auch sein eigenes bürgerliches Haus (XIV.). Im Jahre 1717, den 19. August verkaufte der Jude Pinkas sein Haus, das er nach seinem Onkel Sigmund (dieser hatte es von Fr. Max. Czernin gekauft ut supra) gemeinsam jnit seinem Bruder Abraham genannt Brummel geerbt hatte, diesem Brummel um 400 fl., wobei er für sich, Weib und Kind Wohnung auf Lebenszeit ausmachte. Das Gebäude (Nr. 115) hat ein steinernes Gewölbe, einen Laden mit eiserner Türe, einen Keller, ebenfalls mit eiserner Türe; den Kaufvertrag tätigte der Schwihauer Eabbiner Ballivey. Im J. 1718, den 12. September überließ David Israel (VI) sein Haus auf der unteren Stadt gelogen, zwischen dem Sattler Khün und dem Daniel Vojta, dem Jakob Löbl um 48 fl. rh., i. J. 1720, am 12. April Josef Hersehl das Haus, wie er es mit seinem Weibe Eva von seinem Schwiegervater Salomon Sender geerbt hatte, um 180 fl. dem Brzeskowitzer Juden Salomon Alexander. Von diesem Hause werden 20 fl. Schutzgeld gezahlt. Den Verkäufern verblieb kein roter Heller, denn