Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 2 (1904) Heft XIV
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2642950-2642969-2642971--1269-2644204- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hrodna 1× ep/1044655
OCR text
Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter herausgegeben von M• G r u n w a 1 d. Heft XIV. Hamburg. Jahrg. 11104. Nr. 2. Einiges über die alten Holzsynagogen in Polen. Von Mathias Bersolm. 3. Heft, Warschau 1903. Autor, lieber Setzung aus dem Polnischen von M. de Pen (Frau Pauline Kmdei!, Hamburg)• Vgl. das 8. Heft unserer ,,Mitteilungen־*. Die alte Synagoge in Wolpa verdient unbedingt eine ausführliche Beschreibung, sowohl in architektonischer Hinsicht, als auch in Anbetracht der zahlreichen altertümlichen Ueberlieferungen. die sie seit langer Zeit birgt. Sogleich beim ersten Anblick bemerken wir an diesem aus Cedernholz hergestellten Bau die verschiedenartigen, immer kleiner werdenden Dächer und die äusseren Bailustraden, welche, wie wir bereits gesehen haben, einen charakteristischen Typus der früheren Holzbauarten der polnischen Juden darstellen. — Das Städtchen Wolpa, dessen Zierde diese altertümliche Synagoge bildet, liegt im Gouvernement Grodno unweit des linken Ufers des Niemen. Im 15. und 16. Jahrhundert war es Eigentum der reichen litauischen Fürsten Holszan, welche sowohl die christliche als auch die jüdische Bevölkerung heranzogen, um Handel, Gewerbe und Handwerk zu fordern. Zum Emporblühen des Städtchens trug jedoch meistens der spätere Besitzer, Fürst Leo Sapieha, bei. Wahrscheinlich wurde diese Synagoge, welche wir hier fFig. 1) im Bilde vorführen, durch dortige begüterte Juden im Jahre 1643 errichtet, doch lässt sich dies bei dem Mangel an Gemeindebüchern nicht sicher feststellen. XIV. Heft, Jg. 1904. II. f