Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1904
- Issue
- 1 (1904) Heft XIII
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
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67 Seht, wie er wild die Fäuste ballt;. Hört, wie sein Anathem erschallt. Ja, Hessen gilt die grosse Wiith, Er ist dem armen Lande gut. Verlangt die herrlichste Verfassung Und flucht jedweder Unterlassung! Doch Rrrrr ein ander Bild, da hat Er für die Herrn der Vaterstadt Nur Zärtlichkeit. Da wo es gilt. Recht wild zu sein, ist er gar mild. — Er rät: Seid immer hübsch ergeben, Und ruft: Der Unterthan soll leben! 73. 17. Mai 1862: R. bietet einem in der ״Criminal-Garküche* eint* Schüssel ״Pflauraonkuchen“ an. Ueberschr. : Ein schwer verdauliches Gericht. Unter sehr.: Frage: ״Willst du. mein Bester, nicht einmal versuchen?“ Antwort: ״Nein, nein, mir graut vor diesem Pflaumenkuchen!“ 74. 15. Febr. 1862: R . als Gourmant bekannt, mit einem andern bei Austern und Wein. Ueberschr.: Die Kaserne des Gentrum. (Genrebildchen aus der Hachmann [damals Vorsitz, der Bürgerschaft] ’sehen Schule). Unterscln־,: Weil Euch die Kost in Eurer Kaserne Ihr Herren so vortrefflich gedeiht. Und weil von Soldaten topfen ihr ferne. Glaubt Ihr, mit deren Reform hab’s noch Zeit! 75. Ein syrischer Bock zum deutschen Leithammel erwählt. Verlag von R. Baist in Rödelheim. Gez.: E. Sch. 4°. 76. Erster Jud (ein Trödler): nu! wie tragt der Mann fou schwär? Zweiter Jud (Riesser): S’nit L'ou arig worum er tragt j011 uf I»ade Achsle! bey mei lang Lebe ich hab ka Kinesinne druf! — — Gedruckt bei C. Knatz in Frankfurt a. M. (Bezieht sich auf Riesser und Gagern.j 77. Der verlorene Sohn. (Heckscher in Tiergestalt vor der Tribüne oder dem Präsidentensitz der Bürgerschaft, auf welchem man Riesser erblickt.) Wiedergekehrt aus fernen Landen, begossen von oben bis unten, betritt er die Heimath, und weinend ruft er aus: ״Deutschland, ich habe gesündigt am Himmel und an Dir, und ich bin nicht werth, dass ich dein Sohn heisse!“ Ohne Bezeichnung. (Aus ״Mephistopheles“ No. 44, 1849. Hamb. Karikatur, wahrscheinlich von Popper gezeichnet, der für den ״Mephistopheles'־ arbeitete1. Der Mephistopheles erschien vom 17. Januar 1847 bis 16. Mai 1847, 18 Nummern, wurde dann verboten und erschien wieder — in Wandsbeck — vom 2. April 1848 bis 27. Juni 1852. im Gauzen 18 und 222 Nummern.) 78. Im ״Mephistopheles“ von 1850, No. 124, ist noch eine Karikatur mit dem Portrait Riessers: Die Gothaer in Schleswig-Holstein und ihre Kriegsthaten. 79. Jude: Dau lehn Se ä Mohl! Herr Doctor, ebbes Rores a blonde Periick, die ganz ailan steht. Dr.: Nun, was nützt die alte Scharteke? Jude: Verzeihe Se Herr Dr., Sie is noch kan 40 Johr alt un hot uns sehr genützt. Lith. Anst. v. Ed. Gust. May in Frankfurt a. M. 80. Ich möchte auch der Riesser sein, — wenn ich nicht Vinke wäre! (vide Sitzung vom 6. Oktober). Gez.: W. V. Lith. Anst. v. Ed. Gust. May in Frankfurt a. M. 81. Er wird mir gemüthlicli schwer — dieser Antrag. (Sitzung vom 28. August 1848.) Lith. Anst. v. Ed. Gust. May in Frankfurt a. M. ( R. v. Mohl trägt Riesser auf dem Rücken.) 82. Reichs-Fege-Mühle. (Sitzung vom 18. September. Rechts unten unter anderem das Portrait Riessers. Ohne Bezeichnung.) (71.—82. H.j. 83. Riesser als Hampelmann — sehr selten. 84. Der erste Band der von Julius Stettenheim redigierten Hamburger Wespen in No. 1 vom Jahre 1862 enthält eine Karikatur (in dom vollständigen Bande). Sie ist bezeichnet: Drei Elemente innig gesellt. — Man sieht Riesser, Dr. lvnauth und Baumeister das Patriotische Haus verlassen. Die 5*