Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 2 (1901) Heft VIII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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183 וי־ erfreute sieh in seiner Heimat eines gewissen Rufes, so dass man ihm in Folge dessen den Beinamen ״Architekt“ beigelegt hatte. Es scheint, dass er in verschiedenen Orten verschiedene Bauten errichtet hatte. Nach der Vollendung der Synagoge in Lutomiersk fing er an, im Auf- ■יממייי ^י-י׳ Figur 23. Der obere Teil der Lade in der Synagoge zu Lutomiersk. trage der jüdischen Gemeinde in Zloczowo in dieser Stadt eine grosse Holzsynagoge zu bauen. Er vollendete dieselbe jedoch nicht, da er bei Besichtigung der Dachverbindungen vom Gerüste stürzte und auf der Stelle tot blieb. Seine Leiche wurde auf dem jüdischen Friedhofe in Zloczowo beigesetzt. Fragekasten. Schwanenlied eines Kantors. (Vgl. Heft IH Fragekasten.) L א Einst woll’n wir anfang’n zu sprechen von der lieben Welt. Wenn einer muss abscheiden, was nützt ihm all sein Geld?! II. 2 Bajis (Haus) ist ein Haus, das thut sich um mir werfen, Der malach-hamowes (Todesengel) steht zu Kopf und thut den chalef (Messer) schärfen. in. ג Grosse gedulles (Ehren) hab’ ich gehabt, seit ich bin geboren; Jetzt wird man mich wegführ’n, nicht geritten, nicht gefohren. IV. ך Das hab’ ich wohl gewusst, ich werd’ nicht ewig leben, Hätt’ es mir aber nicht vorgestellt, ich werde müssen Rechnung abgeben. V. ה Hein, heim, hein, es kann nicht anders sein; Wenn man mich schon ruft, da muss ich ja schon geihn.