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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1900-01-01 · 1 (1900) · p. Seite 51

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1900
Issue
1 (1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 51 (sequence 51)
Language
German
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51 135a, (צנעיאל (ר bat den Liwjatau zu hüten und spielt mit ihm täglich. Es ist sehr gut, gegen Fieber — es bleibe uns fern! — auf ein gebratenes Ei den Namen Abrakadabra zu schreiben und dem Kranken es einzugeben drei Tage lang des Morgens vor dem Frühstück. 136. (י) Gegen die Pest — Gott behüte!: Besorge dir ,,Hauswurz“ und ״Kräuticli, das man gnaphaliunr־ nennt, aus der ״Apotheke“ und lege das in Ziegenmilch ein und gieb davon jeden Morgen deinen Hausleuten ein, bevor sie noch irgend etwas gegessen haben. 137. (קנדי) Gegen Seuchen: Bori’el, der grosse und hochwürdige Engel, dessen Posten über der 3. Halle, ist bestellt über 135a) Über fabelhafte Tiere: M. 1869 S. 90f. Liwjathan: Gunkel. Schöpfung 11. Chaos XI u. s Friedlän(ler Gnostic*. S. 85. Mitt. II. S. 11 u. 26. Über das Wort Abrakadabra, mit welchem zuerst der Leibarzt des Kaisers Septimius Severus die Fieber heilt (Rosenstein 11), s. XVuttk♦• 246 und das Gedicht des Serenus Samonicus (Sprengel II. 245). welches angmbt, wie durch die Schreibung dieses Zauberwortes das magisch*‘ Pivieek (vgl. Blau 144) gebildet wird. — T. אבלקדדוס ס״א אבדקודוב vgl. אבינכ Abraxas neben דומה Dähmän, אנקתס Anaxos (unt. § 180 u. Al lg. u. 8: avag 7r10T7j1iujv diovvoos). s. דיוגסים Dionysos, cpcoocpÖQog [z. B. Hermes], Nemesis, Arminus, Aphrodite, Aurora. Curtius usw. Über Hol da in einer iiid. ei Rub. 8(> Zeit. d. Jud. 1898 Xr. 2 crcs Hephaistos, םפםימ£ Hermes. Sales. Calliope. Beschwörung: JPG. 25. Vgl. A. Landau in Ztschr. d. Ver. f. Volksk. 1899. . M. I 26. II 64. vgl. Wuttke 187). י Trimm gebrüht euer: SZ. 136) Hauswurz bei Grimm M. LXX u. CLXI u. 6 גדוולירן ist Donnergodfar (das. 118) oder gnaphaliuin dioicum 1 dem ״Pestwurz“ verwandt. Über das Verbot לא תבשל גדי II. XL 23, 19 etc. s. Mannh. 178. \ g XI. XCII: Ferkel in Wasser baden, worin ein gemetzeltes Schwein worden. Ziegenmilch gegen durch Blitz (״Donnerschlag“) entstandenes F Über Ziegenfell bei den Luperealien usw.: XIannh. 85. Zur Ergänzung des Xlitt. I 109 Xr. 100 angeführten Brauches in den russ. ()stseeproviuzeu. am Seder eine Ziege hereinzulassen, wird uns durch Hn XL Abraham, Hamb, י ס mitgeteilt, dass ein als Witzbold bekannter Litauer, namens Chajjim Tule. einmal, als Ziege verkleidet, bei seinem Nachbarn am Sederabend vorgesprochen habe, ihm dafür aber gehörig heimgezahlt worden sei. Doch ist der a. a. G. erwähnt(‘ Brauch auch in Polen, z. B. an der westpreuss. Grenz*‘, anzutretfen. XIan will damit wohl die in Ziegengestalt (vgl. Jes. 13, 21, Berakh. 62a) godachten Se'irim, die bösen Geister, verspotten, weil sie am Sederabend. dm• Lei simmurim, machtlos sind (vgl. Mitt. I 71). Vielleicht hängt auch das Chad gadja-Lied hiermit zusammen. Im Übrigen gelten als Gründe des Thüröifnens. dass man an diesen Abenden ״offenes Haus״ hält und vor allem den Vornelimsten unter den Armen, Elia, erwartet, nach anderen: dass man sich vor dem aus Heines Rabbi von Bacharach allgemein bekannten grausigen Fund an der Thürschwelle (seqerbilbel) hüten wollte. Zu diesem Zwecke wurde auch der rote Wein sowie das Messer auf dem Tische vermieden (Xlitt. I 109). wie die alten Haggadaausgaben zeigen, und selbst bei noch so warmer Temperatur der Ofen geheizt, um alles Verdächtige zum eigenen wie zum allgemeinen XVohle sofort hineinzuwerfen. Einer ähnlichen Rücksicht entsprang wohl auch die Scheu, *las Tischtuch am Sabbatausgang abzunehmen und abzuschütteln. 4*

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