Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- Heft 10 (2.6.1931)
- Date
- 1931-06-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2641551-2641624-2641634--437-2642409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2. Der jüdische Arbeiter >-*>■!- im, v ■■■■■ii nur ,n, ■ , -_-—-■ ........-................■............. .......- ■ ■ - ~F*.***--~*+ - ■ ■ Freunde des arbeitenden Palästina! Stimmet und vre] die „Liste des arbeitenden Palästina*'! Unser Wahlprogramm. i. In den Mittelpunkt der Tätigkeit der zionistischen Weltbewegung der nächsten Jahre soll die Konzentrierun'g möglichst breiter Schichten des jüdischen Volkes um die Sicherung der Mittel für die Festsetzung -des Aufbauwerkes in Palästina gesetzt werden. Zur Verwirklichung dieses Zieles soll in der nächstem Zeit 1. Eim Einwanderungs- und Ansiedlungsplan, für einen längeren Zeitabschnitt berechnet, entworfen werden. 2. Als Grundlagen der Ansiedlung soll die Ausschaltung der Bodenspekulation, daher die Erwerbung des Bodens für den Keren Kajemeth, die Sicherung des Aufbaues durch organisierte jüdische Arbeit, die weitestgehende Förderung der Siedlungen-, die auf die Selbstarbeit der Angesiedelten, bei Ausschaltung jeder Lohnarbeit aufgebaut sind, angenommen werden. 3. Die Organisierung und Vorbereitung unserer nach Palästina strebenden arbeitsuchenden Jugend für die Aufbauarbeit im Palästina soll in Angriff genommen werden. 4. Tatkräftige Unterstützung soll gewährt werden den Bestrebungen! der organisierten jüdischen Arbeiterschaft Palästinas, die Arbeitspositionen im den privaten jüdischem Kolonien: zu erobern. 5. Für diesen großangelegteng Aufbaiiplan soll die .zionistische Leitung eine alljährlich wiederkehrende umfangreiche Werbe- und Sammelaktion proklamieren-. In den Dienst dieser Aktion müssen sich alle Fraktionen und Gruppen der zionistischen Weltbewegung stellen. Jene Gruppen, die sich weigern sollten •fhi' dieser Aktion teilzunehmen, sollen öffentlich gebrandmarkt werden. Gruppen, die diese Aktion entgegenwriken werden, sollen zumnidest für eine bestimmte Zeit der Weltorganisation ausgeschaltet werden1.. 6. Die Uebertragung des Erziehungs- und Gesundheitswesens an die autonome Vertretung des Jischuw seil, ohne Gefährdung der Erfüllung dieser Aufgaben, festgesetzt werden. ■."' \ - : ■ . Ii. ' ' Für die politische Tätigkeit der zionistischen Welt- -bewegurig-'schlagen wir folgende Richtlinien vor: 1. Der Mandatarmacht gegenüber soll mit aller Energie die Erfüllung der Sicherung des Aufbaues der jüdischen Heimstätte in Palästina vertreten werden. Die Revisionisten kündigen die Zertrümmerung der zionistischen Weltbewegung an! Im „Häam" dem Organ' der Revisionisten1 Palästinas, schreibt Dr. Weis! über die Pläne der Revisionisten auf dem nächstem Kongresse. Er stellt die freundschaftlichen Beziehungen mit dem „Misradhi" und der amerikanischen Brandejs-Gruppe fest und spricht die Hoffnung aus, daß sie mit Hilfe dieser Gruppen eine Mehrheit bilden werden. Wörtlich1 heißt es dann: „Sollten! aber die Revisionisten: auf dem nächsten Zionistenkongresse im der Minderheit bleiben, werden' sie aus der offiziellen zionistischen Organisation aus^ treten und eine selbständige zionistische Organisation 'bilden." Die Zertrümmerung der zionistischen1 Weltbewegung ist also die Absicht des Revisionismus, dem sich nunmehr dem sich1 nunmehr auch Stricker angeschlossen hat. 2. Getragen von der Ueberzeugung, daß das Palästinaaufbauwerk den Interessen des arbeitenden arabischen Volkes nicht entgegenwirkt und daß wir gewillt sind in Palästina mit dem freien arabischen Volke im vollsten Einvernehmen zu leben, soll die Leitung der Weltbewegung eine aktive Politik entfalten, die den Arabern Palästinas den eindeutigen Beweis liefern soll, daß wir wohl im Lande den Aufbau, der jüdischen Heimstätte erstreben, daß wir aber das Recht der Araber auf Palästina voll anerkennen und jede Unterdrückung oder Verdrängung der Araber mit aller Entschiedenheit ablehnen. Von diesem Gesichtspunkte aus soll1 die zionistische Leitung zum Landentwicklungsplan (neben unserem Anspruch auf Boden, Arbeit und Kredit auch1 die Forderungen der bodenhungrigen Fellachen vertreten) und zum Projekte der Verfassung für Palästina Stellung nehmen. 3. Die klare Ablehnung der nationalistischen und militanten Bestrebungen der Revisionisten, die Tadelung des „Beth-Schalom" wegen seines selbständigen Eingreifens in die Politik. III. Auf innerzionistischefm Gebiete werden wir verlangen: 1. Die Bildung einer Leitung, die die Verantwortung für das Aufbauwerk übernehmen und seine Fortsetzung im bisherigen sozialen, und nationalen Geiste sichern soll. Sie muß aber auch in der. Lage sein, die destruktiven Tendenzen, wie sie die Revisionisten in den letzten Jahren gepredigt haben, rasch1 zu liquidieren. 2. Die Zurückweisung aller Versuche einer Schwächung oder Spaltung der Histadruth, die.den. stärksten und best organisierten Machtfaktor des Landes darstellt. 3. Den Abbau der Spitzengehälter der zionistischen Beamtenschaft in Anpassung an die schwierigen finanziellen Verhältnisse der zionistischen Weltorganisation. 4. Die Ausschaltung jedes persönlichen Kampfes bei Bildung der neuen Leitung!,, den Entschluß des Prof. Weitzmann, nicht länger "an der Spitze der Bewegung zu bleiben, zu respektieren. Die Liste des arbeitenden Palästina Poale Zion — Hitachduth Kartell zion. sozialistischer Jugendbünde. Wahlsieg der jüdischen Arbeiter- Partei in Palästina. 62 Prozent aller Stimmen wurden! im Palästina für die: Arbeiterpartei abgegeben1. Zionisten! Der Jischuw in Erez Israel hat; in1 seiner überwiegenden Mehrheit erkannt, weichte Partei die wahre Vertreterin seiner Interessen ist. Nehmt euch eim Beispiel an den Verwirklichern des Zionismus: wählt die Liste des arbeitenden1 Palästina. Dr. Weisl und Genossen aus der Kandidatenliste gestrichen. Die revisionistischen Maulhelden brüsten1 sich1 mit ihrem hundertprozentigen Zionismus, während sie die zionistische Gesinnung der Nichtrevisionüsten! bekritteln. Daß sich dieser revisionistische Vollzionismus im1 Fordern1 von anderen' und im Schimpfen auf Weizmann und die Arbeiterschaft erschöpft, an! die Erfüllung der eigenen primitiven zionistischen; Pflicht jedoch nicht denkt, beweist die folgende Nachricht. Laut Meldungen wurden1 nämlich auf Beschluß der palästinensischen Hauptwahlkommission1 10 Revisionisten wegen Nichterfüllung ihrer Keren Hajessod- Pflicht aus der Kandidatenliste gestrichten. Unter den gestrichenen Kandidaten prangen die Namen bekannter Revisionistenführer Palästinas wie Dr. Weisl, J e w s e r o w, Abraham und Jakob W. e i n; s c h' e 1. „Zurück zu Herzl!" so lautet die Wahlparole der Revisionisten, die in* Wirklichkeit Herzl verhöhnen. „Wir sind ein Volk" — verkündete Herzl von aller Welt. „Wir sind zwei verschiedene Völker" — wir haben auch keine gemeinsame Sprache", riefen die revisionistischem Vertreter in der Assefath Haniwcharim (Nationalversammlung) und vollzogen den Exodus aus derselben. Herzl hat die zionistische Organisation1 geschaffen als Bollwerk jüdischer Kraft und Einheit. Die Revisionisten arbeiten permanent ani der Schwächung dieser Organisation und am der Herabsetzung ihres Anse hen s. Ja, sie schicken1 sich1 sogar an1, die zionistische Organisation,1, diese wichtigste Schöpfung Herzls, völlig zu zertrümmern. „Rettet mich vor meinen Rettern!" — würde Herzl rufen, wenn er am Leben wäre. Diese Pflicht obliegt nun uns aljen. Schützen wir Herzls Erbgut vor den1 revisionistischen und neo-revisionistischen „Erben", indem wir die Reihen des arbeitenden Palästina stärken. Für jeden Sparer die Mi«»» der Gemeinde Wien!, IpoliersWe 8 Die Gemeinde Wien haftet mit ihrem gesamten Vermögen für alle Einlagen in der Zen- - - - - tralsparkasse - - - - Eigentümer, Verleger, Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Franz Lustig, Elektromonteur, Wien, VI., Stiegengasse 16. — Druck: „Adria", Wien, H;, Taborstraße 52 b. " Lebens versicher ungs* Gesellschaft PHÖNIX Zentrale: Wien, I., Riemergasse Nr. 2 - VerBlcherungsbestand per Mitte 1930: 8 2,430,000.000*- Qarantiemittel Ende 1929: 8 300.000.0001- Präraien-und Zinsen einnahmen im Jahre 1929: 8 i 2% ,000.000-— Auszahlungen an die Versicherten im Jahie 1929: 8 30v500.000'~- TÄTIGKEITSGEBIET: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, cechoslov. Republik, Polen, Ungarn, Jugoslavien,; Bulgarien,Griechenland.Türkei,Aegypten, Palästina, Pensioris- Versicherung Hgy; mit Rentenansammlung (Rentenbezug beim 55., 60. oder 65. Lebensjahr oder bei früherer BERUFS-UNFÄHIGKEIT. Monatliche Prämie. Sofortige Unveifallbarkeit.) gemeinschaftlich mit der Versicherungs ^Aktien** Gesellschaft früher PENSIONS-VEREIN für Handel, Industrie und Gewerbe Wien, I, Schellinggasse Nr. 1 Keine soiialistische Stimme den Revisio nisten! Auf jede Stimme kommt es an