Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 29 (1926)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 605 (sequence 67)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ZU UNSEREN BILDERN gung gegen die vordringenden Araber. Jüdisches Blut ist nachweisbar u. a. in den Adern der Arpaden, Przemysliden, Luxemburger, Habsburger, Jagellonen und Wilhelms II. ZU SEITE 598. POGROM IN ITALIEN. Zur Illustrierung bringen wir aus romanischer Gegend einen Überfall auf ein Ghetto. JAKOB EMDEN (S. 602) UND JAKOB FRANK spielen, beide auf einander entgegengesetzen Seiten, in der Geschichte der Kabbala und des Ghassidismus bedeutende Rollen. DER KABBALIST S. 603. Nach der Sage verursachte Rabbi Naftali ha-Kohen durch ein kabbalistisches Experiment den verheerenden Brand in der Frankfurter Judengasse im Jahre 1711. Nach Horovitz, Frankfurter Rabbiner II, 60, trug vielmehr die Fahrlässigkeit eines im Hause des Rabbiners wohnenden Flickschneiders die Schuld. ZU DEN POLNISCHEN TRACHTEN UND „TASCHLICH". Der polnische Jude trägt nach altpolnischer Nationalmode (oder etwa die aus Deutschland mitgebrachte Tracht?) noch heute den durch einen Gurt zusammengehaltenen langen Rock, in der wärmeren Jahreszeit die leichtere „Bekesche" (polnisch bekesza =z Mantel, „Pekesche" in „Hermann und Dorothea"), in der rauheren die wärmere „Schubitze" (polnisch jubica), darüber an Festen den seidenen „Chalat" (polnisch chalat ~ Slaubmantel, Obergewand), auch „Radziwulka" (vom Fürsten Radziwill hergeleitet) genannt, auf dem Haupte ein samtnes Käppchen (Jarmulka), darüber den „Spodek" (polnisch Untertasse, hohe, oben mit Plüsch besetzte Pelzmütze) oder den „Kolpak" (aus Zobel) an Wochentagen, an - w'Honrayu\t\k?n\\ v . i'im>Mw>:>.-h-ihimiti.H - uoA»uA\<{UM. ixinx t! ( \K\)ti,* A/MI/p^^ h h \\VK.m\*fHMI<H jic.t/1A«A()VK$l!i -. h"VHWJtüA 1K ■- hC^AU^.VrAiJuJ Die dem Judentum entstammende bulgarische Zarin Theodora (1335—1355) mit ihrem Gatten und ihren Söhnen Aus: Svornik Narodni Umutvorenia 1892 Sabbaten und Festen das ,,Streimel" (polnisch slroj — Galakleidung), der des Rabbiners ist mit 13 Zobelschwänzen besetzt. Auch die Bachurim tragen eine Zobelmütze. Das Gewand wird nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links geknöpft. Auf dem Leibe zog man in Litauen das „Leibel", den Leibkaftan, und die „Saleschke" (polnisch zahizka — Brusttuch, Weste) an. Die Unterbeinkleider sind aus Nanking. Als Fußbekleidung dienen Pantoffel oder „Schieb" (Schuhe), nicht, wie heute in Polen, Stiefel. Der Chassid trägt die Chabadnize. über die Tracht der Frauen vergl. Jahrbuch für jüdische Volkskunde 1923, S. 333. Der Herausgeber. -T^^M^