Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 11 (1908)
- Issue
- 4 (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— 158 — Nr. d. Aktes Tag Monat Jahr Gegenstand 17 26. I. 1717 Quittung eines Brünner Bürgers über einen Betrag von 215 fl„ die er von der Judengemeinde erhielt. 18 15. IV. 1717 Erlaß des K. Karl VI., den Besuch der Märkte durch Nichtkatholiken betr., sowie gleichzeitige Aufforderung zur Angabe der Anzahl von Häusern und Synagogen. 19 4. IX. 1717 Anfrage der J. an den Stadtrat über den Handel mit Malz. 20 25. Vffl. 1719 Karl VI. gestattet auf Bitte des Judenrichters, den Brünner Markt von Samstag auf Sonntag zu verlegen. (59, 65.) 21 17. X. 1719 Beschwerde Jakob Gabriels an F. über die Anschuldigung, während des großen Brandes *) Silber gestohlen zu haben, weshalb er unschuldig eingesperrt worden sei. (10.) 22 20. XI. 1719 Notariatsakt von J. N. Oppenheimer an Dr. Stella. (29, 45.) 23 9. II. 1720 Befehl an den Stadtrat unter Androhung von Strafe, Prozeßwidrigkeit zu unterlassen. 24 12. VI. 1720 Beschwerde an den Judenrichter über die 6 jüd. Barbiere, durch welche die Christen in ihrem Erwerbe geschädigt würden. 25 11. .VII. 1720 Drei Zeugenaussagen aus Preßburg, daß Nathan Deutsch am 10. August 1719, zur Zeit der Feuersbrunst, in Preßburg war. (26.) 26 20. vm. 1720 Beschwerde des Nathan Deutsch an den F. Walter v. D. des Inhalts, die J. hätten in seiner Abwesenheit seine Waren verkauft, da er Geld schuldig sei, das er aber infolge des Brandes seines Hauses zu bezahlen nicht in der Lage sei. (25, 27, 31.) 27 30. VIII. 1720 Nathan Deutsch bittet den F. um Audienz, da er noch keinen Bescheid habe, ob er sein Haus erbauen dürfe. (26.) x) Im Jahre 1719 wütete in Nikolasburg ein großer Brand, der den größten Teil der Judengemeinde und das angrenzende fürstliche Schloß verzehrte. Berichte über den Brand befinden sich in Inschriften in den beiden jetzt noch bestehenden Synagogen, der „Altschur* und der „Neuschal". Die Inschrift der „Altschul" lautet: (Donnerstag, 13. August 1719 =) p"sb bs>h Stf hb *OP tt)rfi (Freitag, den 2. Juli 1723). p"s& bbh rran fi"^ irrnow l»m imti Die Inschrift in der „Neuschul" lautet: tirtnan p"pn iro id isaro n"» töB fco p"aai bs>h nam 1728 p"s& nbb rsm m6n rrasi ta^Kin tu tatöiro 2) Parallelgasse der Hauptstraße des Judenviertels, die sich längs der großen Schloßparkmauer hinzieht und in die viele kleine und größere Pforten des Parkes führen.