Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 155)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2638044-2638085-2638086--2632-2640006- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
144 Goldschmidt, Zeena ureena. Segenabschnitte Jehudas sind alle Buchstaben vertreten außer dem pt — eine Andeutung, daß bei den Kriegen, die Jehuda führen wird, nicht — die Waffe siegt, sondern das Vertrauen auf die Hilfe Gottes allein. So ist auch in dem Namen imn1* Gottes Name enthalten und das überzählige 1 zeugt, daß er der vierte Sohn Jakobs und daß sein Einfluß wie die am vierten Schöpfungstage erstandene Sonne erwärmend und erleuchtend strahlen wird. pt£^ D^ rprA p^DT Sebulon wohnt an der Meere Gestade. Der Stamm Sebulon trieb Handel, seine Schiffe befuhren alle Meere, seine Waren füllten die Märkte aller Länder; doch mit seinem Reichtum unterstützte er den dem Thorastudium sich hingebenden Stamm Isachar, und da es wohlgefälliger vor Gott ist, sein Wohltun auf solche edle Art zu bekunden, als das Thorastudium selber, ist Sebulon hier vor Isachar genannt, obgleich der letztere der ältere ist. DU "DttfE^ Isachar — ein knochiger Esel, das anhaltende Studium macht das Fleisch schwinden und die Knochen hervortreten. Der Midrasch erzählt: Als Jakob an jenem Tage, als Lea die Alraunen ihres Sohnes an Rahel gegeben, um des Beilagers ihres Mannes teilhaftig zu werden, vom Felde zurückkehrte, kündigte Lea der schreiende Esel, den Jakob ritt, ihres Mannes Ankunft an. Sie eilte ihm entgegen, ihm ihr Übereinkommen mit der Schwester kündend. Jener Verbindung entsproßte Isachar, daher DU IlDn: ein Esel verursachte es. DVlStfflDn |*a y2Ti Lagernd zwischen den Marken. Wie der lasttragende Esel nie auf bestimmtem Boden ruht, sondern auf seinen Wegen bald hier, bald dort sich lagert, so gönnt sich auch der des Thorastudiums Beflissene Tag und Nacht nicht Ruhe. SIE *0 nrUD *CM Er sah die Ruhe, daß sie gut sei. Jenes Studium bedarf der Ruhe, die von dem Getriebe der Welt nicht gestört werden darf. Daraufhin ist auch im täglichen Gebet ilJHWIM PG^n „Setze unsere Richter ein wie vordem und nimm weg von uns Kummer und Seufzen'4 jener Friede in Aussicht genommen, der allein geeignet ist, die Menschheit, nicht mehr abgelenkt von den zwingenden Erfordernissen der Außenwelt, zur Erkenntnis der Wahrheit der heiligen Schriften zu leiten — zu jener Zeit, von der es heißt: