Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 222)
- Language
- German
- Belongs to
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Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. 213 215. p. 31a. Ein Kind geweckt zu machen: schreibe auf die Mutterbrust mit Tinte: l"t"j"h"z"g"h, das sauge das Kind mit der Muttermilch ein. 216. Gegen Schwertwunden: eine an der Sonne getrocknete Schlange an den Gurt nähen und unter den Kleidern tragen. 217. Das Meer besänftigen: Stückchen vom Afiqomen nach den vier Himmelsrichtungen ins Meer werfen und an A"g"l"a denken. 218. Beim Ertrinken denke an T"f"t"f"j"h und sage einige Bibelverse her. 219. Ein anderes MS., hebr. und jüd., betrifft „Chokmath ha-dofeq", die Kunst des Pulsfühlens (die bei Hovorka- Kronfeld, Vergleichende Volksmedizin, II, 68, behandelt wird) und den Einfluß der Sternbilder und Monate auf den Puls. (Über diese siderischen Einflüsse 1. c. I, 6). „Alle Philosophen stimmen darin überein, wie schwer diese Kunst zu erlernen ist". Außerdem wird ein Mund- und ein heilsames Waschwasser empfohlen. 220. p. 12b u. s. wird ein „Meinster Schim'on" genannt, u. a. als Erfinder einer „Franzosensalb". „Schmelziger Heinrich, d. i. Pfeilkraut" wird angewandt. 221. Ein Mittel, das Herz zu stärken, von „Meier Sch"g" erwähnt p. 13 b. 222. Dann folgen liturgische Gedichte, so 40b „eli eli chisch goali", (nicht identisch mit dem „eli chisch goali" bei Zunz, Literaturgesch. 364, wo übrigens S. 608 von Engeln die Rede ist, die aus Wasser und Feuer entstanden sein sollen und somit nach unserer, an anderer Stelle gegebenen Erklärung des Magen David dieses Zeichen als Bild in vielen Amuletten erklären, und S. 609 die Buchstabensymbolik der menschlichen Glieder besprochen wird [vgl. Bischoff, Die Elemente der Kabbalah I, 73 u. s.]), p. 49a das „jom zeh mekubbad" (bei Zunz 1. c. 511), berabboth 'iththim (1. c. 494), p. 49b. „isch chasid haja" (1. c. 486), ferner 48b: „mischeniknas adar marbim lissmoach". 223. p. 50ff. enthält ein „sefer ha-schemen ve-hamajim", vollendet am 28. Siwan 251 (1491) von „Abraham b.